Wahlen · Johannesburg, Kapstadt und Pretoria
ANC fällt bei Kommunalwahlen in Südafrika auf 31,7 Prozent – schlechtestes Ergebnis seit 1994
Nach Auszählung von 88 Prozent der Stimmen am Freitag, 6. November, lag der ANC landesweit bei 31,7 Prozent, während die DA in sechs der acht größten Städte vorläufig vorn lag.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von PÚBLICO, Le Monde.fr, Courrier international und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bei 88 Prozent ausgezählter Stimmen kam der ANC am Freitag, 6. November, auf 31,7 Prozent der landesweiten Stimmen – fast 14 Prozentpunkte weniger als bei der Kommunalwahl 2021.
In Johannesburg lag die DA bei etwas mehr als der Hälfte ausgezählter Stimmen bei 40 Prozent, in Kapstadt kam die Partei von Geordin Hill-Lewis bei 65 Prozent Auszählung auf 60,59 Prozent, bei einer CSIR-Prognose von 56 Prozent.
In mehr als hundert Gemeinden wird der Wahlsieger nicht über genügend Stimmen verfügen, um allein zu regieren; die endgültigen Ergebnisse werden am Sonntag, 8. November, erwartet.
uMkhonto weSizwe, die Partei des früheren ANC-Präsidenten Jacob Zuma, gewann landesweit 9,3 Prozent, nach 14,5 Prozent bei der Parlamentswahl 2024.
- 4.11.Kommunalwahlen in ganz Südafrika abgehalten
- 6.11.ANC bei 31,7 Prozent, 88 Prozent der Stimmen ausgezählt
- 8.11.Bekanntgabe der endgültigen Ergebnisse erwartet
Ein geschwächter ANC und ein volles Feld
Der African National Congress (ANC), die Partei Nelson Mandelas, die Südafrika seit 1994 regiert, kam am Freitag, 6. November, bei einer Auszählung von 88 Prozent der Stimmen auf 31,7 Prozent der landesweiten Stimmen. Das sind fast 14 Prozentpunkte weniger als bei der Kommunalwahl 2021, und die Partei steuert nach den an diesem Tag gemeldeten Zahlen der Wahlkommission auf ihr schlechtestes landesweites Ergebnis aller Zeiten zu. Die Kommunalwahl fand am Mittwoch, 4. November, statt, ausgezählt wurde am Donnerstag und Freitag. Die Democratic Alliance (DA), der Partner des ANC in der nach der Parlamentswahl 2024 gebildeten Regierung der nationalen Einheit, lag im gleichen Auszählungsstadium bei 24,1 Prozent. Die Wahlkommission schätzte die Wahlbeteiligung auf 54,5 Prozent der registrierten Wähler, nach 46 Prozent vor fünf Jahren. Der ANC wird voraussichtlich weiterhin landesweit stärkste Partei bleiben, doch in mehr als hundert Gemeinden wird der Wahlsieger nicht über genügend Stimmen verfügen, um allein zu regieren.
Johannesburg und Kapstadt
In Johannesburg, der Wirtschaftsmetropole mit 4,8 Millionen Einwohnern, lag die DA mit 40 Prozent vorn, als etwas mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt war, vor dem ANC mit 17,5 Prozent und ActionSA mit 15,5 Prozent. Der Wahlkampf dort war von regelmäßigen Wasser- und Stromausfällen, nicht abgeholtem Müll und Schlaglöchern geprägt. Die Stadt hat in den vergangenen zehn Jahren zehn Bürgermeisterwechsel erlebt und einen Investitionsstau von 220 Mrd. Rand (9,9 Mrd. Pfund) bei der Infrastruktur eingeräumt. Helen Zille, die 75-jährige frühere Bürgermeisterin von Kapstadt, die den DA-Wahlkampf in der Stadt leitete, ist eine zentrale Figur der Auszählung. ActionSA-Chef Herman Mashaba hat versprochen, niemals mit Zille zusammenzuarbeiten, die er als Rassistin bezeichnet hat – ein Vorwurf, den sie entschieden bestreitet. Der ANC führt derzeit die Koalition in Johannesburg, weshalb die Koalitionsgespräche dort mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden.
