Satellitenbilder zeigen Betonmischer und Lkw-Konvois an zwei iranischen Militärstandorten, die mit früheren Waffenarbeiten in Verbindung stehen – Zweifel am Bekenntnis zum nuklearen Status quo
Aktivitäten am Taleghan-Komplex nahe Teheran und am Pickaxe Mountain deuten auf einen dauerhaften Wiederaufbau von Einrichtungen hin, die zu Beginn des Krieges getroffen wurden, berichten CNN und das Institute for Science and International Security.
Satellitenbeweise für dauerhafte Reparaturen
Satellitenbilder, die von CNN und dem Institute for Science and International Security analysiert wurden, deuten auf den Beginn dauerhafter Reparaturen am Taleghan-Militärkomplex in Parchin hin. Der Standort wurde zu Beginn des Krieges mehrfach getroffen. Frühe Aufnahmen zeigten nur die Beseitigung von Trümmern, doch Bilder der letzten Wochen zeigen Betonmischer und andere Geräte, die zum Abdichten von Bombentrichtern herangeschafft wurden, so das Institut. Der Komplex beherbergte Arbeiten im Rahmen des Amad-Programms, bei dem die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bis 2003 hochexplosive Tests durchgeführt sieht, die für die Simulation einer nuklearen Implosion relevant sind. Der Iran bestreitet, dass das Programm jemals existiert hat.
- Das Amad-Programm führt am Taleghan-Komplex hochexplosive Tests durch, die für eine nukleare Implosion relevant sind, so die IAEA.
- USA bombardieren Isfahan, Natanz und Fordow; Taleghan-Komplex zu Beginn des Krieges mehrfach getroffen.
- Satellitenbilder zeigen Trümmerbeseitigung in Parchin, keinen dauerhaften Wiederaufbau.
- Betonmischer und Abdichtungsgeräte treffen in Parchin ein; dauerhafte Reparatur der Bombentrichter beginnt.
- CNN und Institute for Science and International Security veröffentlichen Satellitenanalyse, die Reparaturen zeigt.
Entsprechende Aktivitäten waren in den letzten Wochen am Militärkomplex in Parchin sichtbar.
Zweiter Standort zeigt Tunnelverkehr
CNN identifizierte auch Reparaturindikatoren am Pickaxe Mountain, einer tief unter der Erde errichteten Anlage, die mit der mutmaßlichen Entwicklung von Atomwaffen und ballistischen Raketen in Verbindung gebracht wird. Aufnahmen der letzten Wochen zeigen mehrere Lastwagen, die in das Tunnelsystem ein- und ausfahren. Laut dem Bericht ist das Muster eher mit der Anlieferung von Baumaterial als mit routinemäßigen Logistikbewegungen vereinbar. Es wurden keine Ausgrabungen oder neuen Tunnelarbeiten gesichtet, sondern nur Bewegungen durch bestehende Zugänge.
Drei wichtige Anreicherungsstandorte bleiben ruhig
An den drei Standorten Isfahan, Natanz und Fordow, die die IAEA als die wichtigsten Zentren für Uranlagerung und -anreicherung betrachtet, wurden keine verdächtigen Aktivitäten festgestellt. Alle drei wurden im vergangenen Sommer von den USA bombardiert. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt erklärt, dass seine Regierung diese Standorte seit den Angriffen akribisch überwacht. CNN berichtete über das Ausbleiben sichtbarer Veränderungen an den drei Anlagen, wobei darauf hingewiesen wurde, dass sich die neuen Aktivitäten auf forschungs- und waffentechnisch relevante Standorte und nicht auf Anreicherungsanlagen konzentrieren.
Meine Regierung überwacht die Standorte seitdem akribisch.
Rahmenabkommen unter Druck
Teheran hat sich in einem Rahmenabkommen mit Washington verpflichtet, den Status quo seines Atomprogramms als Bedingung für die Beendigung des Krieges aufrechtzuerhalten. Der Iran hat auch zugesagt, auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten. Die Reparaturarbeiten in Parchin und am Pickaxe Mountain würden, falls sie sich als Wiederaufbau zuvor beschädigter waffentechnischer Infrastruktur bestätigen, gegen diese Verpflichtung verstoßen. Die iranische Regierung bestreitet weiterhin jegliches Streben nach Atomwaffen.
- Parchin (Taleghan)
- 1
- Pickaxe Mountain
- 1
- Isfahan
- 0
- Natanz
- 0
- Fordow
- 0
Washington wird skeptischer
Hochrangige US-Beamte halten ein Atomabkommen mit dem Iran zunehmend für unwahrscheinlich, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf hochrangige Regierungsquellen. Die Äußerungen der Beamten gegenüber Reportern wurden als seltenes Eingeständnis beschrieben, dass eines von Trumps zentralen außenpolitischen Zielen – die Eindämmung des iranischen Atomprogramms – möglicherweise nicht durch Friedensgespräche zu erreichen ist. Es wurde kein Termin für eine Rückkehr zu den Verhandlungen festgelegt, und der Streit um die Straße von Hormus bleibt ein paralleler Reibungspunkt.


