Wahlen · Paris
Ségolène Royal erhält Rüge, nachdem sie Rivale Raphaël Glucksmann in französischer Vorwahl als Praktikanten bezeichnet hat
Die Organisationskommission der französischen sozialdemokratischen Vorwahl hat Ségolène Royal am 21. September 2026 eine formelle Verwarnung erteilt, nachdem sie Spitzenkandidat Raphaël Glucksmann als Praktikanten bezeichnet hatte, was scharfe Gegenangriffe auslöste.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Figaro.fr, Le Monde.fr, 20minutes und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am 20. September 2026 kritisierte Ségolène Royal Raphaël Glucksmann auf BFMTV und in Libération und verglich seine mögliche Präsidentschaft damit, einen Praktikanten mit der Leitung eines Unternehmens zu betrauen.
In einem Interview auf Franceinfo am 21. September 2026 entgegnete Raphaël Glucksmann, er habe nicht 45 Jahre damit verbracht, bei Emmanuel Macron um Minister- oder Diplomatenposten zu bitten.
Patrick Mennucci, Präsident der Vorwahlkommission, erinnerte Royal am 21. September 2026 daran, dass die unterzeichnete Charta persönliche Angriffe gegen Mitbewerber strikt verbietet.
Die Vorwahl findet am 9. und 10. Oktober 2026 mit fünf Kandidaten statt, nach dem Ausschluss von Philippe Brun, vor der Präsidentschaftswahl am 18. April 2027.

- 20.09.Ségolène Royal bezeichnet Raphaël Glucksmann in Rundfunk- und Printinterviews als Praktikanten
- 21.09.Raphaël Glucksmann antwortet auf Franceinfo; Vorwahlkommission rügt Royal formell
- 9.10.Abstimmung in der sozialdemokratischen Vorwahl mit fünf Kandidaten beginnt
- 18.04.Erster Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl
Eskalierende Angriffe im sozialdemokratischen Vorwahlkampf
Bei Medienauftritten am 20. September 2026 übte Ségolène Royal scharfe Kritik an ihrem Vorwahlrivalen Raphaël Glucksmann und bezeichnete den Mitbegründer von Place publique als politischen Praktikanten. In einem Interview mit Libération und später auf BFMTV argumentierte die ehemalige sozialistische Präsidentschaftskandidatin, dass die Wahl von Glucksmann gleichbedeutend damit sei, einen Praktikanten an die Spitze eines Unternehmens zu setzen. Royal erklärte, dass nationale Führung vorherige Berufserfahrung außerhalb der Politik oder eine nachweisbare Bilanz bei der Leitung einer Regionalbehörde oder staatlichen Einrichtung erfordere. Sie behauptete weiter, Glucksmann leide unter mangelndem Verständnis für die einfachen Bürger, und zog direkte Vergleiche zum Regierungsstil von Emmanuel Macron.
„Man setzt keinen Praktikanten an die Spitze eines Unternehmens. Das ist gefährlich. Die Franzosen wollen erfahrene Führungskräfte mit positiven Erfolgsbilanzen.“
Glucksmann wehrt sich gegen Karrierepolitik
Glucksmann lieferte in einem Interview mit Franceinfo Radio am Montag, dem 21. September 2026, eine kompromisslose Erwiderung. Der Europaabgeordnete argumentierte, er sei in die Politik gegangen, um Hinterzimmermanöver und traditionelle Karrieretaktiken zu beenden. Glucksmann betonte, dass er im Gegensatz zu Royal nicht 45 Jahre lang unter verschiedenen Regierungen um Posten gebettelt habe, und verwies auf ihre Ernennung zur Botschafterin für die Arktis und Antarktis zwischen 2017 und 2020 sowie auf ihren jüngsten Brief, in dem sie sich nach Michel Barnier als Premierministerin anbot. Er bezeichnete Royals Kampagne als schlichte Ehrenrunde und bestand darauf, dass persönliche Angriffe die französische Demokratie in einem Moment herabwürdigten, der von steigenden Treibstoffpreisen, Sicherheitsbedenken und der Wahlbedrohung durch die extreme Rechte geprägt sei.
