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Heutiger Brief

Dänemark verliert 8,8 Millionen Datensätze

Sánchez ruft Wahl aus, Kriege weiten sich aus und Märkte bestrafen Europas schwache Fiskalanker

Die Politik des Tages hatte einen säuerlichen fiskalischen Beigeschmack: Spanien entschied sich für Neuwahlen, Frankreich verunsicherte die Anleihemärkte, und Brasilien steuerte auf eine hart umkämpfte Stichwahl zu. Die Nachrichten zur Sicherheitslage waren düsterer: Flugzeuge wurden aus Großbritannien verlegt, Schiffe brannten im Schwarzen Meer, und eine von Saudi-Arabien unterstützte Offensive setzte Jemen wieder auf die Karte des Roten Meeres.

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  • Pest-Tote und Quarantäne in Sibirien

    Das ECDC prüft Berichte über einen tödlichen Laborvorfall in Sibirien. Russische Behörden stufen den Fall als ungeklärte Lungenentzündung ein.

  • US-Supreme Court verhandelt Klimaklage

    Die Richter hören Argumente im Prozess der Stadt Boulder gegen ExxonMobil und Suncor Energy wegen Klimaschäden.

  • Vorgezogene Parlamentswahl in Spanien

    König Felipe VI. unterzeichnete das Dekret für Neuwahlen per Telematik aus Helsinki. Damit formalisiert er den von Premier Sánchez eingeleiteten Prozess.

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Welt · Aktualisiert vor 10 m

Der Nahe Osten nach Gaza

Araghchis Aussage, es gebe keine militärische Lösung, und Netanjahus Gedenkgelübde sind Positionsbekräftigungen; Verstöße gegen die Waffenruhe in Gaza verursachten drei Verletzte.

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Konflikte·vor 3 Std.

Gericht in Ulm verurteilt drei Personen wegen Auspuff-Sabotage vor der Wahl in vier Bundesländern

Das Amtsgericht Ulm verurteilte zwei Männer zu Geldstrafen von je 3.000 Euro und eine Frau zu gemeinnütziger Arbeit, weil sie vor der Bundestagswahl 2025 Bauschaum in Autoauspuffe gesprüht und politische Aufkleber angebracht hatten.

Urteil am Amtsgericht Ulm

Das Amtsgericht Ulm verurteilte am 5. Oktober 2026 drei junge Angeklagte wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung im Zusammenhang mit einer koordinierten Sabotagekampagne gegen geparkte Fahrzeuge Ende 2024. Das Gericht verhängte gegen zwei Männer im Alter von 18 und 22 Jahren nach Jugendstrafrecht Geldstrafen von je 3.000 Euro zugunsten der Staatskasse. Eine 21-jährige Frau, die nur an einem der Angriffe beteiligt war, wurde zu 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte Geldstrafen von 5.000 Euro für jeden männlichen Angeklagten und 80 Stunden gemeinnützige Arbeit für die Frau gefordert. Alle drei Angeklagten legten zum Auftakt der Verhandlung im Ulmer Justizgebäude über ihre Verteidiger vollumfängliche Geständnisse ab und erklärten, ihre Taten zutiefst zu bereuen. Das Verfahren gegen einen vierten Tatverdächtigen wurde eingestellt, weil er bereits im Zusammenhang mit einer anderen Verurteilung inhaftiert war.

Koordinierte Angriffe in vier Bundesländern

Die Gruppe attackierte im Dezember 2024 Fahrzeuge in vier deutschen Bundesländern und verübte Sachbeschädigungen in Blaubeuren, Langenau und Ulm in Baden-Württemberg, in Neu-Ulm in Bayern, in Schönefeld in Brandenburg sowie in Berlin. Aufnahmen von Überwachungskameras vom 11. Dezember 2024 zeigten, wie die Täter um 01:59 Uhr neben geparkten Fahrzeugen anhielten, um die Sabotage auszuführen. Die Täter füllten Auspuffrohre mit Bauschaum, der im Inneren der Abgasanlage aushärtet und schwere Fahrzeugschäden verursacht. Gleichzeitig brachten sie Aufkleber auf Karosserien und Fensterscheiben an, die den Slogan "SEI GRÜNER" neben einem Foto des damaligen Bundesministers für Wirtschaft, Robert Habeck, zeigten. Die Staatsanwaltschaft erfasste 20 separate Sachbeschädigungen mit einem Gesamtschaden von 13.663,82 Euro. Die Verdächtigen wurden nach einer Polizeikontrolle in Brandenburg festgenommen, bei der die Beamten Bauschaumdosen und politische Aufkleber im Fahrzeug fanden.

