Verkehr · Coron und Manila

Todeszahl bei Fährbrand auf den Philippinen steigt auf 76 – Einsatzkräfte durchsuchen verkohltes Wrack

Die Bergung von 41 weiteren Leichen aus dem ausgebrannten Wrack der MV June Aster hat die bestätigte Todeszahl auf 76 erhöht, 13 Menschen werden vor der Provinz Palawan noch vermisst.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Reuters, NOS, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Coron, Manila · Philippinen
Wie es dazu kam
  1. 9.09.Feuer bricht an Bord der MV June Aster vor der Insel Coron aus
  2. 11.09.Feuerwehrleute löschen den Brand und bergen 30 weitere Leichen
  3. 12.09.Suchmannschaften bergen 41 weitere Tote, Todeszahl steigt auf 76
  4. 13.09.Forensische Teams beginnen mit der DNA-Beprobung zur Identifizierung der Opfer

Schnell um sich greifendes Feuer vor der Küste von Coron

Die MV June Aster befand sich am Mittwochabend auf den letzten Kilometern ihrer 20-stündigen Reise vom Hafen Baseco in Manila nach Coron, als an Bord Flammen ausbrachen. Die Fähre transportierte 132 registrierte Passagiere und Besatzungsmitglieder, obwohl die Behörden später klarstellten, dass zwei Personen, die auf der Passagierliste standen, das Schiff nicht betreten hatten. Gegen 18:45 Uhr Ortszeit, etwa 2,2 Kilometer vor dem Ziel nahe dem Dorf Marcilla auf der Insel Coron, hüllten dichter Rauch und Flammen die unteren Decks ein. Überlebende Passagiere berichteten von zwei aufeinanderfolgenden Explosionen im Laderaum, bevor das Feuer sich rasch durch die Passagierunterkünfte fraß. Starker Wind beschleunigte die Ausbreitung über die Decks innerhalb von Sekunden und zwang die Passagiere, ins Wasser zu springen, bevor sie Schwimmwesten holen konnten. Retter zogen noch am selben Abend 43 Überlebende – 30 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder – aus dem Meer.

Suchaktionen und Bergung der Toten

Feuerwehrleute brachten den Brand am Freitag unter Kontrolle und betraten das Schiff zum ersten Mal, mehr als einen Tag nach Ausbruch des Feuers. Seegang brachte das treibende Schiff fast acht Seemeilen von seinem ursprünglichen Notlageort entfernt, bevor es vor Coron auf einer Insel auf Grund lief. Die Retter fanden unmittelbar nach dem Unglück zunächst fünf Opfer und bargen am Freitag 30 weitere, wobei die begrenzte Kapazität der Patrouillenboote den ersten Transport erschwerte. Am Samstag bargen Suchtrupps unter der Leitung von Kommandant Geronimo Tuvilla 41 weitere verkohlte Leichen, die sich hauptsächlich im Bereich der Economy-Klasse des Schiffes befanden. Dieser Fund erhöhte die bestätigte Todeszahl von 35 auf 76, 13 Menschen werden weiterhin vermisst. Teams der philippinischen Küstenwache erklärten, dass sich die Zahl noch ändern könne, da geflutete Abteile im Inneren des Schiffes noch nicht vollständig untersucht worden seien.

„Die meisten von ihnen sind bereits in einem verkohlten Zustand.“

Richard Allan Mangalip

Identifizierungsprozess und forensische Herausforderungen

Personal der Küstenwache transportierte die geborgenen Leichen in Säcken zu provisorischen Zelten, die am Hafen von Coron aufgestellt wurden. Forensische Spezialisten der philippinischen Nationalpolizei unter der Leitung von Richard Allan Mangalip haben mit der Entnahme von DNA-Proben von den verkohlten Überresten begonnen. Die Behörden gaben bekannt, dass die Opfer vorübergehend bestattet werden, während die genetischen Tests abgeschlossen werden, da die Schwere der Verbrennungen eine visuelle Identifizierung in den meisten Fällen unmöglich macht. Familien, die nach Angehörigen suchen, werden gebeten, zunächst persönliche Gegenstände und Fotos zu untersuchen, bevor sie Vergleichs-DNA-Proben abgeben. Angehörige haben sich in den Hafenanlagen versammelt und in den sozialen Medien der Gemeinden Anfragen gestellt, um vermisste Passagiere zu finden.

Bestätigte Opfer und Überlebende der MV June AsterPersonen
Bestätigte Tote
76 Personen
Gerettete Überlebende
43 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Ermittlungen zur Sicherheit und Führungsverantwortung

Die philippinische Küstenwache und die Ermittler der Kriminaltechnik haben offizielle Untersuchungen zur Sicherheitskonformität des Schiffes und zu den Notfallmaßnahmen eingeleitet. Die Schifffahrtsbehörden überprüfen die Entscheidungen des Kapitäns in den ersten Minuten des Unglücks und stellten fest, dass sein Name nicht auf der Liste der 43 Überlebenden stand, obwohl es Berichte gibt, dass er noch am Leben sei. Der Schiffsbetreiber Atienza Interisland Ferries gab eine Erklärung ab, in der er volle Transparenz gegenüber den Ermittlern zusicherte und den betroffenen Familien Unterkunft, Transport und medizinische Unterstützung anbot. Interinsel-Fähren bleiben das wichtigste Verkehrsmittel im Archipel mit mehr als 7.000 Inseln, wo es in der Vergangenheit zu mehreren Schiffsunfällen kam, darunter das Kentern einer Fähre vor der Südküste im Januar, bei dem Dutzende Menschen ums Leben kamen.

„Angesichts der Zahl der Vermissten und der Kapazität besteht hier definitiv eine Haftung.“

Noemi Cayabyab

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Quellen und Kontext

Orte
Manila

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