Energie & Handel · Paris
TotalEnergies meldet 8,3 Mrd. Dollar Quartalsgewinn – Regierung drängt auf niedrigere Kraftstoffpreise
TotalEnergies hat am 29. Oktober für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 8,3 Milliarden Dollar gemeldet – mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, bei gestiegenen Kraftstoff- und Gaspreisen. Regierungssprecherin Maud Bregeon forderte den Konzern auf, die Entlastung aus den freigegebenen Dieselbeständen an die Zapfsäulen weiterzugeben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20minutes, Le Monde.fr, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Nettogewinn erreichte im dritten Quartal 8,3 Milliarden Dollar, ein Plus von 124 Prozent gegenüber 3,7 Milliarden Dollar im gleichen Quartal des Jahres 2025.
Shell meldete 12,1 Milliarden Dollar, ein Plus von 126,6 Prozent, und der Neunmonatsgewinn von Repsol stieg um 325 Prozent auf 5,006 Milliarden Euro.
Maud Bregeon forderte TotalEnergies auf, die Entlastung aus den freigegebenen Mengen an die Zapfsäulenpreise weiterzugeben und die Preisobergrenze so lange beizubehalten, wie die Krise dauert.
Ein Dekret zur Freigabe strategischer Dieselbestände tritt am Samstag, 31. Oktober, in Kraft; die Regierung erwartet einen Rückgang des Dieselpreises um 12 bis 18 Cent pro Liter.
- 28.10.Europäischer Gaspreis steigt erstmals seit vier Jahren über 100 Euro pro MWh
- 29.10.TotalEnergies, Shell und Repsol melden deutlich höhere Gewinne; Regierung drängt auf Weitergabe
- 31.10.Dekret zur Freigabe strategischer Dieselbestände tritt in Kraft
- Woche des 2. November 2026Regierung verspricht einen sichtbaren Rückgang an der Zapfsäule
Ein Rekordquartal bei den Ölkonzernen
TotalEnergies hat am Donnerstag, 29. Oktober, für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 8,3 Milliarden Dollar bekannt gegeben – ein Plus von 124 Prozent gegenüber 3,7 Milliarden Dollar im gleichen Quartal des Jahres 2025. Der Wert übertraf auch die Ergebnisse der ersten beiden Quartale 2026, in denen sich der Preissprung nach Beginn des Konflikts im Nahen Osten bereits niedergeschlagen hatte. Raffinerie und Chemie steuerten 3,5 Milliarden Dollar bei, nach 687 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Im Gasgeschäft verdoppelte sich das bereinigte betriebliche Nettoergebnis, gestützt auf höhere Verkaufspreise und ein stärkeres Handelsgeschäft. Ein Bericht bezifferte die Öl- und Gasförderung 1 Prozent niedriger als im Vorjahr, ein anderer beschrieb die Produktion trotz des Krieges als steigend. In einer am Donnerstagmorgen veröffentlichten Erklärung verwies Konzernchef Patrick Pouyanné auf das integrierte Modell des Konzerns.
„TotalEnergies profitiert erneut voll von seinem integrierten Modell und seiner geografischen Diversifizierung.“
Wettbewerber mit ähnlichen Sprüngen
Shell meldete einen Nettogewinn von 12,1 Milliarden Dollar, ein Plus von 126,6 Prozent, das das Unternehmen auf Gasförderung und -vermarktung einschließlich Flüssiggas sowie auf höhere Raffineriemargen zurückführte. Der Nettogewinn von Repsol für die ersten neun Monate des Jahres erreichte 5,006 Milliarden Euro, ein Plus von 325 Prozent. Allein im dritten Quartal lag der Gewinn bei 2,8 Milliarden Euro nach 574 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Wael Sawan, Vorstandsvorsitzender von Shell, beschrieb das Quartal in einer Erklärung.
„Shells ständiger Fokus auf operative Leistung hat in einem Quartal, das von einer weiterhin schweren Störung des globalen Energiesystems geprägt war, sehr solide Ergebnisse geliefert.“
- TotalEnergies 3. Quartal 2025
- 3.7 Mrd. US$
- TotalEnergies 3. Quartal 2026
- 8.3 Mrd. US$
- Shell 3. Quartal 2026
- 12.1 Mrd. US$
Daten aus dem Artikeltext
Was die Margen trieb
Störungen der Kraftstoffproduktion und der Exporte im Nahen Osten haben das globale Angebot verringert und die Kraftstoffpreise im Verhältnis zu Rohöl nach oben getrieben, was die Margen der Raffinerien ausweitet. Ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien haben auch dort die Produktion gesenkt, worauf Moskau die Benzin- und Dieselausfuhren begrenzte, um die Versorgung im Inland zu sichern. Auf der Gasseite stiegen die europäischen Preise am 28. Oktober erstmals seit vier Jahren über 100 Euro pro Megawattstunde. Dem Anstieg vorausgegangen waren Schwierigkeiten beim Transport von LNG-Ladungen aus dem Nahen Osten und europäische Gasspeicher, die am selben Datum unter dem Vorjahresstand lagen.