Zeitlicher Ablauf der Fahrzeug-Sabotagekampagne und des Verfahrens
  1. 11. Dez., 01:59Überwachungskameras zeichnen auf, wie Verdächtige Bauschaum in Auspuffrohre sprühen
  2. 2025-02In Deutschland finden Bundestagswahlen statt, die Ziel der Anti-Grünen-Aufkleberaktion waren
  3. 2025-05Die Staatsanwaltschaft Ulm erhebt Anklage wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung gegen die Gruppe
  4. 5. Okt. 2026Das Amtsgericht Ulm verurteilt drei Angeklagte nach vollumfänglichen Geständnissen

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Kopfgelder und ausländische Drahtzieher

Die Angeklagten, die aus Bosnien, Serbien und Rumänien nach Deutschland gekommen waren, arbeiteten in einer koordinierten Arbeitsteilung. Eine Person sprühte den Bauschaum, eine zweite brachte die politischen Aufkleber an, und die dritte fotografierte den angerichteten Schaden. Die Ermittler stellten fest, dass die Kampagne darauf angelegt war, die Wählerstimmung vor der Bundestagswahl im Februar 2025 gegen die Grünen zu beeinflussen. Den Tätern wurden 100 Euro für jedes beschädigte Fahrzeug versprochen. Ein Verdächtiger gab zunächst an, die Aufträge seien von einem serbischen Staatsbürger mit Sitz in Russland erteilt worden, doch der 18-jährige Angeklagte erklärte über seinen Anwalt, er kenne den Organisator nicht. Der Vorsitzende Richter stellte zu Beginn des Verfahrens klar, dass ausländische oder inländische Organisatoren nicht Gegenstand des Verfahrens seien, und wies darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen unbekannte Hintermänner nach Ausschöpfung aller Ermittlungsansätze eingestellt habe.

Geforderte und verhängte Geldstrafen im Ulmer Fahrzeug-Sabotageprozess · €
Forderung der Staatsanwaltschaft (pro männlichem Angeklagten)
5.000
Verhängte Geldstrafe (18-jähriger Angeklagter)
3.000
Verhängte Geldstrafe (22-jähriger Angeklagter)
3.000
Forderung der Staatsanwaltschaft (pro männlichem Angeklagten)
5000 €
Verhängte Geldstrafe (18-jähriger Angeklagter)
3000 €
Verhängte Geldstrafe (22-jähriger Angeklagter)
3000 €

Warnungen des Verfassungsschutzes vor Einwegagenten

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat vor Bemühungen russischer Nachrichtendienste gewarnt, Kleinkriminelle und junge Rekruten als Einwegagenten für Sabotage, Propaganda und Überwachung in ganz Deutschland anzuwerben. Die deutschen Behörden stufen diese Stellvertreteroperationen als Teil einer breiteren hybriden Kampagne ein. In einer öffentlichen Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages am 5. Oktober 2026 befasste sich der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Martin Jäger, mit dem wachsenden Ausmaß niedrigschwelliger ausländischer Sabotage.

Russland führt einen Schattenkrieg gegen uns.

— Martin Jäger

Die deutschen Sicherheitsbehörden beobachten weiterhin ausländische Anwerbenetzwerke, die Sachbeschädigungen und Störungen auf niedriger Ebene in Auftrag geben, ohne offizielle Nachrichtenoffiziere einzusetzen.

Ulm · Berlin · Schönefeld · Neu-Ulm
Robert HabeckMartin Jäger
UlmBerlinMartin JägerNeu-UlmRobert HabeckSchönefeldBerlinGermany

8 Quellen

  • Sabotage vor Bundestagswahl: Mutmaßliche "Wegwerf-Agenten" verurteilt
    RP Online·vor 3 Std.
  • "Wegwerf-Agenten" Russlands?: Geldstrafen und Arbeitsstunden für Bauschaum-Attacken
    RP Online·vor 4 Std.
  • Angeklagte geben Bauschaum-Attacke auf Autos im Dezember 2024 zu
    tagesschau.de·vor 6 Std.
  • Prozess in Ulm: Sie sollten 100 Euro pro Auto bekommen - "Wegwerf-Agenten" gestehen Bauschaum-Attacken
    DIE WELT·vor 6 Std.
  • Обвиняемые признали вину по делу о пене в выхлопных трубах
    Deutsche Welle·vor 7 Std.
  • Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 11:37 Mutmaßliche "Wegwerf-Agenten" gestehen Bauschaum-Attacken +++
    N-tv·vor 8 Std.
  • Deutschland: Die neusten Meldungen
    Neue Zürcher Zeitung·vor 8 Std.
  • Hybride Kriegsführung?: Mutmaßliche "Wegwerf-Agenten" gestehen Bauschaum-Attacken
    Der Tagesspiegel·vor 8 Std.

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