Klima · Saarbrücken und Illingen

Waldzustand im Saarland verschlechtert sich: Buchensterben und Waldbrände prägen den Bericht 2026

Hitze und Dürre haben die Wälder im Saarland 2026 weiter geschwächt; der Anteil der deutlich geschädigten Bäume stieg auf knapp 50 %.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, N-tv, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Saarbrücken, Illingen · Deutschland

Anteil geschädigter Bäume nähert sich der Hälfte

Am Dienstag, 3. November, stellten Umweltministerin Petra Berg (SPD) und Thomas Steinmetz, Leiter des Landesbetriebs SaarForst, den Waldzustandsbericht 2026 für das Saarland vor. Der 65-seitige Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass der Anteil der deutlich geschädigten Bäume um 4,6 Prozentpunkte auf knapp 50 % gestiegen ist. Der Anteil der Bäume ohne sichtbare Schäden sank um 4,3 Prozentpunkte auf 13 %, sodass nur dieser Teil des Bestands als gesund gilt. Das Saarland ist eines der waldreichsten Bundesländer Deutschlands: Rund 93.000 Hektar Wald bedecken etwa 36 % der Landesfläche. Der Jahresbericht wird seit 1984 veröffentlicht.

Hitze und Dürre fordern ihren Tribut

Berg führte den Rückgang auf das Wetter des vergangenen Jahres zurück und nannte eine Abfolge heißer und trockener Monate. Die Bedingungen beschrieb sie mit diesen Worten.

„Ein überdurchschnittlich warmer Frühling, insbesondere eine intensive Hitzewelle im Juni, und der wärmste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen bei zu wenig Niederschlag führten zu ausgetrockneten Böden und gestresster Vegetation.“

Petra Berg

Laut Bericht haben geleerte Wasserreserven im Waldboden und geschwächte Bäume das Risiko von Waldbränden erhöht. Die Böden trockneten im heißen Sommer aus, und der Bericht beschreibt die Gesamtlage im Wald als angespannt.

Waldbrände und ein geschwächter Wald

Bis Ende August hatte es im Land bereits mehr als 185 Wald- und Vegetationsbrände gegeben, die meisten davon durch fahrlässiges menschliches Verhalten verursacht. Das größte Feuer seit Jahrzehnten erfasste 18 Hektar bei Illingen. Steinmetz wurde mit Blick auf die Entwicklung der Brandzahlen deutlich.

„Das halte ich wirklich für eine dramatische Entwicklung.“

Thomas Steinmetz

Buchensterben, Erholung bei Eiche und Fichte

Die Buche, die häufigste Hauptbaumart im Saarland, schnitt am schlechtesten ab: Ihre Kronen sind so licht wie nie seit Beginn der Erhebungen. Ahorn und Birke verzeichneten neue Höchstwerte bei den Schäden, darunter braune Blätter, die teilweise bereits im Sommer abfielen. Eiche und Fichte waren die einzigen Arten, deren Kronenzustand sich verbesserte. Steinmetz verwies besonders auf die Eiche.

„Die Eiche sieht besser aus als im Vorjahr und hat offenbar nicht so stark unter der Dürre gelitten wie die Buche.“

Thomas Steinmetz

Der Borkenkäferbefall an der Fichte geht weiter zurück, doch der Fichtenanteil ist seit 2018 von 11 % auf 7 % gesunken – ein Verlust von etwa 700 Hektar. Auch der Prachtkäfer, der sich stark von Eichen ernährt, verursacht Absterbeerscheinungen bei Eichen, die ansonsten sehr vital waren.

Fichtenanteil am Wald im Saarland, 2018 und 2026%
2018
11 %
2026
7 %

Daten aus dem Artikeltext

Wiederaufforstung und wie es weitergeht

Die Behörden setzen auf Waldbrandvorsorge, Wiederaufforstung und Maßnahmen zum Wasserrückhalt, um den Wald widerstandsfähig und zukunftsfähig zu halten. SaarForst plant, in der laufenden Pflanzsaison mehr als 100.000 junge Bäume und andere Pflanzen zu setzen. Weitere 55.000 Bäume werden für private und kommunale Wälder gefördert.

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