
Handelsschiff mit US-Kohle für Ukraine vor rumänischer Küste durch mögliche Drohne oder Mine beschädigt
Die Christiana B, ein unter liberianischer Flagge fahrender Massengutfrachter, war auf dem Weg von Norfolk, Virginia, in die Ukraine, als sie in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli etwa 22 Seemeilen südöstlich von Sfântu Gheorghe, Rumänien, Schäden an Laderaum Nr. 6 erlitt.
Der Vorfall
Der unter liberianischer Flagge fahrende Massengutfrachter Christiana B, der Kohle aus Norfolk, Vereinigte Staaten, in die Ukraine transportierte, setzte in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli 2026 einen Notruf ab, nachdem er in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens Schäden erlitten hatte. Das Schiff befand sich etwa 22 Seemeilen (ca. 40,7 Kilometer) südöstlich von Sfântu Gheorghe, Kreis Tulcea, als die Besatzung einen Bruch an Laderaum Nr. 6 meldete. Der Kapitän des Schiffes informierte die Behörden, dass es keine Verletzten gebe und die Besatzung keine Evakuierung mehr benötige. Das Schiff wurde als fahrtüchtig eingestuft, um zur technischen Überprüfung und Reparatur an Land zu gehen.
Es gibt keine verletzten Personen und die Besatzung beantragt keine Evakuierung mehr.
## Notfallmaßnahmen
Das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Rumäniens, das zur Rumänischen Seeschifffahrtsbehörde gehört, empfing den Notruf über den internationalen Seefunkkanal und leitete spezifische Einsatzmaßnahmen ein. Zwei Seenotrettungsschiffe, SAR Apollo und SAR Artemis, die von der Rumänischen Agentur zur Rettung von Menschenleben auf See (ARSVOM) betrieben werden, wurden zum Unglücksort entsandt. Ein Hubschrauber der Generalinspektion der Luftfahrt des Innenministeriums führte eine Luftaufklärung zur Lagebeurteilung durch. Die Abteilung für Notsituationen (DSU) bestätigte den Einsatz und erklärte, dass alle relevanten Stellen zusammenarbeiten.
- Die Christiana B setzt über den internationalen Seefunkkanal einen Notruf ab und meldet Schäden sowie eine mögliche Evakuierung der Besatzung.
- Das MRCC leitet die Rettungsaktion ein; SAR Apollo und SAR Artemis begeben sich zum Unglücksort.
- Ein Hubschrauber der Generalinspektion der Luftfahrt führt eine Luftaufklärung durch.
- Der Kapitän bestätigt, dass es keine Verletzten gibt und die Besatzung keine Evakuierung mehr benötigt; das Schiff kann zur technischen Überprüfung an Land gehen.
Die rumänischen Behörden beobachten die Lage und halten die operative Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Institutionen aufrecht, wobei betont wird, dass die Informationen vorläufig sind und im Zuge der Ermittlungen aktualisiert werden können.
Mögliche Ursache
Erste Einschätzungen deuten darauf hin, dass der Schaden an Laderaum Nr. 6 durch einen Angriff einer Seedrohne oder die Explosion einer Seemine verursacht worden sein könnte. Die genaue Ursache wird noch untersucht. Der Vorfall folgt auf ein ähnliches Ereignis nur zwei Tage zuvor, bei dem ein anderes Handelsschiff, das Flüssiggas (LPG) transportierte, im Schwarzen Meer getroffen wurde und einen Großbrand an Bord auslöste. Dieser frühere Vorfall ereignete sich laut HotNews.ro etwa 40 Kilometer von Sfântu Gheorghe entfernt.
Erste Bewertungen deuten darauf hin, dass der Schaden an Laderaum Nr. 6 durch den Einschlag einer Seedrohne oder die Explosion einer Seemine verursacht worden sein könnte.
Weiterer Sicherheitskontext
Das Schwarze Meer ist seit der Eskalation des Krieges in der Ukraine einem erhöhten Risiko für die Handelsschifffahrt ausgesetzt. Seeminen und unbemannte Wasserfahrzeuge wurden im Konflikt umfassend eingesetzt, und mehrere Handelsschiffe wurden in der Region beschädigt oder versenkt. Der Vorfall der Christiana B unterstreicht die anhaltende Gefahr für Schiffe, die das westliche Schwarze Meer durchqueren, selbst innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone eines NATO-Mitgliedstaates. Die rumänischen Behörden haben keine Verantwortlichkeit zugewiesen, und die Ermittlungen dauern an.
Wie es weitergeht
Die Christiana B wird voraussichtlich die rumänische Küste erreichen, um einer vollständigen technischen Untersuchung unterzogen zu werden. Die Rumänische Seeschifffahrtsbehörde und die DSU werden die Lage weiterhin beobachten und mit anderen Behörden koordinieren. Weitere Aktualisierungen werden erwartet, sobald die Ermittlungen die Ursache des Schadens klären.
