Regierung · Pontida und Mailand

Matteo Salvini kündigt für Oktober außerordentlichen Parteitag an, um Lega-Dissidenz bei Pontida-Kundgebung zu begegnen

Lega-Chef Matteo Salvini hat während der jährlichen Pontida-Versammlung einen außerordentlichen Parteitag für Oktober 2026 angekündigt, um sich nach Reibereien mit norditalienischen regionalistischen Strömungen ein direktes Mandat zu holen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, Adnkronos, Tgcom24 und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2026, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2019
Wie es dazu kam
  1. 19.09.Giuseppe Leoni und Roberto Calderoli pflanzen einen Gedenkolivenbaum zu Bossis 85. Geburtstag
  2. 20.09.Pontida-Wiese wird Bossi gewidmet, während Matteo Salvini einen außerordentlichen Parteitag ausruft
  3. Oktober 2026Vorgeschlagener außerordentlicher Lega-Parteitag

Ankündigung des außerordentlichen Parteitags

Matteo Salvini wandte sich am 20. September 2026 auf der Pontida-Wiese an die Parteimitglieder und kündigte an, den Bundesrat der Partei in Mailand einzuberufen, um einen außerordentlichen Parteitag im Oktober zu organisieren. Angesichts zunehmender Spannungen mit norditalienischen Regionalisten erklärte Salvini, er werde sich per Handzeichen ein direktes Mandat von den Delegierten holen. Er merkte an, dass er seine Führung täglich hinterfrage und bereit sei, zu prüfen, ob er noch das Vertrauen der Parteibasis besitze. Salvini warnte, dass jeder öffentliche Dissens nach der Abstimmung den Basismilitanten schaden und politischen Rivalen auf der Linken helfen würde. Massimiliano Romeo, der Fraktionschef der Lega im Senat, sagte, die norditalienischen Vertreter hätten die Ankündigung nicht erwartet und würden in den kommenden Tagen mögliche alternative Führungsangebote prüfen.

„Ich werde den Bundesrat der Lega einberufen und im Oktober vorschlagen, einen außerordentlichen Parteitag der Lega einzuberufen, um gemeinsam zu entscheiden und geeint zu marschieren.“

Matteo Salvini, Bundessekretär

Gedenkfeier für Umberto Bossi

Die jährliche Versammlung war die erste seit dem Tod des Parteigründers Umberto Bossi am 19. März 2026. Die Organisatoren widmeten die Pontida-Wiese offiziell Bossi und enthüllten eine Gedenktafel zu Ehren des Mannes, der seinem Volk erstmals eine Stimme und seinem Land Stolz gab, verziert mit den Emblemen der Sonne der Alpen und Alberto da Giussano. Alessandro Morelli eröffnete die Bühnenveranstaltung mit einer Videohommage, bevor der Tenor Davide Pastorino „Va, pensiero“ sang. Am 19. September, dem 85. Geburtstag Bossis, pflanzten Mitbegründer Giuseppe Leoni und Roberto Calderoli einen Olivenbaum in der Nähe der Abtei, in der am 22. März die Beerdigung Bossis stattgefunden hatte, und begossen ihn mit einer original Ampulle, die an der Po-Quelle am Monviso gefüllt worden war.

Norditalienische Autonomie und Bürgermeisterkandidatur für Mailand

Die internen Debatten drehten sich um das Gleichgewicht zwischen der traditionellen norditalienischen Autonomie und der nationalen souveränistischen Ausrichtung, die von der Parteiführung vorangetrieben wird. Luca Zaia, der Präsident Venetiens, bestand darauf, dass die norditalienischen Industrieregionen als Lokomotive der italienischen Wirtschaft gezielte wirtschaftliche Unterstützung benötigen. Salvini entgegnete, dass die regionale Autonomie in der Lombardei durch nationalistische Allianzen in ganz Europa gegen EU-Verordnungen verteidigt werden müsse. In seiner Rede sprach Salvini auch eine formelle Unterstützung für Silvia Sardone als gemeinsame Mitte-Rechts-Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Mailand aus und gelobte, die amtierende linke Stadtverwaltung bei den anstehenden Kommunalwahlen zu besiegen.

„Das Südproblem muss gelöst werden, aber es gibt auch ein Nordproblem, denn der Norden ist die Lokomotive Italiens und braucht Antworten, sonst wird dieses Land in eine schlimme Lage geraten.“

Luca Zaia, Präsident

Medienkonfrontation und Delegiertenreaktionen

Salvini betrat die Bühne in einem weißen Hemd und erhielt fünf Minuten Applaus von den Delegierten, während der Organisator Eugenio Zoffili die Menge anführte und ein Leichtflugzeug mit einem Banner zur Unterstützung des Anführers überflog. Jugenddelegationen auf dem Campingplatz skandierten Parolen, die regionale Autonomie für Venetien sowie Remigrationspolitik forderten. In Auseinandersetzung mit der Berichterstattung von Medien wie Il Foglio und La Repubblica wies Salvini Behauptungen zurück, die Pontida-Wiese sei leer gewesen, und verurteilte Artikel, die die versammelten Militanten als Söldner bezeichneten. Salvini schloss daraus, dass interne Parteistreitigkeiten in die Ortsverbände und nicht in Fernsehstudios gehörten, vor der für den 21. September in Mailand anberaumten Sitzung des Bundesrates.

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Quellen und Kontext

Pontida, Mailand · Italien

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