Regierung · London

Großbritannien plant standardmäßiges lebenslanges Renteneinkommen für 17 Millionen Beschäftigte im Privatsektor

Das Ministerium für Arbeit und Renten (Department for Work and Pensions) hat am Dienstag, 3. November, eine Konsultation zu einem standardmäßigen begleiteten Ruhestand eröffnet, bei dem Rentenersparnisse des Privatsektors in ein verwaltetes lebenslanges Einkommen eingebracht werden sollen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Financial Times News, The Telegraph, The Guardian und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2012Einführung der automatischen Anmeldung, die Arbeitgeber verpflichtet, Beschäftigte ab 22 Jahren anzumelden
  2. Februar 2027Etwa 46 % der erstmaligen Zugriffe auf ein Rentenguthaben umfassen eine vollständige Auszahlung
  3. 3.11.DWP eröffnet Konsultation zum begleiteten Ruhestand

Ein standardmäßiges Einkommen für Sparer im Privatsektor

Das Ministerium für Arbeit und Renten (Department for Work and Pensions) hat am Dienstag, 3. November, eine Konsultation zu dem eröffnet, was es „guided retirement“ nennt – eine Standardoption, bei der Rentenbeiträge des Privatsektors in ein verwaltetes Produkt eingebracht werden, das ein lebenslanges Einkommen auszahlen soll. Die Regierung erklärt, die Änderungen würden 17 Millionen Beschäftigte betreffen, die derzeit in eine Rente einzahlen. Hauptzielgruppe sind Sparer, die ihre Anlagen im späteren Leben nicht selbst verwalten möchten; jeder könnte sein Geld aber weiterhin abheben oder anderweitig anlegen. Rentenminister Torsten Bell stellte den Vorschlag als einfacheren Weg von der Ersparnis zum Einkommen dar, und Minister beschreiben ihn als Übertragung der Logik der automatischen Anmeldung auf dieselbe Gruppe von Sparern.

Bell sagte, Beschäftigte, die verantwortungsvoll sparen, stünden bei der Rente dennoch schlecht da.

„Beschäftigte im Privatsektor verdienen eine deutlich bessere Regelung, was die Rente angeht.“

Torsten Bell, Rentenminister

Warum das System aus Sicht der Minister geändert werden muss

In den vergangenen 30 Jahren wurden die meisten Endgehaltszusagen, die lebenslang einen festen Betrag zahlten, geschlossen, sodass Beschäftigte nur noch ein Sparguthaben haben, über dessen Verwendung sie bei der Rente entscheiden müssen. Frühere Reformen unter der konservativen Regierung von David Cameron gaben Rentnern mehr Freiheit, ihr Portfolio selbst zu gestalten; dieser Wandel wurde kritisiert, weil er Menschen faktisch zu Anlageexperten mache. George Osborne schaffte zudem die Pflicht ab, eine Annuität zu kaufen – das Produkt, das ein lebenslanges Einkommen zahlt. Die Regierung erklärt, dass 2025/26 etwa 46 % der erstmaligen Zugriffe auf ein Rentenguthaben die vollständige Auszahlung des Guthabens umfassten, wodurch manche Menschen Gefahr liefen, ihre Ersparnisse zu überleben und auf die staatliche Rente angewiesen zu sein. Sir Steve Webb hat laut einem Bericht des Telegraph vor einer feindseligen Haltung der Regierung gegenüber den Rentenfreiheiten gewarnt.

Automatische Anmeldung und die Sparlücke

Die automatische Anmeldung (Auto-Enrolment), im Oktober 2012 eingeführt, verpflichtet Arbeitgeber, jeden Beschäftigten ab 22 Jahren in ein Rentensystem aufzunehmen und einen Arbeitgeberbeitrag zu leisten; Beschäftigte können sich jedoch abmelden. Die Regierung erklärt, dass inzwischen etwa neun von zehn anspruchsberechtigten Beschäftigten im Privatsektor sparen, gegenüber vier von zehn im Jahr 2012. Minister schreiben dem System zu, dass es Millionen zu höheren Rücklagen für die Rente bewegt hat. Das begleitete Modell zielt auf den nächsten Schritt, wenn aus Ersparnissen Einkommen werden muss. Es wurden Bedenken geäußert, dass manche Menschen ihre Rentenersparnisse nach dem Ruhestand zu schnell aufbrauchen.

Anspruchsberechtigte Beschäftigte im Privatsektor, die in eine Rente einzahlen%
2012
40 %
November 2026
90 %

Daten aus dem Artikeltext

Reaktionen der Branche und offene Fragen

Kirsty Ross vom People's Pension, einem Anbieter betrieblicher Renten, stellte infrage, ob Millionen Menschen schnell zu Experten für Ruhestandseinkommen werden können.

„Es ist unrealistisch zu erwarten, dass Millionen von Menschen plötzlich zu Experten für Ruhestandseinkommen werden.“

Kirsty Ross

Simon Eagle, Experte für kollektive Beitragssysteme (Collective Defined Contribution) bei der Beratungsgesellschaft WTW, sagte, das System werde voraussichtlich im Durchschnitt etwa 40 Prozent höhere Einkünfte zahlen als eine typische Annuität. Die meisten Annuitäten steigen nicht mit der Inflation, was gepoolte Vermögenswerte mit der Zeit ausgleichen könnten. Rentenexperten begrüßten die Richtung der Pläne, sagten aber, Rentner sollten weiterhin wählen können, wie sie ihr Geld verwenden.

Konsultationen und was offen bleibt

Eine zweite Konsultation betrifft kollektive Rentensysteme für den Ruhestand, die als Standardrente im begleiteten Modell dienen könnten. Beide Konsultationen fragen, wie Standardrenten gestaltet und umgesetzt werden sollten und wie Systeme ihre Mitglieder beim Übergang in den Ruhestand unterstützen sollten. Die Regierung erklärt, Sparer, die eine andere Option bevorzugen, könnten weiterhin frei wählen. Die Quellen nennen weder ein Ende der Konsultationen noch ein Datum für das Inkrafttreten endgültiger Regeln.

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