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Autobombe tötet russischen Munitionschef bei Moskau; zweiter Sprengsatz in der Hauptstadt entschärft

Eine Autobombe in Balaschicha tötete am Dienstagmorgen Damir Dawydow, den Leiter der Raketen- und Artillerieabteilung des russischen Verteidigungsministeriums. Ein zweiter Sprengsatz wurde in Südwest-Moskau gefunden und von den Behörden zerstört.

Der Anschlag in Balaschicha

Am Dienstag explodierte eine Autobombe im Moskauer Vorort Balaschicha und tötete Damir Dawydow, den Leiter der Raketen- und Artillerieabteilung des russischen Verteidigungsministeriums. Die Explosion ereignete sich gegen 05:30 Uhr Ortszeit (02:30 Uhr MEZ) in der Koldunowo-Straße im Mikrobezirk Awiatorow, einem ursprünglich für Militärangehörige errichteten Viertel. Dawydow fuhr einen BMW X3, als der unter dem Fahrersitz angebrachte Sprengsatz detonierte.

Am 9. Juni 2026, gegen 05:30 Uhr Moskauer Zeit, explodierte ein BMW X3 neben einem Gebäude in der Koldunowo-Straße im Mikrobezirk Awiatorow der Stadt Balaschicha. Der Fahrer erlitt multiple Verletzungen, an deren Folgen er verstarb.

Russia's Investigative Committee

Augenzeugen berichteten RenTV, dass das Opfer noch lebte, als es aus dem brennenden Fahrzeug gezogen wurde. Ein Zeuge beschrieb, den Fahrer „schnarchen und etwas rufen“ gehört zu haben, bevor eine zweite Explosion das Auto in Flammen hüllte. Die Ermittlungsbehörde hat ein Strafverfahren eingeleitet, aber öffentlich weder ein Motiv genannt noch eine Verantwortlichkeit zugewiesen.

Ein Muster gezielter Tötungen

Russische Medien und soziale Netzwerke wiesen sofort auf die Ähnlichkeit mit früheren Operationen hin, die dem ukrainischen Geheimdienst zugeschrieben werden. Im selben Viertel wurde 2025 Generalleutnant Jaroslaw Moskalik, stellvertretender Leiter der Hauptoperationsdirektion des russischen Generalstabs, durch einen an seinem Auto angebrachten Sprengsatz getötet. Während des gesamten Konflikts kam es zu mehreren gewagten Attentaten auf hochrangige Persönlichkeiten, die an Moskaus Kriegsanstrengungen beteiligt waren, wobei die ukrainischen Sicherheitsdienste entweder die Verantwortung übernahmen oder von russischen Behörden beschuldigt wurden.

Sollte dies bestätigt werden, wäre dieser Anschlag das zweite Attentat auf einen hochrangigen russischen Armeekommandeur in der Nähe der Hauptstadt innerhalb der letzten vier Monate.

La Razón

Zweiter Sprengsatz und allgemeine Sicherheitslage

Nach Angaben der Behörden wurde am selben Tag ein zweiter Autobombenanschlag in Südwest-Moskau entdeckt und zerstört. Der Kreml hat eine Beteiligung der Ukraine nicht ausgeschlossen. Der Anschlag erfolgt im Zuge einer Welle ukrainischer Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur in mehreren südlichen Regionen und der von Russland besetzten Krim.

Treibstoffunterbrechungen in Südrussland

In der Region Krasnodar berichtete Gouverneur Weniamin Kondratjew von Panikkäufen von Benzin, die durch Unterbrechungen der Treibstoffversorgung ausgelöst wurden. Die Einsatzkräfte löschten am Dienstag erst einen Brand in einem Öllager in Ust-Labinsk, drei Tage nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Samstag. Ein Drohnenangriff verursachte auch einen Brand in einem Treibstofftank im Bezirk Millerowski der Region Rostow, knapp hinter der ukrainischen Grenze. In Dagestan erschütterten Explosionen die Stadt Kisiljurt, als eine Gaspipeline explodierte; das Bürgermeisteramt erklärte, das Feuer habe wahrscheinlich eine Gasverteilerstation erfasst.

Vor dem Hintergrund der schwierigen Lage in den Nachbarregionen beschlossen viele Menschen, Benzin zu horten, was eine künstliche Panikkäufe auslöste.

EU-Sanktionsvorstoß

Parallel dazu treibt die EU weitere Sanktionen gegen Russland voran. Die Europäische Kommission schlägt vor, russischen Soldaten die Einreise in die Mitgliedstaaten zu verbieten und Banken, Kryptofirmen sowie Kreml-Öleinnahmen ins Visier zu nehmen. Das Paket umfasst ein Einfuhrverbot für russische Metalle, Erze und Autoteile im Wert von 60 Millionen Euro sowie Exportbeschränkungen für Metalle und Legierungen, die in der Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigung verwendet werden, darunter Drohnenausrüstung und Trägersysteme.

Jüngste Angriffe auf russische Militärangehörige in der Region Moskau
  1. Generalleutnant Jaroslaw Moskalik wird durch eine Autobombe im Mikrobezirk Awiatorow, Balaschicha, getötet.
  2. Ein Anschlag in Moskau tötet eine hochrangige Militärperson (Details aus einem Bericht von La Vanguardia).
  3. Damir Dawydow, Leiter der Raketen- und Artillerieversorgung, wird durch eine Autobombe in Balaschicha getötet.
Balaschicha · Moskau · Ust-Labinsk · Kisiljurt

4 Quellen

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