Trump ernennt Will Scharf zum Rechtsberater des Weißen Hauses und ersetzt David Warrington am 1. September
Präsident Donald Trump ernannte am 9. August den Stabssekretär des Weißen Hauses, Will Scharf, zu seinem nächsten Rechtsberater des Weißen Hauses. Er ersetzt David Warrington mit Wirkung zum 1. September – Monate vor den Zwischenwahlen im November.
Personalwechsel im Büro des Rechtsberaters des Weißen Hauses
Präsident Donald Trump gab am 9. August bekannt, dass Will Scharf, derzeit Stabssekretär des Weißen Hauses, mit Wirkung zum 1. September zum Rechtsberater des Weißen Hauses und Assistenten des Präsidenten ernannt wird. Scharf ersetzt David Warrington, der die Regierung in die Privatwirtschaft verlässt. Warrington war Anwalt für Trumps Wahlkampf 2024 und arbeitete zuvor bei der Dhillon Law Group, der Kanzlei der derzeitigen stellvertretenden US-Justizministerin Harmeet K. Dhillon, wo er Persönlichkeiten wie Michael Flynn und Sebastian Gorka vertrat. Trump lobte Warrington für seine „wirklich herausragende Arbeit“ und beschrieb Scharf als jemanden, den er gut kenne, und merkte an, dass Scharf ihn in zahlreichen Fällen, darunter vor dem Obersten Gerichtshof, vertreten habe.
Der Wechsel ist eine der wenigen bedeutenden Personalveränderungen im Westflügel seit Trumps Rückkehr ins Amt im Januar 2025. Das Büro des Rechtsberaters des Weißen Hauses berät in rechtlichen und politischen Fragen der Präsidentschaft, ist die wichtigste Kontaktstelle zum Justizministerium, bearbeitet Präsidentenbegnadigungen, arbeitet an Richterernennungen, prüft Gesetze und verwaltet Kongressuntersuchungen sowie Klagen gegen den Präsidenten in seiner amtlichen Funktion.
Scharfs Hintergrund und Verbindungen zu Trump
Scharf, 40, stieß 2023 zu Trumps Rechtsteam und arbeitete am Bundesverfahren zur Wahlbeeinflussung des ehemaligen Sonderermittlers Jack Smith. Er war Teil des Teams, als der Fall den Obersten Gerichtshof erreichte, der 2024 entschied, dass Präsidenten weitgehende Immunität vor Strafverfolgung für Amtshandlungen genießen. Während Trumps erster Amtszeit arbeitete Scharf an der Bestätigung von Bundesrichtern, darunter der Obersten Richter Brett Kavanaugh und Amy Coney Barrett. Bevor er ins Weiße Haus kam, kandidierte Scharf 2024 erfolglos für das Amt des Justizministers von Missouri.
Nach Trumps Rückkehr ins Amt wurde Scharf Stabssekretär, verwaltete die Dokumente, die den Präsidenten erreichten, und stand ihm bei Unterzeichnungen von Durchführungsverordnungen häufig zur Seite, um die Einzelheiten zu erläutern. Die New York Times beschrieb Scharf als „tief konservativen Anwalt“, der einige der extremsten Elemente der Agenda des Präsidenten übernommen habe, aber gelegentlich Bedenken zu Angelegenheiten geäußert habe, von denen er glaubte, dass sie die Präsidentschaft gefährden könnten – darunter, als Trump und Politikberater Stephen Miller erwogen, Verfahrensrechte für Undokumentierte auszusetzen.
Die Kontroverse um den Ballsaal und die NCPC-Rolle
Im Juli 2025 ernannte Trump Scharf zum Vorsitzenden der National Capital Planning Commission (NCPC), der Behörde, die für Bau und größere Renovierungen von Regierungsgebäuden in der Region Washington zuständig ist. Die NCPC genehmigte im April Trumps 400-Millionen-Dollar-Ballsaal, der auf dem Gelände des abgerissenen Ostflügels geplant ist. Scharf beschleunigte auch die Prüfungen von Trumps geplantem Triumphbogen, der voraussichtlich auf der nächsten öffentlichen Sitzung der Kommission im September genehmigt wird.
Am Freitag, den 7. August, entschied ein geteiltes Bundesberufungsgericht, dass die Bauarbeiten am Ballsaal gestoppt werden müssen, da der Kongress das Projekt nicht genehmigt hatte. Trump hat Berufung beim Obersten Gerichtshof angekündigt. Das Projekt hat bereits begonnen, auf der Ostseite des Weißen Hauses aus dem Boden zu wachsen.
- Trump ernennt Scharf zum Vorsitzenden der National Capital Planning Commission
- NCPC erteilt endgültige Genehmigung für den 400-Millionen-Dollar-Ballsaal im Weißen Haus
- Ein geteiltes Bundesberufungsgericht ordnet Baustopp für den Ballsaal an, mit Verweis auf fehlende Zustimmung des Kongresses
- Trump gibt Scharf als nächsten Rechtsberater des Weißen Hauses bekannt, ersetzt David Warrington
- Scharf tritt offiziell sein Amt als Rechtsberater des Weißen Hauses und Assistent des Präsidenten an
Politischer Zeitplan
Der Personalwechsel erfolgt Monate vor den Zwischenwahlen im November, bei denen Trumps Republikanische Partei um die Beibehaltung der Kontrolle über den Kongress kämpfen wird. Die Demokraten haben angekündigt, Untersuchungen gegen Trump und seine Regierung einzuleiten, falls sie im November gewinnen. Trump gab nicht bekannt, wer Scharf als Stabssekretär nachfolgen wird – eine Rolle, die den Papiereingang beim Präsidenten verwaltet.

