Konflikte · Kiew, Krywyj Rih und Moskau

Russland greift Kiew in der Nacht mit ballistischen Raketen an, fünf Tote in der gesamten Ukraine

Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht vom 15. auf den 16. August ballistische Raketen und 106 Drohnen auf Kiew und andere ukrainische Städte abgefeuert. Dabei wurden in vier Regionen fünf Menschen getötet und 33 verletzt, während Trümmer abgeschossener Drohnen in der Hauptstadt Brände auslösten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Polska Agencja Prasowa SA, oko.press, Nasz Dziennik und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Kiew, Krywyj Rih, Moskau · Ukraine, Russland
Wie es dazu kam
  1. 5.08.17 Tote bei ballistischem Raketenangriff auf Kiew und Vororte
  2. 11.08.7 Tote, 24 Verletzte bei Angriff auf Saporischschja
  3. 15.08.Russischer Angriff auf Dnipropetrowsk tötet 3 Monate alten Jungen, verletzt 11
  4. 16.08.Russland feuert ballistische Raketen und 106 Drohnen auf Kiew und andere Städte; 5 Tote, 33 Verletzte

Nächtlicher Angriff auf Kiew

Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 15. auf den 16. August, zum zweiten Mal innerhalb einer Woche Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Raketen trafen kurz vor 3 Uhr Ortszeit das Zentrum Kiews sowie die Bezirke Petschersk, Obolon und Holossijiw. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram, dass Trümmer abgeschossener russischer Drohnen drei Brände in der Stadt verursacht hätten. Im Bezirk Obolon gerieten zwei Nichtwohngebäude in Brand, mehrere geparkte Autos brannten. Auch auf dem Markt Petrivka brach ein Großbrand aus. Die Militärverwaltung der Stadt Kiew meldete mindestens fünf Explosionen und drei Verletzte. Klitschko hatte die Bewohner zuvor aufgefordert, Schutz zu suchen und dort zu bleiben, bis der Luftalarm aufgehoben wird. Am Sonntagmorgen waren in Kiew Geräusche russischer Drohnen zu hören, während die Luftabwehrsysteme im Einsatz waren. In der Hauptstadt bestand weiterhin Luftalarm mit der Gefahr weiterer Drohnenangriffe.

Opfer in ukrainischen Regionen

Neben Kiew griffen russische Streitkräfte Krementschuk in der Region Poltawa sowie Kamjanske und Krywyj Rih in der Region Dnipropetrowsk mit ballistischen Raketen und Drohnen an. In Krywyj Rih, der Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj, griffen russische Streitkräfte Industrieanlagen mit ballistischen Raketen und Drohnen an, wobei je nach Quelle eine Person getötet und zwischen 13 und 14 Personen verletzt wurden. Die regionalen Behörden meldeten fünf Tote und 33 Verletzte in den Regionen Saporischschja, Dnipropetrowsk, Donezk und Cherson. Iwan Fedorow, Leiter der Regionalverwaltung Saporischschja, erklärte, russische Streitkräfte hätten Luftbomben auf Wohngebäude im Bezirk Saporischschja abgeworfen, wobei zwei Menschen getötet und ein Mann verletzt worden seien. Wadym Filaschkin, Leiter der regionalen Militärverwaltung Donezk, meldete einen Toten und sechs Verletzte in den letzten 24 Stunden. Oleksandr Prokudin, Leiter der Regionalverwaltung Cherson, berichtete von einem Toten und neun Verletzten.

Getötete nach Region, 15.-16. August
Saporischschja
2
Dnipropetrowsk
1
Donezk
1
Cherson
1

Daten aus dem Artikeltext

Luftabwehr

Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland mit verschiedenen Raketentypen und 106 Drohnen angegriffen habe. Die Luftabwehr habe 85 Drohnen und drei gelenkte Luft-Boden-Raketen vom Typ Ch-59/69 abgeschossen; in 13 Orten seien Einschläge verzeichnet worden. Das Ausmaß des Drohnenkriegs spiegelte sich auf russischer Seite wider: Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin erklärte, die Luftabwehr in der Region Moskau habe über 50 ukrainische Drohnen abgeschossen, nannte jedoch keine Angaben zu möglichen Schäden oder Opfern.

Erschöpfte Abfangjägerbestände

Nach einem Bericht, auf den sich der Kyiv Independent bezieht, nutzt Russland die erschöpften Bestände der ukrainischen Patriot-Abfangraketen aus, der wichtigsten Waffe zum Abschuss ballistischer Raketen. Die Vereinigten Staaten haben während des Konflikts mit dem Iran einen Teil ihrer eigenen Reserven zur Verteidigung amerikanischer und verbündeter Stützpunkte im Nahen Osten abgezogen, während die europäischen NATO-Staaten ihre Bestände nach der Lieferung von Abfangraketen an die Ukraine nicht wieder aufgefüllt haben. Ballistische Raketen, darunter auch aus Nordkorea importierte Typen, verursachen derzeit die größten Schäden in ukrainischen Städten. Am 5. August tötete ein ballistischer Raketenangriff auf Kiew und seine Vororte 17 Menschen. Am 11. August kamen bei einem Angriff auf Saporischschja sieben Menschen ums Leben, 24 wurden verletzt.

Angriff vom Vortag

Dem nächtlichen Angriff war am 15. August ein russischer Angriff auf die Region Dnipropetrowsk vorausgegangen, bei dem ein drei Monate alter Junge getötet und elf Menschen verletzt wurden, darunter Kinder im Alter von fünf und zwölf Jahren.

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