In Kapstadt reklamierte DA-Chef und Bürgermeister Geordin Hill-Lewis den Sieg bereits am Mittag des Donnerstag, 5. November, für sich. Bei 65 Prozent ausgezählter Stimmen lag er bei 60,59 Prozent, während der CSIR ein Endergebnis von 56 Prozent prognostizierte. Kapstadt ist die einzige der acht größten Städte, in der eine einzelne Partei auf eine absolute Mehrheit zusteuert. Die DA liegt in sechs der acht Metropolen vorläufig vorn, darunter Johannesburg und Pretoria, wird aber für die Regierung der meisten von ihnen Koalitionen benötigen. In Durban und Pretoria wurde erwartet, dass der ANC Dritter wird.
- 2016
- 26.9 %
- 2021
- 21.66 %
- 2026 (Teilauszählung)
- 24.22 %
Daten aus dem Artikeltext
Ursachen und der Druck auf den ANC
Hohe Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Korruption und schlechte kommunale Dienstleistungen haben die Wähler von der Partei entfernt. Dem ANC wird prognostiziert, seinen Status als stärkste Partei in Gauteng und KwaZulu-Natal zu verlieren, wo hinter verschlossenen Türen Koalitionsverhandlungen begonnen haben. Umkhonto we Sizwe (MK), die Ende 2023 vom früheren Präsidenten Jacob Zuma gegründete Abspaltung, kam landesweit auf 9,3 Prozent, verglichen mit 14,5 Prozent bei der Parlamentswahl 2024. Sanet Solomon, Professorin für Politikwissenschaft und Governance an der University of the Free State, sagte gegenüber AFP, einer der Hauptgründe für die Stimmenverluste des ANC sei der Aufstieg von Parteien wie MK. Sie nannte auch die Bereitstellung grundlegender öffentlicher Dienste wie die Wasserversorgung und den Zustand der Straßen als eines der wichtigsten aufgetretenen Probleme.
Koalitionen und die Nachfolgefrage
Die endgültigen Ergebnisse sollen am Sonntag, 8. November, bekannt gegeben werden. Führende Vertreter der wichtigsten Parteien sagen, sie würden mit fast jedem sprechen, halten ihre Verhandlungsstrategien aber unter Verschluss. Der ANC war erstmals bei der Parlamentswahl 2024 unter die Hälfte der Stimmen gefallen, was ihn zu einer Regierung der nationalen Einheit mit der DA und acht weiteren Parteien zwang. Sein Ergebnis wird auch mit Blick auf einen Parteitag in etwa einem Jahr beobachtet, auf dem ein Nachfolger von Präsident Cyril Ramaphosa gewählt wird, der nicht erneut antreten darf. Für dieses Rennen hat sich noch kein klarer Favorit herauskristallisiert.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- PÚBLICOWahlen in Südafrika: Mandelas Partei geht von Sieg zu Sieg bis zur endgültigen NiederlageEleições na África do Sul: partido de Mandela vai de vitória em vitória até à derrota final · Original auf Portugiesisch
- Le Monde.frIn Südafrika erleidet der ANC seinen schwersten Wahlrückschlag: „Schwarze Wähler stimmen eher für Kompetenz als für die Vergangenheit oder Hautfarbe“En Afrique du Sud, l'ANC subit son plus sévère recul électoral : " Les électeurs noirs votent sur les compétences plus que sur le passé ou la couleur de peau " · Original auf Französisch
- Courrier internationalIn Südafrika: „Die Aura der Unbesiegbarkeit des ANC ist gebrochen“En Afrique du Sud, "l'aura d'invincibilité de l'ANC s'est brisée · Original auf Französisch
- The GuardianANC droht bei den Kommunalwahlen in Südafrika eine herbe Niederlage bei 80% ausgezählten StimmenANC faces bruising defeat in South African local elections with 80% of ballots counted · Original auf Englisch
- Cyril Ramaphosa
- Präsident Südafrikas, der nicht erneut antreten darf und dessen Nachfolger auf dem ANC-Parteitag gewählt wird
- Jacob Zuma
- Früherer Präsident und Gründer der MK-Partei, die landesweit 9,3 Prozent erreichte
- Helen Zille
- DA-Figur und frühere Bürgermeisterin von Kapstadt, die den DA-Wahlkampf in Johannesburg leitet
- Geordin Hill-Lewis
- Bürgermeister von Kapstadt und DA-Chef, der den Sieg in der Stadt für sich reklamierte
- Herman Mashaba
- ActionSA-Chef, der versprochen hat, niemals mit Helen Zille zusammenzuarbeiten
- Nelson Mandela
- Gründungsfigur des ANC, dessen Partei Südafrika seit 1994 dominiert
- Orte
- Johannesburg, Südafrika, Kapstadt, Pretoria, Durban
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