Energie & Handel · Caracas und Maracaibo

Repsol unterzeichnet Abkommen mit Venezuela zur Erkundung einer neuen Ölzone nahe dem Maracaibo-See

Das spanische Energieunternehmen unterzeichnete am Dienstag eine Absichtserklärung mit Caracas zur Untersuchung des Horcón-Gebiets südöstlich des Maracaibo-Sees und verstärkt damit eine Reihe jüngster Deals, während Venezuela seinen Ölsektor für private Investitionen öffnet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, EL PAÍS, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Caracas, Maracaibo · Venezuela
Wie es dazu kam
  1. 1.03.Repsol und Eni unterzeichnen strategische Vereinbarung mit PDVSA zur Sicherung der Gasproduktion bei Cardón IV und langfristiger Betriebsstabilität.
  2. 15.04.Repsol unterzeichnet Vereinbarung zur Rückerlangung der operativen Kontrolle über Petroquiriquire und strebt eine 50-prozentige Steigerung der Ölproduktion innerhalb eines Jahres an.
  3. 16.06.Repsol unterzeichnet Absichtserklärung zur Exploration des Horcón-Gebiets südöstlich des Maracaibo-Sees sowie zu Offshore-Gasstudien.

Die Unterzeichnung in Caracas

Repsol hat am Dienstag eine Absichtserklärung mit dem venezolanischen Kohlenwasserstoffministerium und dem staatlichen Unternehmen PDVSA formalisiert, die auf das Horcón-Gebiet südöstlich des Maracaibo-Sees abzielt. Das Dokument wurde im Miraflores-Palast in Caracas von Repsol-CEO Josu Jon Imaz, Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, Kohlenwasserstoffministerin Paula Henao, PDVSA-Präsident Héctor Obregón und Repsols Direktor für Exploration und Produktion, Francisco Gea Pascual, unterzeichnet. Das Treffen behandelte auch operative Fortschritte bei bestehenden Anlagen, zugesagte Investitionen, Zahlungsmechanismen im Rahmen aktueller Vereinbarungen sowie den Rohöl-Verschiffungsplan für die kommenden Monate.

„Sie haben in Venezuela die Türen offen, um Ihre Investitionen weiter auszubauen, die durch neue Vorschriften garantiert sind.“

Delcy Rodríguez, Interimspräsidentin von Venezuela

Was Horcón zum Portfolio beiträgt

Das neue Gebiet liegt zwischen den Feldern Barúa und Motatán, die beide bereits zum venezolanischen Portfolio von Repsol gehören. Zu den bestehenden Positionen des Unternehmens zählen die ölfördernden Anlagen Petroquiriquire und Petrocarabobo sowie das Gasprojekt Cardón IV. Cardón IV im Nordwesten des Landes produziert nach offiziellen Angaben derzeit 580 Millionen Kubikfuß Gas pro Tag. Die Horcón-Vereinbarung bekundet zudem die Absicht der Parteien, die Analyse von Gasmöglichkeiten entlang der venezolanischen Küste voranzutreiben und die technischen Studien zu Offshore-Gasvorkommen zu vertiefen.

„Bei dieser Gelegenheit zielen wir zusätzlich zum Gas auf Wachstum beim Öl.“

Héctor Andrés Obregón, Präsident von PDVSA

Eine Reihe von Deals seit Anfang 2026

Das Horcón-Memorandum ist die jüngste einer Reihe von Vereinbarungen, die Repsol in diesem Jahr mit den venezolanischen Behörden getroffen hat. Im März unterzeichneten Repsol und Eni eine strategische Vereinbarung mit PDVSA, um die Kontinuität der Erdgasproduktion bei Cardón IV – einem 50-50-Joint-Venture – zu gewährleisten und die langfristige Betriebsstabilität zu sichern. Mitte April erzielte Repsol eine weitere Vereinbarung mit dem Kohlenwasserstoffministerium und PDVSA, die es dem Unternehmen ermöglichte, die operative Kontrolle über Petroquiriquire (60 % PDVSA, 40 % Repsol) zurückzuerlangen und eine Produktionssteigerung anzustreben. Das Unternehmen fördert derzeit rund 45.000 Barrel Rohöl pro Tag in Venezuela und will diese Menge innerhalb eines Jahres um 50 % auf etwa 67.500 Barrel steigern, mit einem Drei-Jahres-Ziel von 135.000 Barrel pro Tag.

Venezuelas Reformkurs und Sanktionshintergrund

Interimspräsidentin Delcy Rodríguez treibt eine Erdölreform voran, um den Sektor wieder für private Investitionen zu öffnen, und hat in den letzten Wochen Vereinbarungen mit internationalen Firmen unterzeichnet, nachdem Washington die Sanktionen gegen Unternehmen, die mit PDVSA verhandeln, gelockert hatte. Venezuela verfügt über die weltweit größten Ölreserven, doch die Exploration neuer Felder war fast ein Jahrzehnt lang lahmgelegt. Die nationale Produktion liegt derzeit bei rund einer Million Barrel pro Tag, weit unter den mehr als drei Millionen, die vor fast zwei Jahrzehnten erreicht wurden. Im April unterzeichnete die Interimsregierung zudem eine Vereinbarung mit BP zur Exploration von Gasvorkommen entlang der Seegrenze zu Trinidad und Tobago.

„Repsol ist bestrebt, in Venezuela zu investieren.“

Josu Jon Imaz, CEO von Repsol

Repsols langjährige Präsenz

Repsol ist seit 1993 ununterbrochen in Venezuela tätig. Das Unternehmen bezeichnete die Horcón-Vereinbarung als Bekräftigung seines Engagements für das Land. Die Gespräche in Caracas umfassten auch eine Überprüfung des Rohöl-Verschiffungsplans für die kommenden Monate, eine als entscheidend für die Stabilität von Produktion und Kohlenwasserstoffvermarktung angesehene Komponente. Die Parteien bekundeten ihre Bereitschaft, technische Studien und Datenerhebungen zu Offshore-Gasvorkommen zu vertiefen und damit den Umfang der Energieaktivitäten von Repsol in Venezuela auszuweiten.

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