„Sie hat recht, wenn sie betont, dass ich nicht seit fünfundvierzig Jahren in der Politik bin. Dass ich nicht seit fünfundvierzig Jahren um Posten gebettelt habe, dass ich nicht bei Emmanuel Macron um Posten gebettelt habe, um Minister oder Botschafter zu werden.“
Vorwahlkommission erteilt offizielle Verwarnung
Der eskalierende öffentliche Streit veranlasste die Parteiaufsicht am Morgen des 21. September 2026 zu sofortigem Eingreifen. Patrick Mennucci, Präsident der Vorwahl-Organisationskommission, erteilte eine formelle Rüge und forderte Royal auf, die von ihr zuvor gebilligten Verpflichtungen einzuhalten. Mennucci erklärte, ihre Äußerungen in mehreren Rundfunk- und Printmedien gingen über eine legitime politische Meinungsverschiedenheit hinaus und stellten eine inakzeptable persönliche Verspottung dar. Die Kommission bekräftigte, dass Debatten innerhalb der Vorwahl höheren ethischen Standards genügen müssten als Auseinandersetzungen mit der Rechten und extremen Rechten, und forderte alle Teilnehmer auf, einen Geist der Kameradschaft zu wahren.
„Die Vorwahl-Organisationskommission erinnert Ségolène Royal nachdrücklich an die Verpflichtung, die sie mit einer Charta eingegangen ist, die ethisches Verhalten vorschreibt und persönliche Angriffe verbietet.“
Rennverlauf vor der Oktober-Abstimmung
Die Vorwahl ist für den 9. und 10. Oktober 2026 angesetzt, um den sozialdemokratischen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 18. April 2027 zu bestimmen. Fünf Kandidaten stehen noch auf der offiziellen Startlinie, nachdem die Führung der Sozialistischen Partei Philippe Brun aufgrund von Gewaltvorwürfen disqualifiziert hatte. Diese Disqualifikation löste Kritik von Mitbewerber Jérôme Guedj aus, der den plötzlichen Ausschluss bei Radio J als übermäßig hart und verfahrensrechtlich respektlos bezeichnete. Glucksmann bleibt der anerkannte Spitzenkandidat unter den fünf Bewerbern und prognostiziert, dass die Wähler im Oktober spaltende Wahlkampftaktiken entschieden ablehnen werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le Figaro.frRaphaël Glucksmann, le "stagiaire" : Ségolène Royal électrise la primaire socialiste
- Le Monde.frPrimaire à gauche : Raphaël Glucksmann, traité de " stagiaire " par Ségolène Royal, la renvoie à des postes " quémandés pendant quarante-cinq ans "
- 20minutesRaphaël Glucksmann rappelle à Ségolène Royal sa période " Reine des neiges "
- SudOuest.frPrésidentielle 2027 : traité de " stagiaire " par Ségolène Royal, Raphaël Glucksmann la renvoie à ses " postes quémandés "
- Raphaël Glucksmann
- Mitglied des Europäischen Parlaments, Ko-Vorsitzender von Place publique und Spitzenkandidat der Vorwahl
- Ségolène Royal
- Ehemalige Ministerin, sozialistische Präsidentschaftskandidatin 2007 und Vorwahlkandidatin
- Patrick Mennucci
- Präsident der sozialdemokratischen Vorwahl-Organisationskommission
- Emmanuel Macron
- Präsident Frankreichs
- Jérôme Guedj
- Sozialistischer Abgeordneter und Vorwahlkandidat
- Philippe Brun
- Sozialistischer Politiker, der nach Fehlverhaltensvorwürfen von der Vorwahl ausgeschlossen wurde
- Orte
- Paris, Frankreich
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