Macron besucht Gironde, während Waldbrände 42.000 Hektar verkohlen – er nennt sie die schlimmsten seit dem Zweiten Weltkrieg
Der französische Präsident Emmanuel Macron besuchte am Montag das Krisenzentrum in Bordeaux, erklärte, der Großbrand in der Gironde sei stabilisiert, aber weiterhin virulent, und rief zur nationalen Einheit auf. Er gab außerdem bekannt, dass ein Feuer bei Biscarrosse in der Landes nun gelöscht sei.
Macron besucht Krisenzentrum, während Großbrand in der Gironde wütet
Am Montagnachmittag reiste Präsident Emmanuel Macron zum Feuerwehr-Einsatzzentrum (CODIS) in Bordeaux, wo die Rettungskräfte die Bekämpfung eines massiven Waldbrandes in der Gironde koordinieren. Das Feuer hat bereits 42.000 Hektar vernichtet, und Macron bezeichnete es als das schlimmste in Frankreich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Sie müssen sich klarmachen, dass dies ein Feuer von beispiellosem Ausmaß ist. Das schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg.
Macron wurde von Innenminister Laurent Nuñez begleitet. Er rief zur nationalen Einheit auf und erklärte, jetzt sei nicht die Zeit für Nachbetrachtungen: „Man führt keine Nachbesprechung mitten in der Schlacht durch. Wir bleiben vereint und kämpfen, um die Schlacht überall zu gewinnen.“ Er fügte hinzu, dass die kommenden Wochen schwierig werden.
Ausmaß der Brände und aktueller Stand
Das Feuer in der Gironde, das am Donnerstag nahe Biscarrosse im benachbarten Département Landes ausgebrochen war, ist laut Macron „stabilisiert“, bleibt aber „virulent“ und erfordert in den kommenden Stunden und Tagen äußerste Vorsicht. Das frühere Feuer in der Landes sei nun „gelöscht“, gab er bekannt, obwohl der Brand in der Gironde weiterhin Gemeinden bedroht. Insgesamt sind in Frankreich in diesem Jahr mehr als 116.000 Hektar durch Waldbrände verbrannt, was die Schwere der Saison unterstreicht.
Die Temperaturen sind nach einer kurzen Verschnaufpause wieder gestiegen und schüren erneute Aufflammungen. Die Lage bleibt angespannt, Feuerwehrleute kämpfen rund um die Uhr gegen die Flammen. Der Besuch des Präsidenten sollte die staatliche Unterstützung für die tausenden eingesetzten Kräfte zeigen.
Aufruf zur Wiederaufforstung und Anpassung der Wälder
Über die unmittelbare Brandbekämpfung hinaus betonte Macron die Notwendigkeit, „einen anderen Wald wieder aufzuforsten und aufzubauen“. Er brachte die Katastrophe mit „strukturellen Bedingungen des Klimawandels“ und dem „Druck durch Wohnungsbau und Tourismus, der sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat“, in Verbindung. Der Präsident sagte, Frankreich müsse seine Waldbewirtschaftung an eine wärmere, trockenere Zukunft anpassen.
Wir werden einen anderen Wald wieder aufforsten und aufbauen müssen.
Dies ist eine bemerkenswerte Aussage des französischen Staatschefs, der die Brände eher als Teil einer umfassenderen Herausforderung der Klimaanpassung und nicht als einmalige Katastrophe darstellt. Der Aufruf zu einem „anderen Wald“ deutet auf mögliche Änderungen bei der Artenauswahl, Brandschneisen und Siedlungsmustern in Waldnähe hin.
Verteidigung der Investitionen in den Zivilschutz
Angesichts aufkeimender Kritik, ob Frankreich ausreichend vorbereitet gewesen sei, verteidigte Macron die Bilanz seiner Regierung. Er sagte, die Mittel für den Zivilschutz hätten sich in den letzten zehn Jahren „fast verdoppelt“. „Ich denke, wir haben alle möglichen Mittel eingesetzt“, sagte er zu Reportern. Während er die Notwendigkeit von Demut einräumte, lehnte er eine sofortige Überprüfung ab.
Stimmen der Opposition haben die Einsatzbereitschaft des Staates in Frage gestellt, doch Macrons Botschaft war eine der Entschlossenheit und Kontinuität. Er bestand darauf, dass die Priorität darin liege, die Brände einzudämmen und Leben zu schützen; eine Bewertung der Wirksamkeit der Maßnahmen solle später erfolgen.
Wie es weitergeht
Da das Feuer in der Gironde noch aktiv ist und die Wettervorhersagen weitere Hitze ankündigen, bereiten sich die Behörden auf einen längeren Einsatz vor. Macrons Warnung, dass „die kommenden Wochen hart werden“, signalisiert, dass die Krise noch lange nicht vorbei ist. Der Präsident bekräftigte, dass der Staat die betroffenen Gemeinden langfristig unterstützen werde, auch bei der enormen Aufgabe des Wiederaufbaus und der Wiederaufforstung.
- Feuer entsteht nahe Biscarrosse, Landes
- Macron besucht Gironde: Feuer stabilisiert, aber virulent; Feuer in Landes gelöscht; warnt vor harten Wochen


