
Brand auf Frachtschiff Ocean Melody in Qingdao fordert mindestens 20 Tote und fünf Vermisste
Ein Feuer brach an Bord des unter liberianischer Flagge fahrenden Schiffes Ocean Melody während Wartungsarbeiten auf der Beihai-Werft in der Provinz Shandong aus und löste Rettungsaktionen für vermisste Besatzungsmitglieder aus.
Feuer bricht auf festgemachtem Frachter aus
Ein Feuer brach am Donnerstag, dem 10. September 2026, um 11:15 Uhr Ortszeit (03:15 Uhr GMT) an Bord des unter liberianischer Flagge fahrenden Frachtschiffs Ocean Melody aus. Das Schiff lag zur Reparatur und Wartung in der Hafenstadt Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong. Insgesamt befanden sich 42 Personen an Bord des Frachters, als das Feuer ausbrach. Nach Angaben chinesischer Staatsmedien kamen bei dem Vorfall mindestens 20 Menschen ums Leben, während Rettungsteams weiterhin nach fünf Vermissten suchen. Einsatzkräfte konnten 12 Menschen sicher von dem Schiff evakuieren, weitere fünf Arbeiter erlitten Verletzungen und wurden in ein Krankenhaus gebracht, wo ihr Zustand als stabil gemeldet wurde.
- Verstorben
- 20 Personen
- Gerettet / evakuiert
- 12 Personen
- Verletzt im Krankenhaus
- 5 Personen
- Vermisst
- 5 Personen
Werftbetrieb und Unternehmensbeziehungen
Das Schiff lag an einer Anlage der Beihai Shipbuilding Co., Ltd., einer großen chinesischen Werft mit Sitz in Qingdao. Beihai Shipbuilding ist eine Tochtergesellschaft des staatseigenen Konzerns China State Shipbuilding Corporation (CSSC), einem der größten Schiffbaukonglomerate der Welt. CSSC bezeichnet sich selbst als den wichtigsten Schiffbauer für die chinesische Marine und ist der größte Entwickler und Hersteller von Handelsschiffen und Offshore-Anlagen des Landes. Der Werftkomplex in Qingdao verfügt über eine jährliche Reparaturkapazität von 212 Schiffen und betreut nationale und internationale Frachtflotten.
Notfallmaßnahmen und Hafenbetrieb
Am frühen Abend zeigten von chinesischen Staatsmedien ausgestrahlte Fotos und Videoaufnahmen die Ocean Melody in einem Reparaturdock, wobei zahlreiche städtische Feuerwehrfahrzeuge direkt vor dem Rumpf positioniert waren. Die Rettungskräfte arbeiteten am Donnerstagnachmittag daran, den Brand zu kontrollieren, Innenräume zu belüften und Suchaktionen nach den vermissten Besatzungsmitgliedern und Werftarbeitern durchzuführen. Die staatlichen Behörden und die Stadtverwaltung von Qingdao haben die Identitäten, Alter oder Nationalitäten der 20 Verstorbenen oder der fünf verletzten Überlebenden noch nicht bekannt gegeben. Die genaue Ursache des Brandausbruchs bleibt unbestätigt; technische Ermittler prüfen, ob Wartungsarbeiten an dem unter fremder Flagge fahrenden Schiff das Feuer ausgelöst haben.
- Ein Feuer bricht an Bord des Frachtschiffs Ocean Melody während Wartungsarbeiten in einem Dock in Qingdao aus.
- Rettungskräfte evakuieren 12 Personen und bringen fünf verletzte Überlebende in ein Krankenhaus.
- Staatsmedien berichten, dass die Rettungsarbeiten für fünf Vermisste fortgesetzt werden, 20 Tote sind bestätigt.
Anweisungen der Zentralregierung und Sicherheitsüberprüfungen
Das Ausmaß der Opfer führte zu sofortigen Anweisungen der obersten Regierungsbeamten in Peking. Der chinesische Präsident Xi Jinping erteilte formelle Anweisungen, in denen er die Regionalbehörden aufforderte, alle notwendigen Ressourcen für die Rettungsaktion bereitzustellen.
Suchen Sie dringend nach den Vermissten, reagieren Sie angemessen und klären Sie die Ursachen schnell auf.
Auch der chinesische Ministerpräsident Li Qiang griff ein und forderte schnelle Maßnahmen, um alle an Bord eingeschlossenen Personen zu befreien und die fünf hospitalisierten Arbeiter medizinisch zu versorgen. Xi wies die Schifffahrts- und Industrieaufsichtsbehörden an, strenge Schlussfolgerungen aus dem Unfall zu ziehen, und ordnete landesweite Inspektionen an, um Brandschutzrisiken auf Werften und Hafenanlagen aufzudecken und zu beseitigen. Offizielle Stellungnahmen wiesen darauf hin, dass Xi bei schweren Industrie- und Naturkatastrophen in der Regel direkt eingreift; erst kürzlich hatte er vergleichbare Einsatzbefehle nach einem tödlichen Sturzflut an der Grenze zwischen Nepal und der Autonomen Region Tibet erlassen.


