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Fußball·vor 2 Std.

Giftskobra: Kupferkopfschlange in Deutschlands WM-Trainingsbasis in North Carolina gefunden

In der deutschen Trainingsbasis in Winston-Salem, North Carolina, wurde eine giftige Kupferkopfschlange entdeckt. Kapitän Joshua Kimmich warnte seine Teamkollegen daraufhin vor der ungewohnten lokalen Tierwelt, während sie sich auf die Weltmeisterschaft 2026 vorbereiten.

Eine unerwünschte Entdeckung in North Carolina

Die deutschen WM-Vorbereitungen begannen mit einem furiosen 7:1-Sieg über Curaçao in Houston, doch die Stimmung im Basislager in Winston-Salem wurde durch die Begegnung mit einer giftigen Kupferkopfschlange getrübt. Kapitän Joshua Kimmich verriet auf einer Pressekonferenz, dass Spieler das Reptil auf dem Gelände des Trainingskomplexes entdeckt hatten und von lokalen Experten erfuhren, dass es giftig sei. Der Vorfall zwingt die Mannschaft, einen ungewohnten Punkt auf ihre Checkliste vor dem Spiel zu setzen: auf den Boden zu schauen, wo sie hintreten.

Wir haben gestern eine Schlange gesehen, uns wurde gesagt, sie sei giftig. Wenn man gebissen wird, muss man ins Krankenhaus. Ich glaube nicht, dass man stirbt, aber es ist auf jeden Fall gefährlich.

Laut der North Carolina Wildlife Resources Commission sind Kupferkopfschlangen für 90 Prozent der giftigen Schlangenbisse im Bundesstaat verantwortlich. Bisse sind schmerzhaft und können starke Schwellungen, Übelkeit und Atembeschwerden verursachen, gelten aber nicht als lebensbedrohlich. Die Kommission rät: Kupferkopfschlangen sollte man in Ruhe lassen.

Ein breiteres Muster im Turnier

Deutschland ist nicht die einzige europäische Mannschaft, die mit der lokalen Fauna zu kämpfen hat. Die Schweizer Nationalmannschaft, die in San Diego stationiert ist, hat vor Turnierbeginn einen Teil ihres Trainingsgeländes als Schlangenzone ausgewiesen. Auch Norwegen, ebenfalls in North Carolina stationiert, wurde vor Kupferkopfschlangen in der Gegend von Greensboro gewarnt. Der norwegische Kapitän Kristian Thorstvedt reagierte wenig begeistert auf die Nachricht.

Das zu hören, macht mich überhaupt nicht glücklich.

Für Spieler, die an europäische Verhältnisse gewöhnt sind, stellt die Anwesenheit giftiger Schlangen eine neue Ablenkung dar. Deutschland beherbergt sieben Schlangenarten, von denen nur zwei giftig sind, und Begegnungen mit gefährlichen Exemplaren sind selten. In Teilen der USA hingegen sind solche Risiken für jeden, der in der Nähe von bewaldeten oder grasbewachsenen Gebieten trainiert, an der Tagesordnung.

Kimmichs Perspektive

Kimmich, Profi beim FC Bayern München und begeisterter Gärtner, nutzte einen Teil seiner Medienzeit, um über die lokalen Magnolienbäume zu sprechen – größer und mit häufigeren Blüten als ihre deutschen Pendants –, doch die Begegnung mit der Schlange dominierte das Gespräch. Er beschrieb den Sinneswandel, der nötig sei, wenn ein giftiges Reptil ins Spiel kommt.

In Deutschland macht man sich Gedanken über Taktik, Verletzungen und den nächsten Gegner. Hier muss man auch daran denken, was sich im Gras verstecken könnte.

Er fügte hinzu, dass die Situation, sobald die Spieler die Art und die möglichen Folgen eines Bisses kannten, sehr schnell aufgehört habe, amüsant zu sein. Das Team versuche nun, Abstand zu den Tieren auf dem Gelände zu halten, und Kimmich räumte einen neu gewonnenen Respekt für die lokale Umgebung ein.

Deutschlands Wildtier-Zeitleiste der WM 2026
  1. Deutschland schlägt Curaçao 7:1 in Houston, Auftaktspiel des Turniers.
  2. Kupferkopfschlange im Trainingslager in Winston-Salem entdeckt; Kimmich informiert die Medien.
  3. Deutschland trifft in Toronto auf die Elfenbeinküste, zweites Gruppenspiel.
  4. Deutschland spielt in East Rutherford, New Jersey, gegen Ecuador.

Turnierkontext und Ausblick

Deutschlands Auftaktsieg macht den Einzug in die K.o.-Runde so gut wie sicher, sodass die Tage zwischen den Spielen auf der Nachrichtenebene relativ ruhig bleiben. Das Schlangendrama – Schlangenalarm auf Deutsch – hat diese Lücke gefüllt. Es ist nicht das erste Mal, dass Wildtiere ein deutsches Turnierlager stören: Während der Europameisterschaft 2024 in Herzogenaurach, Bayern, zwang eine Mückenplage die Mannschaft nach Überschwemmungen und warmem Wetter, die zu Rekordzahlen an Insekten führten, ins Gebäude und erschöpfte die lokalen Vorräte an Abwehrmitteln.

Deutschland trifft am Samstag in Toronto auf die Elfenbeinküste und dann in East Rutherford, New Jersey, auf Ecuador. Die Begegnung mit der Kupferkopfschlange, wenn auch nicht lebensbedrohlich, fügt einer Mannschaft, die den fünften WM-Titel anstrebt, eine ungewöhnliche Wachsamkeitsebene hinzu.

Winston-Salem · Toronto · San Diego · Greensboro

5 Quellen

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