Konflikte · Maskat und Straße von Hormuz
Über 1.000 Schiffe blockiert: Verkehr in der Straße von Hormuz nach US-Iran-Abkommen wieder auf etwa einem Drittel des Normalmaßes, Iran und Oman beraten über künftige Gebühren
Eine Woche nach einer Waffenstillstands-Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran erreichte der tägliche Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz am Montag mit 36 bis 42 Schiffen einen kriegsbedingten Höchststand, etwa ein Drittel des Friedensniveaus, während der Versicherer Allianz schätzt, dass mehr als 1.000 Schiffe mit einer Ladung im Wert von 125 Milliarden Dollar blockiert bleiben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Le Soir, LesEchos.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Mindestens 36 Rohstofftransporter und bis zu 42 Handelsschiffe passierten am Montag die Straße von Hormuz – die höchste tägliche Zahl seit Kriegsbeginn, etwa ein Drittel des Friedensniveaus.
Die Allianz schätzt, dass mehr als 1.000 Schiffe blockiert sind, mit einer Ladung im Wert von 125 Milliarden Dollar. Andere Schätzungen reichen von 1.500 bis 3.000 Schiffen mit rund 20.000 Besatzungsmitgliedern an Bord.
Eine gemeinsame Arbeitsgruppe wird die Kosten für die Verwaltung der Meerenge prüfen. Die Absichtserklärung untersagt Gebühren für 60 Tage, aber der Iran besteht darauf, langfristig Schifffahrtsdienstgebühren zu erheben.
Rund 20 % des weltweiten Öls und LNG passieren normalerweise die Meerenge. Die Ölpreise fielen um 2 %, während Millionen Barrel die Meerenge passierten, aber Kpler warnt, dass die Minenräumung unvollständig ist und die Routen riskant bleiben.
- 20.06.Verkehr steigt auf 28 Schiffe.
- 21.06.Verkehr erreicht 32 Schiffe.
- 23.06.Kriegsrekord: 36–42 Handelsschiffe passieren die Meerenge. Iran und Oman kündigen gemeinsame Arbeitsgruppe zur Verwaltung der Meerenge an.
Waffenstillstand und Wiederaufnahme des Verkehrs
Genau eine Woche nachdem Washington und Teheran eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges unterzeichnet hatten, zeigen Schiffsverfolgungsdaten eine vorsichtige Rückkehr zur Straße von Hormuz. Kpler verzeichnet am Montag mindestens 36 Rohstofftransporter, die die Meerenge passierten, der geschäftigste Tag seit Beginn der Feindseligkeiten am 28. Februar. AXSMarine beziffert die Gesamtzahl, einschließlich Containerschiffen, auf 42. Vor dem Krieg passierten durchschnittlich 120 bis 138 Handelsschiffe pro Tag die Meerenge; der aktuelle Strom entspricht etwa einem Drittel dieser Norm. Die Hauptroute ist weiterhin vermint, so dass die Schiffe die schmalere nördliche Fahrrinne in iranischen Hoheitsgewässern und die südliche Fahrrinne in omanischen Hoheitsgewässern nutzen.
Massive Rückstau blockierter Schiffe
Trotz der Fortschritte hält die See immer noch eine riesige Flotte als Geisel. Die Allianz schätzt, dass mehr als 1.000 Schiffe im Golf festsitzen, deren Rümpfe und Ladungen auf rund 125 Milliarden Dollar geschätzt werden. Der Weltschifffahrtsrat schätzt die Zahl auf 1.500 bis 3.000 Schiffe mit fast 20.000 Seeleuten, wobei eine genaue Zahl aufgrund der weit verbreiteten GPS-Manipulation in der Region schwer zu ermitteln ist. Seit Beginn des Konflikts wurden 46 Angriffe auf Handelsschiffe registriert, der letzte physische Angriff wurde am 10. Juni verzeichnet.
„Der Seehandel ist Geisel des Konflikts.“
„Die unmittelbare Priorität ist die Gewährleistung der Sicherheit der Seeleute und Schiffe, die noch in der Zone festsitzen.“
Auswirkungen auf den Ölmarkt
Normalerweise passieren etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und der verflüssigten Erdgase die Meerenge. Die Ölpreise fielen am Montag um 2 Prozent, und US-Präsident Donald Trump behauptete, dass an einem Tag 19 Millionen Barrel die Meerenge verlassen hätten, was er als Rekord bezeichnete. Der Markt bleibt jedoch fragil. Kpler warnt, dass weiterhin Vorsicht geboten sei, da die Minenräumung noch nicht abgeschlossen sei und viele Schiffe weiterhin geheime oder von Iran kontrollierte Routen nutzten.
„Gestern verließen 19 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormuz, ein absoluter Rekord. Die Ölpreise brechen ein und die Welt ist viel sicherer!“
Iran und Oman beanspruchen Souveränität, beraten über Gebühren
Am Dienstag kündigten der Iran und Oman eine gemeinsame Arbeitsgruppe an, um die künftige Verwaltung der Meerenge und die Kosten für die Schifffahrtsdienste zu prüfen. In einer gemeinsamen Erklärung wurde die Souveränität beider Staaten über ihre Hoheitsgewässer betont, während der omanische Außenminister postete, dass beide Seiten sich zu einer „gebührenfreien sicheren Durchfahrt“ verpflichtet fühlten. Die mit den USA unterzeichnete Absichtserklärung untersagt dem Iran für 60 Tage die Erhebung von Gebühren, doch Teheran hat bereits die Behörde für die Persische Golfstraße eingerichtet und besteht darauf, letztlich sogenannte Schifffahrtsdienstgebühren, nicht aber Durchfahrtsgebühren, zu erheben.
„Die Verwaltung der Meerenge wird niemals zu dem zurückkehren, was sie vor dem Krieg war. Der Iran wird sie verwalten.“
Widersprüchliche Signale zur Sicherheit
Zwei Tage vor dem Anstieg des Verkehrs hatte der Iran nach Zusammenstößen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon eine erneute Schließung der Meerenge angekündigt, doch US-Vizepräsident JD Vance erklärte, es gebe keine Anzeichen dafür, dass der Iran sie tatsächlich wieder blockiert habe. Die USA und der Iran führen nun Gespräche in der Schweiz, obwohl die Diplomatie als fragil beschrieben wird. Die Allianz warnt davor, dass es selbst bei einer Normalisierung der Schifffahrtsbedingungen Wochen dauern werde, den Rückstau der festsitzenden Tonnage abzuarbeiten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La Libre.beGuerre au Moyen-Orient - L'assureur Allianz estime que plus d'un millier de navires sont bloqués dans le Golfe
- Le SoirRecord de trafic à Ormuz : le détroit retrouve un tiers de son activité
- LesEchos.frAccord au Moyen-Orient : le trafic reprend dans le Golfe, un plan d'évacuation pour les marins bloqués
- France 24Iran, Oman mull charging Strait of Hormuz maritime service fees
- Justus Heinrich
- Experte für Seeversicherungen bei der Allianz Commercial
- Joe Kramek
- CEO des Weltschifffahrtsrates
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten
- Abbas Araghchi
- Außenminister des Iran
- Mohammad Bagher Ghalibaf
- Iranischer Chefverhandler und ehemaliger Parlamentssprecher
- Haitham bin Tariq
- Sultan von Oman
- Badr Albusaidi
- Außenminister von Oman
- JD Vance
- Vizepräsident der Vereinigten Staaten
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