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Regierung·vor 2 Std.

Gesundheitsministerin von allen 16 Regionen isoliert – Ärztestreik bleibt ungelöst

Eine außerordentliche Sitzung des spanischen Interterritorialen Gesundheitsrates endete am Mittwoch ohne eine einzige Einigung, nachdem alle 16 Autonomen Gemeinschaften – mit Ausnahme Kataloniens – sich weigerten, über die Tagesordnung abzustimmen, und von der Ministerin verlangten, den Dialog mit den streikenden Ärzten wieder aufzunehmen.

Ein Treffen, das endete, bevor es begann

Das außerordentliche Plenum des Interterritorialen Rates des Nationalen Gesundheitssystems (CISNS), das auf Antrag der Autonomen Gemeinschaften selbst einberufen worden war, scheiterte am Mittwoch innerhalb weniger Minuten. Die Vertreter von 16 Regionen und der Autonomen Städte Ceuta und Melilla verlasen zu Beginn der Sitzung eine gemeinsame Erklärung und lehnten es dann ab, sich an der Diskussion oder Abstimmung über die übrigen Tagesordnungspunkte zu beteiligen. Der baskische Gesundheitsminister Alberto Martínez fungierte als Sprecher des Blocks und erklärte, die Ministerin „sei allein gelassen worden“ und „habe nicht die Unterstützung der Fachleute, der Gewerkschaften oder der Autonomen Gemeinschaften."

Die Ministerin ist allein gelassen worden. Sie hat nicht die Unterstützung der Fachleute, sie hat nicht die Unterstützung der Gewerkschaften, und sie hat auch uns nicht, die Autonomen Gemeinschaften.

Katalonien war die einzige Region, die das gemeinsame Dokument nicht unterzeichnete, obwohl das Gesundheitsministerium eine Erklärung veröffentlichte, in der es klarstellte, dass es „einen Großteil der geäußerten Überlegungen teilt“ und die Nichtunterzeichnung „keine inhaltliche Ablehnung bedeutet“. Die katalanische Gesundheitsministerin Olga Pané konnte aufgrund von Krankheitsurlaub nicht an der Sitzung teilnehmen.

Der Kern des Streits: Wer ist verantwortlich?

Der Konflikt dreht sich um die Reform des Estatuto Marco, des Regelwerks für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im spanischen Gesundheitswesen. Das Gesundheitsministerium unter Leitung von Mónica García genehmigte die Reform, ohne zuvor einen Konsens mit den Ärztegewerkschaften zu erzielen, was eine Reihe von Streiks auslöste – der nächste soll am Montag beginnen und wäre der fünfte Ärztestreik in diesem Jahr. Die Regionen argumentieren, dass das Ministerium die alleinige normative Zuständigkeit für das Estatuto Marco besitze und daher die Verantwortung für den daraus resultierenden Konflikt allein bei García liege. Das Ministerium hält dagegen, dass viele Forderungen der Streikenden – wie die Begrenzung von Bereitschaftsdiensten, die Einführung einer 35-Stunden-Woche und Regelungen zur Frühverrentung – in die Zuständigkeit der Autonomen Gemeinschaften fielen.

Heute hätten die Autonomen Gemeinschaften den Konflikt entschärfen können, indem sie ihren Teil der Zuständigkeiten übernommen hätten. Sie haben sich dagegen entschieden.

Beschuldigungen nach der gescheiterten Sitzung

In einer Pressekonferenz nach dem Treffen beschuldigte García die regionalen Gesundheitsräte, sich zu verhalten „wie der Hund im Stroh, der weder selbst frisst noch die anderen fressen lässt". Sie zeigte sich enttäuscht, dass die Räte „beschlossen haben, wegzuschauen", und bestand darauf, dass sie das Estatuto Marco „nicht aufgeben" werde, da dies bedeuten würde, ihre Kollegen „zu verraten". Die Madrider Gesundheitsministerin Fátima Matute bezeichnete García als „ein trojanisches Pferd, das das System sprengt" und forderte einen „Staatspakt", um das zu bewältigen, was sie als „den schlimmsten Ärztestreik der Geschichte" bezeichnete.

Ein trojanisches Pferd, das das System sprengt.

Das gemeinsame Dokument des regionalen Blocks fordert das Ministerium auf, „dringend einen Prozess des echten, wirksamen und konstruktiven Dialogs wieder aufzunehmen" und „unverzüglich strukturelle und nachhaltige Maßnahmen" zu fördern, um den strukturellen Mangel an medizinischem Fachpersonal zu beheben. Carlos Fernández Carriedo, amtierender Sprecher der Regionalregierung von Kastilien und León, fasste die Position der Regionen zusammen: „Nachdenken – nicht alle können Unrecht haben."

Wie es weitergeht

Nachdem keine Einigung erzielt und die Positionen unverändert geblieben sind, soll der Ärztestreik am Montag wieder aufgenommen werden. Das Ministerium hält daran fest, dass das Estatuto Marco nicht zurückgezogen wird, während die Regionen darauf beharren, dass sie einen Konflikt nicht lösen können, dessen regulatorische Ursachen außerhalb ihrer Zuständigkeit liegen. Die Pattsituation lässt das öffentliche Gesundheitswesen Spaniens mit anhaltenden Beeinträchtigungen rechnen, wobei die Regionalregierungen vor wachsenden Wartelisten und einem erhöhten Versorgungsdruck auf das verbleibende Personal warnen.

Madrid

8 Quellen

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