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Fußball·vor 7 Std.

Schweden überrollt Tunesien mit 5:1 – Ayari-Doppelpack und Isak-Gyökeres-Duo glänzen zum WM-Auftakt

Yasin Ayari traf bei seinem WM-Debüt doppelt, während Alexander Isak und Viktor Gyökeres mit je einem Tor und einer Vorlage glänzten: Schweden überrollte Tunesien in Monterrey mit 5:1 und übernahm die Tabellenführung in Gruppe F.

Frühe Dominanz

Yasin Ayari brachte Schweden nach einem Abstimmungsfehler in der tunesischen Abwehr in der siebten Minute in Führung und setzte mit einem wuchtigen Schuss ein erstes Ausrufezeichen. Alexander Isak erhöhte nach einer halben Stunde auf 2:0, nachdem er nach einem schnellen Konter nach innen gezogen war und Torhüter Mouhib Chamakh keine Chance gelassen hatte. Schweden hatte zuletzt 1938 bei einem 8:0-Sieg gegen Kuba fünf Tore in einem WM-Spiel erzielt – ein Rekord, den sie mit dem Schlusspfiff einstellten.

Schwedens Torschützen gegen Tunesien · Tore
Yasin Ayari
2 Tore
Alexander Isak
1 Tore
Viktor Gyökeres
1 Tore
Mattias Svanberg
1 Tore

Schwedische Offensivkraft

Das Sturmduo Isak und Viktor Gyökeres erwies sich als unaufhaltsam. Isaks Pressing erzwang den Ballverlust von Ellyes Skhiri, was in der 59. Minute zum Treffer von Gyökeres führte. Der eingewechselte Mattias Svanberg erzielte in der 84. Minute das vierte Tor, das nach einer VAR-Überprüfung trotz anfänglicher Abseitsentscheidung anerkannt wurde. Ayari setzte in der Nachspielzeit mit einem weiteren Distanzschuss den Schlusspunkt und feierte diesmal ausgelassen, nachdem er bei seinem ersten Treffer noch zurückhaltend geblieben war.

Individuell sind sie natürlich absolute Topspieler, aber ich glaube, zusammen können sie eine echte Gefahr darstellen. Ich denke, sie werden mit jedem Spiel besser; sie ergänzen sich hervorragend.

Potters Erlösung

Graham Potter, der im September nach einer kurzen Amtszeit bei West Ham und einem gescheiterten Engagement beim FC Chelsea entlassen worden war, übernahm eine schwedische Mannschaft, die ihre Qualifikationsgruppe sieglos als Letzter beendet hatte. Nur dank der Nations-League-Platzierung blieb das Team im Rennen, und Playoff-Siege gegen die Ukraine und Polen sicherten das WM-Ticket. Die fünf Tore gegen Tunesien übertrafen die gesamte Ausbeute Schwedens aus den sechs Qualifikationsspielen.

Schwedische Tore: Qualifikationsphase vs. Spiel gegen Tunesien · Tore
Qualifikationsgruppe (6 Spiele)
4 Tore
Spiel gegen Tunesien
5 Tore

Man weiß nie, wie sich die Dinge entwickeln. Wir waren optimistisch, weil wir Vertrauen in unsere Arbeit hatten. Aber bis das Spiel angepfiffen wird, weiß man es nie genau. Das ist das Schöne am Sport.

Tunesiens Abwehrprobleme

Tunesien hatte in der Qualifikation kein einziges Gegentor kassiert und war damit das erste Team, dem dies gelang. Doch eine 5:0-Testspielniederlage gegen Belgien deutete bereits auf Schwachstellen hin, die Schweden gnadenlos ausnutzte. Omar Rekiks Kopfballtor kurz vor der Pause gab den Nordafrikanern kurzzeitig Hoffnung, doch insgesamt kassierte das Team in den letzten zwei Spielen zehn Gegentore und kam nach der Pause kaum noch zu gefährlichen Aktionen.

Ayaris respektvoller Doppelpack

Ayari, der in Schweden als Sohn eines tunesischen Vaters und einer marokkanischen Mutter geboren wurde, verzichtete nach seinem ersten Treffer auf einen Jubel und hob entschuldigend die Hände. Nach seinem zweiten Tor rutschte er auf den Knien und hielt sich das Ohr in Richtung der schwedischen Fans. Sein Vater Azzouz Ayari hatte zuvor betont, sein Sohn müsse "dem Land etwas zurückgeben, das sich um ihn gekümmert hat". Tunesiens Trainer Sabri Lamouchi zeigte Verständnis: "Ich kenne ihn und seinen Bruder. Er hat eine Wahl getroffen, ich habe großen Respekt davor."

Nein, ich wollte, dass er für Schweden spielt. Er muss das Gefühl haben, dem Land etwas zurückzugeben, das sich um ihn gekümmert hat.

Ich kenne ihn und seinen Bruder. Er hat eine Wahl getroffen, ich habe großen Respekt davor, und er ist ein sehr guter Spieler.

Monterrey

8 Quellen

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