Migration · Ceuta, Madrid und Rabat

Spanien meldet 14.818 von Ceuta nach Marokko zurückgekehrte Migranten – Vivas sagt, die Stadt fühle sich weiterhin überrannt

Spaniens Regierung teilt mit, 14.818 Menschen, die Ende Juli nach Ceuta gelangt waren, seien nach Marokko zurückgekehrt – 995 mehr als in der Vorwoche. Ceutas Präsident sagt, drei Monate später sei die Krise nicht beendet, und der Haushalt der Stadt für 2027 sei auf 448,48 Millionen Euro gestiegen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, europa press, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Ceuta, Madrid, Rabat · Spanien, Marokko

Wöchentliche Rückführungen nach Marokko

Am Dienstag, 3. November, teilte die spanische Regierung mit, 14.818 Migranten, die während des Massenandrangs am 30. und 31. Juli nach Ceuta gelangt waren, seien nach Marokko zurückgekehrt. Das sind 995 mehr als in der Vorwoche, wie aus der wöchentlichen Datenaktualisierung der Regierung hervorgeht. Von diesen Rückführungen erfolgten 14.180 freiwillig und 638 waren Ausweisungen im Rahmen förmlicher Verfahren. Ministerin Elma Saiz, die auch als Regierungssprecherin fungiert, nannte die Zahlen auf der Pressekonferenz nach dem Ministerrat. Sie fügte hinzu, seit dem 30. Juli hätten 6.113 Menschen ein Triage-Verfahren durchlaufen, um identifiziert zu werden und Unterstützung zu erhalten.

„In dieser Woche sind bereits 14.818 Menschen nach Marokko zurückgekehrt, 995 mehr als in der vergangenen Woche, davon 14.180 freiwillige Rückkehr und 638 Ausweisungen.“

Elma Saiz, Spanische Ministerin für Inklusion
Rückführungen aus Ceuta nach Marokko nach Art, 3. November 2026Personen
Freiwillige Rückkehr
14180 Personen
Ausweisungen
638 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Aufnahmezentren und Minderjährige

Saiz sagte, die Regierung arbeite daran, die temporären Aufnahmezentren in Ceuta „so schnell wie möglich“ abzubauen, damit die Stadt zur Normalität zurückkehren könne. Diese Zentren waren zwischen August und Oktober eingerichtet worden, um irreguläre Migranten unterzubringen, die auf der Straße gelebt hatten. Von den Minderjährigen sind 135 mit ihren Familien wieder zusammengeführt und 181 im Rahmen von Artikel 35 des Ausländergesetzes in andere Regionen verlegt worden. In 89 Fällen wurden Berichte nach Marokko geschickt, mit dem Ziel, diese Minderjährigen zu ihren Familien zurückzuführen; ob Marokko geantwortet oder zugestimmt hat, sagte Saiz nicht. Die Regierung zählt 3.650 Minderjährige im regionalen Schutzsystem.

Vivas erneuert Vorwürfe gegen Madrid

Drei Monate nach der Krise wiederholte Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas am Dienstag, 3. November, im Palacio de la Asamblea seine Kritik an der Zentralregierung. Er warf Marokko vor, Ceuta destabilisieren zu wollen und, wie er es nannte, annexionistische Bestrebungen wiederzubeleben, und er bezeichnete die Haltung der Zentralregierung gegenüber Rabat als schamlose Unterwerfung. Vivas sagte, die Zentralregierung habe Geheimdienstberichte und lokale Forderungen nach einem Alarmzustand, einem einheitlichen Kommando, einer Verstärkung der Sicherheitskräfte und einem Armeeeinsatz ignoriert. Nach seinen Worten hätte die Invasion vermieden werden können, wenn die Zentralregierung gehandelt hätte, wie sie es hätte tun müssen:

„Die Invasion hätte vermieden werden können, wenn die Zentralregierung gehandelt hätte, wie sie es hätte tun müssen.“

Juan Jesús Vivas, Präsident

Vivas sagte zudem, die Stadt beherberge inzwischen Aufnahmeplätze für mehr als 11.000 Menschen, ihre Bevölkerung sei um 20 % gewachsen und die Kriminalität um 60 % gestiegen. Er verwies auf einen Anstieg der Anrufe bei der Notrufnummer 112 um 300 % und der Zwischenfälle im Hafen um 1.200 % und sagte, die Bewohner fühlten sich weiterhin überrannt.

Haushalt und Minderjährige in Obhut

Der Haushaltsrahmen für Ceuta 2027 beläuft sich auf 448,48 Millionen Euro, 5,38 % mehr als die 425,5 Millionen des Vorjahres. Finanzrätin Kissy Chandiramani nannte ihn einen „Kriegshaushalt“. Anfang 2026 betreute die Stadt 180 unbegleitete ausländische Minderjährige, doppelt so viele wie ihre kritische Kapazität von 90 Plätzen, während El Confidencial berichtet, dass Ceuta inzwischen 3.331 Minderjährige unter seiner Vormundschaft hat. Die Stadt hat rund zwanzig Aufnahmeeinrichtungen eröffnet, zehn davon neu seit Juli, und 6 Millionen Euro als „crédito indisponible“ eingefroren, bis Spanien die geschuldeten Sondermittel überweist. Für den neuen strategischen Fonds „Ceuta no se rinde“ wurde ein Eventualfonds von 4,3 Millionen Euro eingerichtet.

Minderjährige unter der Vormundschaft CeutasMinderjährige
Anfang 2026
180 Minderjährige
Gemeldet am 2. November 2026
3331 Minderjährige

Daten aus dem Artikeltext

Lage vor Ort

Le Soir berichtete am 2. November, die Temperaturen seien gesunken und die soziale Spannung seit der Massenankunft abgeflaut. Strandlager seien geräumt worden, und Ausweisungen von Migranten nach Marokko würden nun täglich vollzogen. Der Bericht nannte die Zahl der Zurückgeführten mit knapp 14.000, während sich noch etwa 7.000 Menschen in Aufnahmezentren befänden. Zudem schätze die von Vivas geführte Exekutive, dass 4.000 weitere Menschen noch nicht identifiziert worden seien. Diese Zahlen stammen aus der Zeit vor der am 3. November veröffentlichten Aktualisierung der Regierung.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen