
Issa Remmo besucht Wahlveranstaltung der Berliner Linken und löst politische Gegenreaktion aus
Der Auftritt von Clan-Chef Issa Remmo auf einer Wahlparty in Berlin-Neukölln am 20. September 2026 führte zu sofortigen Distanzierungen der Linken und Kritik der Berliner Spitzenpolitiker.
Clan-Figur besucht Neuköllner Wahlveranstaltung
Issa Remmo, anerkanntes Oberhaupt des in Berlin ansässigen Remmo-Clans, besuchte am 20. September 2026 eine Wahlparty des Kreisverbands der Linken in Berlin-Neukölln. In einem Gespräch mit der Zeitung Berliner Morgenpost während der Veranstaltung äußerte Remmo seine Zufriedenheit mit dem Abschneiden der Partei und erklärte, er fühle sich erstmals von einer deutschen politischen Partei unterstützt. Remmo ging auch auf öffentliche Diskussionen über Antisemitismusvorwürfe innerhalb der Linken ein und bestritt, dass die Landesorganisation Feindseligkeit gegenüber Jüdinnen und Juden hege. Er fügte hinzu, dass er keinen antisemitischen Politiker wählen würde.
Die Berliner Linke ist nicht judenfeindlich.
Kreisspitze weist Verbindungen zu Remmo zurück
Nach Berichten über Remmos Anwesenheit bei der Feier stellte die Neuköllner Kreisspitze der Linken die Umstände seines Besuchs klar. Jorinde Schulz, Mitglied des Neuköllner Kreisvorstands, erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, dass die Zusammenkunft völlig öffentlich gewesen sei, sodass nicht eingeladene Personen eintreten konnten. Schulz erläuterte, dass die lokalen Organisatoren weder von Remmo noch von seiner Anwesenheit wussten, und merkte an, dass sein Name nicht auf der offiziellen Anmeldeliste stand. Der Kreisvorstand betonte, dass es keine politischen oder persönlichen Verbindungen zu Remmo gebe, und fügte hinzu, dass sein unangekündigtes Erscheinen auf der Wahlparty nichts an dieser Tatsache ändere.
Es gibt weder politische noch persönliche Beziehungen zu dieser Person.
Politische Reaktionen und Koalitionsfragen
Remmos Teilnahme löste kritische Reaktionen von Berliner Politikern hinsichtlich Regierungsstandards und möglicher Koalitionsgespräche aus. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, veröffentlichte auf der Social-Media-Plattform X eine Stellungnahme, in der er argumentierte, dass jede politische Entität, die kommunale Verantwortung anstrebe, eine eindeutige Abgrenzung von organisierter Kriminalität demonstrieren müsse. Auch die Grünen-Landesvorsitzende Nina Stahr äußerte gegenüber der dpa ihren Unmut und forderte die Landesführung der Linken auf, den Vorfall direkt mit den Bezirksvertretern in Neukölln zu klären. Stahr erklärte, dass Klarheit sowohl über Remmos Anwesenheit als auch über die jüngsten Parteidebatten zum Antisemitismus erforderlich sei, bevor formelle Verhandlungen über die Regierungsbildung aufgenommen werden könnten.
Eine Partei, die Verantwortung für unsere Stadt übernehmen will, muss unmissverständlich klar machen, dass es keine Nähe zu Strukturen geben darf, die der organisierten Kriminalität zuzurechnen sind.
Hintergrund der Familie Remmo und rechtliche Geschichte
Die Familie Remmo kam in den 1980er Jahren aus dem Libanon nach Berlin und wird seitdem von deutschen Behörden mit organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht. Mehrere Mitglieder der Großfamilie wurden in Deutschland für Straftaten verantwortlich gemacht, darunter der Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum im Jahr 2017. 2019 wurden Familienmitglieder mit dem Juwelenraub im Grünen Gewölbe in Dresden in Verbindung gebracht. Lokale Vertreter der Linken hielten daran fest, dass Remmos ungebetene Teilnahme an der öffentlichen Veranstaltung keine Zusammenarbeit mit Clan-Strukturen oder Tolerierung organisierter Kriminalität anzeige.
- Die Familie Remmo kommt aus dem Libanon nach Berlin
- Goldmünze aus dem Bode-Museum in Berlin gestohlen
- Juwelen aus dem Historischen Grünen Gewölbe in Dresden gestohlen
- Issa Remmo besucht Wahlparty der Linken in Neukölln