Regierung fordert Weitergabe an der Zapfsäule
Regierungssprecherin Maud Bregeon, zugleich beigeordnete Ministerin für Energie, sprach am Donnerstag bei BFMTV-RMC. Sie sagte, es wäre falsch, in ein "Total-Bashing" zu verfallen, und lobte die von TotalEnergies angewandte Preisobergrenze für Kraftstoff. Sie forderte das Unternehmen auf, sich in den kommenden Wochen "vorbildlich" zu verhalten.
„Wir haben das Glück, in einer Krise wie der, die wir gerade durchmachen, einen großen Ölkonzern zu haben, insbesondere um Versorgungsrisiken zu bewältigen.“
Sie forderte TotalEnergies auf, die Entlastung aus den freigegebenen Mengen an die Preise weiterzugeben und seine Preisobergrenze so lange beizubehalten, wie die Krise dauert. Ein Dekret, das die wirtschaftlichen Bedingungen für die Freigabe strategischer Dieselbestände festlegt und Anfang Oktober angekündigt wurde, tritt am Samstag, 31. Oktober, in Kraft. Die Regierung erwartet, dass Diesel um 12 bis 18 Cent pro Liter sinkt, ausgehend von einem Durchschnitt zwischen 2,30 und 2,40 Euro seit Anfang Oktober – eine Spanne, die Bregeon bestätigte. Sie versprach ab der kommenden Woche einen sichtbaren Rückgang an der Zapfsäule und erklärte, die Regierung werde dafür sorgen, dass alle Vertreiber ihn weitergeben. Kleinere unabhängige Vertreiber, deren Tanks noch teuren Kraftstoff enthalten, sollen einen Vorschuss erhalten, damit sie ihre Preise senken können. Verbände und Parteien forderten unterdessen eine Besteuerung von "Übergewinnen".
Termine im Blick
Die folgende Zeitleiste führt die wichtigsten Daten der Berichterstattung auf. TotalEnergies, Shell und Repsol veröffentlichten ihre Ergebnisse am Donnerstag, 29. Oktober. Das Dekret zur Freigabe der Dieselbestände tritt am Samstag, 31. Oktober, in Kraft. Bregeon versprach ab der Woche des 2. November einen sichtbaren Rückgang an der Zapfsäule.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 20minutesRekordgewinn für TotalEnergies, die Regierung bittet ihn, „vorbildlich“ zu seinBénéfice record pour TotalEnergies, le gouvernement lui demande d'être " exemplaire " · Original auf Französisch
- Le Monde.frTotalEnergies verzeichnet Rekordgewinne, angekurbelt durch globale Spannungen bei DieselTotalEnergies affiche des profits record, dopés par les tensions mondiales sur le gazole · Original auf Französisch
- Le Monde.frSupergewinne von TotalEnergies: Ist es wirklich möglich, die außergewöhnlichen Gewinne der Ölkonzerne zu besteuern?Superprofits de TotalEnergies : est-il vraiment possible de taxer les bénéfices exceptionnels des pétroliers ? · Original auf Französisch
- La Libre.beVerdoppelte Gewinne für TotalEnergies und Shell, vervierfacht für Repsol: Gewinne explodieren für ÖlkonzerneBénéfices doublés pour TotalEnergies et Shell, quadruplé pour Repsol : les profits explosent pour les pétroliers · Original auf Französisch
- Patrick Pouyanné
- Vorstandsvorsitzender von TotalEnergies, der die Ergebnisse des Konzerns im dritten Quartal kommentierte
- Maud Bregeon
- Regierungssprecherin und beigeordnete Ministerin für Energie, die TotalEnergies zur Weitergabe niedrigerer Preise aufforderte
- Wael Sawan
- Vorstandsvorsitzender von Shell, der die Ergebnisse des Unternehmens im dritten Quartal beschrieb
- Orte
- Paris
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