Regierung · Rom und Triest
Italiens Regionen sehen Gesundheitsversorgung im Haushalt 2027 einstimmig unterfinanziert
Italiens Regionen haben in einer außerordentlichen Sitzung am 4. November mehr Geld für die Gesundheit gefordert. Nach Schätzungen der Regionalverwaltungen würde Venetien 348 Millionen Euro weniger erhalten als der Anteil, den es erwartet hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von AGI, ANSA.it und Il Sole 24 ORE. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Am 4. November 2026 stellte die Konferenz der Regionen, der alle 20 italienischen Regionen angehören, einstimmig fest, dass die Mittel für die Gesundheitsversorgung im Haushaltsentwurf 2027 unzureichend sind, und forderte eine weitere Aufstockung des Nationalen Gesundheitsfonds von 146,3 Milliarden Euro.
Nach Schätzungen der Regionalverwaltungen hätte Venetiens Anteil an den geforderten 6,5 Milliarden 552 Millionen Euro betragen; bei einem Volumen von 2,4 Milliarden würde es 204 Millionen Euro erhalten.
Die Regionen forderten 3,48 Milliarden Euro zur Deckung der Inflation, während die Regierung 138 Millionen Euro zuweist, also 4 % der Forderung.
AGI berichtete am 5. November, Lega und Forza Italia drängten Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti, den Entwurf zu ändern, während die Fratelli d'Italia die Mittel als begrenzt bezeichnet.
- 4.11.Die Regionen treten zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen und erklären einstimmig die Gesundheitsfinanzierung für unzureichend
- 4.11.Gesundheitsminister Orazio Schillaci sagt im Parlament, der Fonds sei auf seinem höchsten Stand und wachse weiter
- 4.11.Massimiliano Fedriga sagt, es brauche mehr Mittel, und die Regierung arbeite daran
- 5.11.Lega und Forza Italia drängen Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti, den Haushaltsentwurf zu ändern
Regionen fordern mehr Geld für die Gesundheit
Am Mittwoch, dem 4. November 2026, trat die Konferenz der Regionen zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um ihre Position zum Haushaltsentwurf 2027 zu formulieren, während dieser ins parlamentarische Verfahren geht. Die Regionen stellten einstimmig fest, dass die im Entwurf vorgesehenen Mittel für die Gesundheitsversorgung unzureichend sind, und forderten Regierung und Parlament auf, alle verfügbaren finanziellen Mittel auf eine weitere Aufstockung des Nationalen Gesundheitsfonds zu richten. Der Fonds erreicht 2027 146,3 Milliarden Euro, doch die Regionen argumentieren, dass die Gesundheitsausgaben schneller steigen als diese Finanzierung, angetrieben von der Inflation. Rund 14 der 20 italienischen Regionen werden von Mitte-rechts-Koalitionen regiert, sechs von der Mitte-links.
Der Präsident von Friaul-Julisch Venetien, Massimiliano Fedriga, der die Konferenz leitet, brachte das Problem auf den Punkt.
„Das Problem ist, dass die Ausgaben schneller laufen als die Finanzierung, und mit diesem Haushalt riskieren wir, die Abdeckung der LEA nicht mehr garantieren zu können.“
Was nach Ansicht der Regionen fehlt
Die Regionen forderten 6,5 Milliarden Euro mehr und erhalten 2,4 Milliarden, dazu einen bereits im vorigen Haushalt zurückgelegten Betrag; die Lücke entspricht dem, was die Regionen als Kürzungen bezeichnen. Guido Bertolaso, Sozialdezernent der Lombardei, bezifferte die Kürzung für die Lombardei auf knapp eine halbe Milliarde Euro. Venetien hätte 8,5 % der 6,5 Milliarden erhalten sollen, also 552 Millionen Euro, doch bei einem Volumen von 2,4 Milliarden liegt sein erwarteter Anteil bei 204 Millionen Euro – rund 348 Millionen weniger, nach Schätzungen der Regionalverwaltungen.
- Erwarteter Anteil bei 6,5-Milliarden-Forderung
- 552 Millionen Euro
- Geschätzter Anteil bei 2,4-Milliarden-Zuweisung
- 204 Millionen Euro
Daten aus dem Artikeltext
Der Anstieg des Fonds für die Toskana beträgt 2027 rund 200 Millionen Euro, doch die Region rechnet mit weiteren Kostensteigerungen von etwa 600 Millionen, die der nationale Fonds nicht deckt. Allein zur Deckung der Inflation hatten die Regionen 3,48 Milliarden Euro gefordert, während die Regierung 138 Millionen zuweist, also 4 % dieser Forderung.
