Entdeckungen · Heidelberg, Guben und Skalmierzyce
Body Worlds-Schöpfer Gunther von Hagens stirbt mit 81, sein Körper wird nach seinem Wunsch plastiniert
Der als „Dr. Tod“ bekannte deutsche Anatom starb am 24. Juli in Heidelberg an einer Gehirnblutung. Seine Familie bestätigte, dass sein Körper mit der von ihm 1977 erfundenen Konservierungstechnik plastiniert wird.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, rts.ch, SudOuest.fr und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Er starb in einer Heidelberger Klinik einen Tag nach einer Gehirnblutung. Bei ihm war 2008 die Parkinson-Krankheit diagnostiziert worden, mit der er fast zwei Jahrzehnte lebte.
Ein Sprecher des Plastinariums bestätigte, dass sein Körper auf jeden Fall plastiniert wird, was einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Wo er ausgestellt wird, ist noch nicht entschieden.
Die Technik ersetzt Körperflüssigkeiten und Fett durch Silikon, Epoxidharz oder Polymere und schafft starre, geruchlose Präparate, die in lebensechten Positionen dargestellt werden können.
Die Ausstellungen begannen Ende der 1990er Jahre weltweit zu touren. Die Präparate stammten von Körperspendern, die zu Lebzeiten zugestimmt hatten.
Geboren im Januar 1945 in Skalmierzyce, wurde er 1969 wegen eines Fluchtversuchs aus Ostdeutschland inhaftiert. Westdeutschland zahlte 1970 40.000 D-Mark für seine Freilassung.
- 2015Dauerausstellung Körperwelten eröffnet auf dem Alexanderplatz in Berlin
- 2021Moskauer Behörden leiten Untersuchung ein, ob die Ausstellung gegen russische Moralvorstellungen verstößt
- 24.07.Stirbt in Heidelberg nach Gehirnblutung im Alter von 81 Jahren
Tod und letzte Wünsche
Gunther von Hagens starb am 24. Juli 2026 in einer Klinik in Heidelberg, Deutschland, einen Tag nach einer Gehirnblutung. Er wurde 81 Jahre alt. Von Hagens war 2008 mit der Parkinson-Krankheit diagnostiziert worden und lebte fast zwei Jahrzehnte mit der Erkrankung. Seine Familie und das Institut für Plastination gaben seinen Tod am Montag, den 27. Juli 2026, bekannt.
„Gunther wollte den Menschen die Möglichkeit geben, unter die Haut zu schauen – nicht aus Sensationslust, sondern aus der tiefen Überzeugung, dass das Wissen um den eigenen Körper zu einem bewussteren, gesünderen und verantwortungsvolleren Leben beitragen kann. Seine Arbeit war wissenschaftlich, lehrreich und zutiefst humanistisch. Er ermöglichte Millionen von Menschen, ihren eigenen Körper in einem neuen Licht zu sehen.“
Lange vor seinem Tod hatte von Hagens einen klaren Wunsch geäußert, was mit seinen sterblichen Überresten geschehen soll. Ein Sprecher des Plastinariums in Guben, des von ihm 2006 gegründeten Museums, bestätigte, dass sein Körper auf jeden Fall plastiniert wird. Wo der plastinierte Körper ausgestellt wird, steht noch nicht fest. 2018 schrieb er im Guardian, er könne sich vorstellen, dass sein plastinierter Körper in einladender Pose am Eingang einer Ausstellung steht oder in Scheiben geschnitten und auf verschiedene Standorte verteilt wird.
Die Plastinationstechnik und Körperwelten
Von Hagens erfand die Plastination 1977, als er als Forschungswissenschaftler am Institut für Pathologie und Anatomie der Universität Heidelberg arbeitete. Bei der Technik werden Körperflüssigkeiten und lösliches Fett aus einem toten Körper entzogen und durch Silikon, Epoxidharz oder Polymerkautschuk ersetzt. Die resultierenden Präparate sind starr, geruchlos und können in lebensechten Positionen dargestellt werden, sodass Muskeln, Skelette und Organe sichtbar werden. Er beschrieb seinen Moment der Erkenntnis: Beim Betrachten von in Kunststoff eingebetteten Präparaten fragte er sich, warum der Kunststoff um die Körper herum gegossen wurde und nicht in sie hinein.
