
Schweden feiert 5:1-Auftaktsieg gegen Tunesien und übernimmt Gruppenführung nach Niederlande-Japan-Remis
Yasin Ayari mit einem Doppelpack sowie Tore von Alexander Isak, Viktor Gyökeres und Mattias Svanberg haben Schweden am Sonntag im Estadio BBVA in Monterrey zu einem ungefährdeten Sieg gegen eine in der Abwehr anfällige tunesische Mannschaft verholfen. Damit setzte sich die Elf von Graham Potter an die Spitze der Gruppe F, nachdem sich die Niederlande und Japan 2:2 getrennt hatten.
Schweden ist mit einem deutlichen 5:1-Sieg gegen Tunesien in die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gestartet. Die Partie im Estadio BBVA von Monterrey am Sonntagabend bescherte der Mannschaft von Graham Potter die alleinige Tabellenführung in der Gruppe F, nachdem sich die Niederlande und Japan am frühen Abend mit einem 2:2-Unentschieden getrennt hatten. Die Skandinavier überzeugten mit einer effizienten Offensivleistung und bestraften die defensiven Aussetzer der Nordafrikaner in beiden Halbzeiten gnadenlos. Für Tunesien wird der Einzug in die K.o.-Runde nun zu einer Herkulesaufgabe.
Tore in der ersten Halbzeit geben den Takt vor
Schweden übernahm von Beginn an die Kontrolle. In der 7. Minute traf Yasin Ayari mit einem wuchtigen Schuss ins leere Tor, nachdem Torhüter Abdelmouhib Chamakh eine Flanke falsch eingeschätzt hatte und der Ball dem Mittelfeldspieler vor die Füße fiel. In der 30. Minute erhöhte Alexander Isak auf 2:0, als sein flacher Schuss nach einem Konter unter dem Körper von Chamakh hindurch ins Tor rollte. Tunesien gelang kurz vor der Pause der Anschlusstreffer: Omar Rekik köpfte in der 43. Minute eine Flanke von Hannibal Mejbri am kurzen Pfosten ein und gab den Aigles de Carthage damit neue Hoffnung für die zweite Halbzeit.
Tunesiens Abwehr bricht in der zweiten Hälfte ein
Nach dem Wiederanpfiff fiel die tunesische Defensive endgültig auseinander. In der 59. Minute wurde Kapitän Elyes Skhiri von Isak an der eigenen Strafraumgrenze enteignet, und der Liverpool-Stürmer legte quer auf Viktor Gyökeres, der zum 3:1 einschob. Der eingewechselte Mattias Svanberg erzielte in der 84. Minute das 4:1, als er nach einer Freistoßflanke von Isak eine Verlängerung mit seinem ersten Ballkontakt im Strafraum verwertete. Ayari krönte seine starke Leistung in der Nachspielzeit mit dem 5:1, als er nach einem weiteren Fehler der Tunesier zum zweiten Mal an diesem Abend traf.
Ayaris bittersüßer Auftakt
Ayaris frühes Tor war von persönlicher Brisanz. Der 18-Jährige, dessen Vater Tunesier ist, der sich aber für die schwedische Nationalmannschaft entschieden hat, entschuldigte sich nach seinem Tor mehrfach. Der Moment verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen der tunesische Verband bei der Bindung von Spielern mit doppelter Staatsbürgerschaft steht – anders als viele andere afrikanische Nationen.
Die Lage in der Gruppe F
Durch den Sieg und das 2:2-Unentschieden zwischen den Niederlanden und Japan steht Schweden mit drei Punkten und einem Torverhältnis von +4 an der Spitze der Gruppe F. Tunesien liegt am Tabellenende und muss sich nun auf die Spiele gegen Japan und die Niederlande vorbereiten. Die Defensivschwächen der Nordafrikaner wurden in dieser Partie schonungslos offengelegt. Potters Mannschaft trifft als Nächstes auf die Niederlande, die ebenfalls Probleme hatten, eine weiße Weste zu behalten – ein möglicherweise vorentscheidendes Duell um den Gruppensieg.
Torverteilung
Schwedens fünf Tore erzielten vier verschiedene Spieler, was die ausgewogene Offensivpower des Teams unterstreicht. Ayari traf zweimal, Isak, Gyökeres und Svanberg steuerten je einen Treffer bei.
- Yasin Ayari
- 2
- Alexander Isak
- 1
- Viktor Gyökeres
- 1
- Mattias Svanberg
- 1
- Omar Rekik
- 1

