Russlands FSB meldet Festnahme eines Schweden, der Sabotage an Militärobjekten geplant haben soll
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB teilt mit, er habe einen Schweden in der Region Pskow nahe der lettischen Grenze festgenommen, der Anschläge auf Militärobjekte geplant haben soll. Der Geheimdienst behauptet zudem, der Mann habe an der Seite ukrainischer Truppen gekämpft.
Festnahme in der Region Pskow
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat am Donnerstag, dem 15. Oktober, mitgeteilt, er habe einen schwedischen Staatsbürger in der Region Pskow im Nordwesten Russlands festgenommen. Russische Agenturen berichteten unter Berufung auf den FSB, die Festnahme habe im Bezirk Sebeschski unweit der Grenzen zu Lettland und Belarus stattgefunden. Die Erklärung, die von der staatlichen Nachrichtenagentur TASS verbreitet wurde, nannte weder Namen noch Alter des Mannes. Sämtliche Angaben in den Berichten stammen vom Geheimdienst selbst.
Was der FSB behauptet
Der FSB erklärt, der Mann sei illegal nach Russland eingereist und habe vorgegeben, den russischen Streitkräften beitreten zu wollen, um Sabotage und Terrorismus gegen militärische Einrichtungen zu verüben. Er habe zwischen Februar und Juni 2026 als Kommandeur eines Teams für unbemannte Luftfahrtsysteme im 24. Separaten Sturmbataillon Aidar der ukrainischen Landstreitkräfte gedient. Der Dienst erklärte, in seinem Besitz befindliche Dokumente belegten seine Beteiligung an Kampfhandlungen gegen Russland. Es wurde ein Strafverfahren wegen illegalen Überschreitens der Staatsgrenze eröffnet; weitere Verfahren wegen Beteiligung an terroristischen Aktivitäten und Söldnertums werden geprüft.
Spätere Erklärungen des FSB besagten, der Festgenommene habe gestanden, in Ternopil einen Vertrag mit dem Bataillon Aidar unterzeichnet zu haben. Der Dienst veröffentlichte zudem ein Video, das ihn zeigt. Diese Geständnisse wurden in den Berichten nicht unabhängig bestätigt.
Weiterer Kontext in den Berichten
La Libre weist darauf hin, dass Russland und die Ukraine sich seit dem Beginn des groß angelegten Angriffs im Februar 2022 gegenseitig Spionage und Sabotage vorwerfen. Die Zeitung berichtet, die Ukraine habe mehrere Anschläge im Inneren Russlands verübt, teils weit entfernt von ihren Grenzen, darunter Angriffe auf hochrangige Militäroffiziere und kremlnahe Persönlichkeiten. Im Jahr 2025 sollen ukrainische Dienste Dutzende kleine Drohnen in Lieferwagen versteckt nach Russland gebracht und anschließend auf Luftwaffenstützpunkte im ganzen Land gestartet haben. Russland meldet regelmäßig Festnahmen wegen Zusammenarbeit mit Kiew, zudem wurden Dutzende Westler wegen Spionagevorwürfen oder geringfügiger Delikte festgenommen.