Gemeinsam mit seiner Frau und Kuratorin Dr. Angelina Whalley schuf von Hagens die Körperwelten-Ausstellungen, die Ende der 1990er Jahre weltweit auf Tournee gingen. Mehr als 58 Millionen Menschen haben die Ausstellungen seit ihrer Premiere besucht, so das Institut für Plastination. Die ausgestellten Präparate stammten von Körperspendern, die zu Lebzeiten beschlossen hatten, ihre Körper für die Plastination und wissenschaftliche Forschung zu spenden. Das Institut erklärte, die Ausstellungen regten zum Nachdenken über Gesundheit, Krankheit, Lebensstil und Sterblichkeit an.
Ein Leben geprägt vom Kalten Krieg in Europa
Von Hagens wurde im Januar 1945 als Gunther Gerhard Liebchen in Skalmierzyce, Polen, geboren, das damals unter deutscher Besatzung stand und Alt-Skalden hieß. Er wuchs im sozialistischen Ostdeutschland auf und beteiligte sich 1968 an Protesten gegen die gewaltsame sowjetische Niederschlagung des Prager Frühlings. Im folgenden Jahr wurde er inhaftiert, nachdem er versucht hatte, in den Westen zu fliehen. 1970 zahlte Westdeutschland 40.000 D-Mark für seine Freilassung als politischen Gefangenen. Nach seiner Ankunft im Westen lernte er Cornelia von Hagens kennen und heiratete sie, wobei er ihren Nachnamen und dessen adelige Konnotationen annahm.
Kontroversen und rechtliche Herausforderungen
Die Körperwelten-Ausstellungen sahen sich weltweit mit Verbotsanträgen und rechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Eine 2015 am Fuß des Fernsehturms eröffnete Dauerausstellung auf dem Alexanderplatz in Berlin wurde von den Bezirksbehörden angefochten, die argumentierten, sie verstoße gegen regionale Bestattungsgesetze. Nach mehreren Gerichtsurteilen passte das Museum seine Ausstellung an. In Moskau leiteten die Behörden 2021 eine Untersuchung ein, ob die Ausstellung gegen russische Moralvorstellungen und Gesetze verstößt. Religiöse Gruppen und andere Organisationen protestierten häufig gegen die öffentliche Zurschaustellung menschlicher Überreste.
Im Jahr 2002 löste von Hagens eine neue Welle der Kontroversen aus, als er die erste öffentliche Autopsie in London seit 170 Jahren durchführte, die von Fernsehkameras gefilmt wurde. Die Behörden hatten gewarnt, dass die Veranstaltung illegal sein könnte, aber letztendlich wurden keine Anklagen erhoben. Kritiker warfen ihm im Laufe der Jahre Voyeurismus und kommerzielle Profite aus dem Tod vor.
„Mein Vater hat nie akzeptiert, dass Grenzen festgelegt sind. Er brachte die Anatomie aus der geschlossenen Welt der Spezialisten in die Gesellschaft. Sein Mut, seine Beharrlichkeit und sein unerschütterlicher Glaube, dass Bildung der Menschheit dient, werden uns weiterhin leiten.“
Vermächtnis
Das Institut für Plastination beschrieb von Hagens als Pionier, Forscher, Erfinder und Schöpfer, dessen Lebenswerk wissenschaftliche Präzision mit außergewöhnlichem Handwerk, künstlerischem Ausdruck und einem starken Engagement für die Bildung vereinte. Seine Frau Angelina Whalley sagte, seine Arbeit sei wissenschaftlich, lehrreich und zutiefst humanistisch gewesen. Von Hagens selbst bezeichnete die Sterblichkeit einst als die größte Beleidigung der Menschheit. Sein Sohn Rurik von Hagens sagte, er habe die Anatomie aus der geschlossenen Welt der Spezialisten in die Gesellschaft gebracht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The GuardianGunther von Hagens, creator of Body Worlds and plastination, dies aged 81
- rts.chMort de Gunther von Hagens, le créateur de Body Worlds, à 81 ans
- SudOuest.frIl avait inventé la technique de plastination des cadavres, l'anatomiste Gunther von Hagens, qui vient de mourir, sera lui-même " plastiné "
- 20minutesMort de Gunther von Hagens, célèbre pour ses expos controversées de cadavres
- Gunther von Hagens
- Deutscher Anatom, Erfinder der Plastination und Schöpfer der Body-Worlds-Ausstellungen, gestorben am 24. Juli 2026 im Alter von 81 Jahren
- Orte
- Heidelberg, Berlin
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