- Von den Regionen gefordert
- 3.48 Milliarden Euro
- Von der Regierung zugewiesen
- 0.138 Milliarden Euro
Daten aus dem Artikeltext
Reaktion von Regierung und Mehrheit
Lucio Malan, Fraktionsvorsitzender der Fratelli d'Italia, antwortete Reportern nach einem Treffen mit der Cisl und wies das Wort Kürzungen zurück.
„Das sind keine Kürzungen: Was als „Kürzungen“ bezeichnet wird, ist die fehlende weitere Aufstockung. Es gibt keine Kürzungen; die Kürzungen wurden in der Vergangenheit vorgenommen.“
Gesundheitsminister Orazio Schillaci sagte am selben Tag zuvor in der Abgeordnetenkammer, der Fonds sei auf seinem höchsten Stand und wachse weiter, mit mehr als 20 Milliarden Euro, die seit 2022 hinzugekommen seien. Er verteidigte den vorgeschlagenen Gutschein als gezielte Maßnahme für ältere Menschen, während die Regionen ihn streichen und seine 1,6 Milliarden Euro direkt in die öffentliche Gesundheitsversorgung umleiten wollen. Am Abend fügte Fedriga in Triest hinzu, Friaul-Julisch Venetien nehme als autonome Region nicht an der Verteilung des nationalen Gesundheitsfonds teil.
„Wir arbeiten mit der Regierung zusammen, weil es natürlich wichtig ist, mehr Mittel zu garantieren.“
Optionen und Spannungen in der Koalition
Der wichtigste Vorschlag, angeführt von Emilia-Romagnas Präsident Michele De Pascale und möglicherweise unterstützt von den Mitte-links-Regionen, besteht darin, die Ausgabenbindungen aufzuheben. De Pascale sagt, nur 800 Millionen Euro der zugewiesenen Mittel seien frei verfügbar, der Rest sei an neue, im Haushalt selbst festgelegte Ausgaben gebunden, etwa 100 Millionen für die Alzheimer-Versorgung und 136 Millionen für nicht selbstständige ältere Menschen. Am 5. November berichtete AGI, dass Lega und Forza Italia den Druck auf Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti erhöhen, den Haushalt zu ändern, und dass mehrere Minister mit Maßnahmen unzufrieden seien, die nach ihren Angaben nicht vereinbart worden seien. Wirtschaftsstaatssekretär Maurizio Leo sagte, eine Änderung des Entwurfs erfordere zusätzliche Mittel, was die Frage der Deckung zentral mache. Nach von AGI zitierten informierten Quellen schließt die Regierung nicht aus, die in der Verfassung vorgesehenen Ersatzbefugnisse zu nutzen, um ohne Einigung mit den Regionen über den Fonds zu handeln.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- AGIHaushalt, wachsender Druck von Lega und FI auf GiorgettiManovra, aumenta il pressing di Lega e FI su Giorgetti · Original auf Italienisch
- ANSA.itGouverneure „wesentliche Ressourcen fehlen, weg mit dem Gutschein“I governatori 'mancano risorse essenziali, via il voucher' - Sanità · Original auf Italienisch
- ANSA.itGouverneure: „Wesentliche Ressourcen fehlen, weg mit dem Gutschein“I governatori: 'Mancano le risorse essenziali, via il voucher' - Notizie · Original auf Italienisch
- Il Sole 24 OREHaushaltsgesetz: Regionen, Nationaler Gesundheitsfonds unzureichend, Korrekturmaßnahmen erforderlich*** Ddl bilancio: Regioni, Fondo sanitario nazionale insufficiente, serve correttivo · Original auf Italienisch
- Michele De Pascale
- Präsident der Emilia-Romagna, treibt den Vorschlag voran, die Ausgabenbindungen für Gesundheitsmittel aufzuheben
- Massimiliano Fedriga
- Präsident von Friaul-Julisch Venetien und Vorsitzender der Konferenz der Regionen
- Lucio Malan
- Fraktionsvorsitzender der Fratelli d'Italia, der die Behauptung der Regionen von Kürzungen im Gesundheitsbereich zurückwies
- Guido Bertolaso
- Sozialdezernent der Lombardei, der die Kürzung für die Lombardei auf knapp eine halbe Milliarde Euro bezifferte
- Orazio Schillaci
- Italienischer Gesundheitsminister, der die Gesundheitsfinanzierung 2027 und den vorgeschlagenen Gutschein verteidigte
- Giancarlo Giorgetti
- Wirtschaftsminister, der von Lega und Forza Italia gedrängt wird, den Haushaltsentwurf zu ändern
- Maurizio Leo
- Wirtschaftsstaatssekretär, der sagte, für eine Änderung des Haushaltsentwurfs seien zusätzliche Mittel nötig
- Giorgia Meloni
- Ministerpräsidentin, deren Partei Fratelli d'Italia den Forderungen der Koalitionspartner entgegentritt
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen