Regierung · Lissabon
IGF-Prüfbericht findet 12,25 Millionen Euro RTP-Zuschüsse ohne Rechtsgrundlage
Die Inspeção Geral de Finanças (IGF) erklärt, RTP habe zwischen 2018 und 2024 rund 12,25 Millionen Euro an Zuschüssen ohne Rechtsgrundlage gezahlt, und will die Ergebnisse an den Rechnungshof weiterleiten. Der Verwaltungsrat des Senders erklärt, Medien hätten den Abschlussbericht veröffentlicht, bevor das Unternehmen ihn erhalten habe.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, SAPO, PÚBLICO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die IGF kommt zu dem Schluss, dass RTP zwischen 2018 und 2024 Zuschüsse ohne rechtliche Grundlage und ohne vorherige Genehmigung der Anteilseigner gezahlt hat, insgesamt rund 12,25 Millionen Euro, und verweist den Fall an den Rechnungshof.
Die Präsentationszulage betrug nach Angaben der IGF insgesamt 5,42 Millionen Euro, ist im Firmenvertrag nicht vorgesehen und wurde 2013 geschaffen.
Der von Nicolau Santos geführte RTP-Verwaltungsrat erklärt, die Zuschüsse gingen auf frühere Führungen zurück, und eine am 18. August mit allen Gewerkschaften unterzeichnete Auslegungsnorm kläre ihren rechtlichen Rahmen.
Die IGF fordert eine sofortige Überarbeitung des Zuschussregimes und ein Leistungsbewertungssystem, während der Verwaltungsrat die frühe Medienberichterstattung über den Abschlussbericht als gravierend und inakzeptabel bezeichnet.
- August 2026RTP setzt neue Zuschüsse aus, die nach dem vorläufigen Bericht als unzulässig eingestuft wurden
- 18.08.Verwaltungsrat und alle repräsentativen Gewerkschaften unterzeichnen eine Auslegungsnorm zum Firmenvertrag
- 5.11.Die Finanzministerin genehmigt die Prüfung, die am frühen Nachmittag an das Parlament geht
- 6.11.Der RTP-Verwaltungsrat veröffentlicht eine Erklärung, in der er die Medienberichte über den Abschlussbericht beanstandet
Was die Prüfung ergab
Die Inspeção Geral de Finanças (IGF) kommt zu dem Schluss, dass RTP zwischen 2018 und 2024 Zuschüsse gezahlt hat, für die es keine Rechtsgrundlage und keine Belege für eine vorherige Genehmigung durch die Anteilseigner gab. Das Prüfdokument, mehr als 800 Seiten lang, beziffert den Betrag auf rund 12,25 Millionen Euro, wenngleich einige frühe Berichte 12,5 Millionen Euro nannten. Die IGF hält die Zahlungen für geeignet, finanzielle Verstöße darzustellen, die vom Rechnungshof (Tribunal de Contas) zu bewerten sind. Expresso hatte zuvor berichtet, dass etwa 340 Beschäftigte diese Zahlungen erhielten, in monatlichen Beträgen zwischen 2.000 und 7.000 Euro.
- Präsentationszulage
- 5.42 Mio. Euro
- Sieben weitere Zuschüsse aus individuellen Verhandlungen
- 4.04 Mio. Euro
- Struktur- und Koordinationszulagen nach Wegfall der Stellen
- 2.79 Mio. Euro
Daten aus dem Artikeltext
Aufschlüsselung der Zahlungen
Der größte Posten ist die Präsentationszulage, die nach Angaben der IGF im Zeitraum insgesamt 5,42 Millionen Euro betrug. Laut Prüfbericht ist sie im Firmenvertrag nicht vorgesehen und wurde 2013 geschaffen. Sieben weitere Zuschüsse, die über individuelle Verhandlungen mit Beschäftigten festgelegt wurden, summieren sich auf 4,04 Millionen Euro. Weitere 2,79 Millionen Euro flossen in die Überführung von Struktur- und Koordinationszulagen in das Gehalt, nachdem die betreffenden Stellen weggefallen waren. Davon getrennt umfasste ein freiwilliges Ausstiegsprogramm für 2025 insgesamt 135 Beschäftigte zu Kosten von 7,8 Millionen Euro, während 105 Zugänge – darunter auf eigene Stellen übernommene Dienstleister und Neueinstellungen – dessen Wirkung auf Personalstand und Personalkosten begrenzten.
Empfehlungen mit sofortiger Wirkung
Die IGF empfiehlt dem RTP-Verwaltungsrat, das Zuschussregime zu überprüfen und zu regularisieren, mit einem förmlichen Rahmen, Transparenz, Einheitlichkeit und, wo erforderlich, vorheriger Genehmigung. Sie verlangt ein objektives Leistungsbewertungssystem als Grundlage für die berufliche Entwicklung. Zudem heißt es, an Strukturstellen gebundene Vergütungen sollten enden, wenn diese Funktionen enden, und vorübergehender Bedarf solle mit befristeten Verträgen statt mit Dienstleistern gedeckt werden. Der Bericht führt all dies als sofortige Maßnahmen auf, und er wird veröffentlicht, während das Verfahren zur Auswahl eines neuen RTP-Verwaltungsrats läuft.
Die Reaktion des Verwaltungsrats und die Einigung mit den Gewerkschaften
Der von Nicolau Santos geführte RTP-Verwaltungsrat bestreitet die Lesart der IGF zu den Zahlungen. In seiner Erklärung heißt es, die Zuschüsse existierten seit Beginn des Jahrhunderts, hätten jede Führung durchlaufen und seien nie als illegal angesehen worden. Sie stützten sich auf den Firmenvertrag von 2006 und auf interne Regeln, die älter seien als die Vergütungsbeschränkungen von 2011, und machten weniger als 2 % der Personalkosten aus. Eine Auslegungsnorm zum Vertrag, die am 18. August von allen repräsentativen Gewerkschaftsstrukturen unterzeichnet wurde, kläre den rechtlichen Rahmen, so der Verwaltungsrat, ohne die vorläufigen Schlussfolgerungen anzuerkennen.
Die Arbeitnehmerkommission (Comissão de Trabalhadores) erklärte, das Verfahren sei von wiederholten Manövern rund um den Bericht geprägt gewesen.
„Erneut lehnen wir die Wendungen und Manöver ab, mit denen der Bericht umgeben wurde.“
Die Kommission erklärt, es seien neun Zuschüsse identifiziert worden, von denen einige nicht mehr bestünden, und die angebliche Unregelmäßigkeit bestehe darin, dass sie im Firmenvertrag fehlten. Sie weist jeden Hinweis auf Betrug oder Veruntreuung öffentlicher Gelder zurück, da die IGF solche Fälle nicht festgestellt habe.
Veröffentlichung und die Rolle der Regierung
Das Kommuniqué des Verwaltungsrats formuliert seine Beschwerde in eigenen Worten.
„Der Abschlussbericht, den das Unternehmen und die betroffenen Verwaltungsräte noch nicht erhalten haben, ist bereits Gegenstand von Berichten in mehreren Medien.“
Das Ministerium der Präsidentschaft teilte einer offiziellen Quelle zufolge mit, es habe den Bericht über das Finanzministerium im selben Moment erhalten, in dem er auch das Parlament erreichte, und die Regierung äußere sich nicht zu dessen Inhalt. Die Finanzministerin genehmigte die Prüfung am Donnerstag, dem 5. November, und der Bericht wurde am frühen Nachmittag desselben Tages an das Parlament geschickt. Die Regierung erklärt, die Prüfung sei auf Ersuchen des Parlaments und in völliger Unabhängigkeit durchgeführt worden. Nicolau Santos sagte, die Verwaltungsräte seien angesichts der Ergebnisse gelassen und würden die Bewertung ihrer Anträge auf neue Mandate abwarten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Notícias ao MinutoDer Arbeitnehmerausschuss von RTP kritisiert Vorfälle und Manöver bezüglich des IGF-AuditsCT da RTP critica peripécias e manobras relativas à auditoria da IGF · Original auf Portugiesisch
- Notícias ao MinutoIGF empfiehlt RTP die Überprüfung und Regulierung des SubventionssystemsIGF recomenda à RTP revisão e regularização do regime de subsídios · Original auf Portugiesisch
- SAPORTP hält es für schwerwiegend, dass der Abschlussbericht der Generalinspektion der Finanzen vor dem Unternehmen in den Medien veröffentlicht wirdRTP considera grave que relatório final da Inspeção Geral das Finanças seja divulgado nos media antes da empresa · Original auf Portugiesisch
- PÚBLICORTP-Verwalter weisen die Veröffentlichung des Audits zurück und halten an ihren erneuten Kandidaturen festAdministradores da RTP repudiam divulgação de auditoria e mantêm recandidaturas · Original auf Portugiesisch
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