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Konflikte·vor 2 Std.

AKW Saporischschja nach dreitägigem Stromausfall wieder ans Netz angeschlossen

Das von Russland kontrollierte Kernkraftwerk Saporischschja wurde am Samstag nach fast drei Tagen ohne externe Stromversorgung wieder an das ukrainische Netz angeschlossen. Dies sei der längste derartige Ausfall am Standort seit Kriegsbeginn, teilte die IAEO mit.

Stromversorgung nach lokaler Waffenruhe wiederhergestellt

Das Kernkraftwerk Saporischschja wurde am Samstag wieder an das externe Stromnetz angeschlossen, gab die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) bekannt. Der Strom war am Mittwochabend ausgefallen, nachdem ein Angriff ein Umspannwerk getroffen hatte. Während einer lokalen Waffenruhe wurden Reparaturen an einer Ersatzleitung durchgeführt, sodass die Leitung wiederhergestellt werden konnte.

Mit einer Dauer von fast drei Tagen war dieser Stromausfall einer der längsten, den der Standort erlebt hat, was die extreme Fragilität des Stromnetzes unterstreicht.

International Atomic Energy Agency (IAEO)

Dieselgeneratoren hielten Reaktoren kühl

Während des externen Stromausfalls musste das Kraftwerk auf Notstrom-Dieselgeneratoren zurückgreifen, um die Kühlung seiner Reaktoren aufrechtzuerhalten. Die IAEO bestätigte, dass keine Radioaktivitätsfreisetzung festgestellt wurde und die Strahlungswerte normal blieben. Die Anlage ist das größte Kernkraftwerk Europas; seine sechs Reaktoren befinden sich im Stillstand, jedoch wird ständig Strom benötigt, um die Kühl- und Sicherheitssysteme zu betreiben.

19. Verlust der externen Stromversorgung seit der Invasion

Dieser Vorfall markiert das 19. Mal, dass das Kraftwerk seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine im Februar 2022 seine gesamte externe Stromversorgung verloren hat. Die Ukraine und Russland beschuldigen sich gegenseitig wiederholt, durch Angriffe in der Nähe des Geländes eine nukleare Katastrophe zu riskieren. Die Hauptstromleitung des Kraftwerks ist seit dem 24. März unterbrochen und muss noch repariert werden, fügte die IAEO hinzu.

Fragiles Netz nahe der Frontlinie

Saporischschja bleibt unter russischer Militärkontrolle und liegt nahe der Frontlinie in der Südukraine. Die wiederholten Ausfälle unterstreichen die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur in der Konfliktzone, auch wenn internationale Beobachter betonen, dass die Sicherheitssysteme bisher einen radioaktiven Zwischenfall verhindert haben.

Saporischschja

6 Quellen

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