
Rally de Portugal aus dem Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft 2027 gestrichen
Der Automóvel Club de Portugal hat den gastgebenden Gemeinden mitgeteilt, dass die Veranstaltung 2027 nicht stattfinden wird, nachdem ihr Startplatz an eine andere Weltregion vergeben wurde.
Ausschluss aus dem Kalender und plötzliche Absage
Der Automóvel Club de Portugal informierte die lokalen Behörden am 29. September 2026 darüber, dass die Rally de Portugal 2027 nicht im Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft stehen wird. Vertreter des nationalen Automobilverbands reisten direkt in die Stadt Viseu, um die Mitteilung persönlich zu überbringen; damit war der Gemeinderat die erste öffentliche Stelle, die offiziell über den Rückzug informiert wurde. Die Organisatoren erklärten während des Treffens, dass der Meisterschaftsplatz des Wettbewerbs für die Saison 2027 in eine andere Region der Welt verlegt wird. Im Anschluss an das Treffen veröffentlichte der organisierende Club eine förmliche Erklärung, in der es hieß, die Entscheidung sei Folge unvorhergesehener Kalenderanpassungen.
Eine Änderung in letzter Minute erzwingt eine Pause für eine der emblematischsten Rallyes der Weltmeisterschaft, wobei eine Rückkehr 2028 möglich sei.
Auswirkungen auf die Gemeinden im Norden und in der Mitte
Die unerwartete Streichung der Veranstaltung löste bei Kommunalpolitikern und Unternehmern in Nord- und Mittelportugal breite Enttäuschung und Empörung aus. Zu den direkt von der Kalenderstreichung betroffenen Gemeinden gehören Viseu, Arganil und Fafe, die alle regelmäßig wichtige Wertungsprüfungen des Wettbewerbs ausrichten. Lokale Amtsträger und regionale Wirtschaftsvertreter betonten, dass die jährliche Rallye Tausende Zuschauer in die Regionen zieht und erhebliches Geschäftsvolumen für Hotels, Restaurants, Einzelhandel und Aushilfskräfte generiert. Viseus Bürgermeister João Azevedo wandte sich an Journalisten, um die weitreichenden territorialen Folgen des Ausschlusses zu beschreiben.
Es ist ein enormer Verlust, nicht nur für Viseu, sondern für das Land, für die Region Norden und für die Region Mitte.
- Viseu wird als logistische Basis und Ausrichter einer Wertungsprüfung der Rallye bekannt gegeben.
- Der Automóvel Club de Portugal informiert Viseu über den Ausschluss aus dem WRC-Kalender 2027.
- Viseus Bürgermeister João Azevedo bestätigt die Absage der Ausgabe 2027.
- Die Rally de Portugal pausiert ein Jahr in der Rallye-Weltmeisterschaft.
- Vom Automóvel Club de Portugal benanntes mögliches Zeitfenster für eine Rückkehr.
Vorbereitungen und lokale Ressourcen
Viseu hatte seit Februar 2026 seinen Verwaltungs- und Stadtapparat vorbereitet, als die Gemeinde erstmals ankündigte, als wichtigste logistische Basis zu dienen und eine ausgewiesene Wertungsprüfung auszurichten. Die Vorbereitung auf die Veranstaltung 2027 erforderte monatelange technische Abstimmung zwischen kommunalen Teams, Sicherheitsbehörden und professionellen Delegierten der Fédération Internationale de l'Automobile. Die lokalen Behörden stimmten sich zudem eng mit der regionalen Tourismusagentur Turismo do Centro de Portugal ab und schlossen förmliche Vereinbarungen mit dem Automóvel Club de Portugal. Der Stadtrat von Viseu verabschiedete offizielle Beschlüsse, um die erforderliche Logistik zu ermöglichen. Azevedo stellte klar, dass die Gemeindebediensteten zwar umfangreiche Planungsstunden in die Veranstaltung investierten, die lokale Regierung vor der Absage jedoch keine direkten finanziellen Mittel einsetzte.
Keine alternativen internationalen Wettbewerbe
Angesichts von Spekulationen, ob der Wettbewerb unabhängig vom internationalen Dachverband stattfinden könnte, schloss Azevedo eine nicht sanktionierte Ausgabe der Veranstaltung für 2027 aus. Der Bürgermeister erklärte, dass zwar kleinere regionale Rallyes und die auf den Azoren ausgetragene Rallye Europa im nationalen Kalender blieben, die echte Rally de Portugal jedoch im kommenden Jahr in keiner Form stattfinden werde. Folglich werden die Topfahrer und Werksteams der Rallye-Weltmeisterschaft 2027 das portugiesische Festland vollständig meiden. Azevedo richtete einen öffentlichen Appell an die nationalen Behörden, entschlossen auf den Verlust des Termins zu reagieren. Er fügte hinzu, dass Viseu weiterhin uneingeschränkt bereit sei, als operatives Hauptquartier zu dienen, sollte es den Organisatoren gelingen, die Veranstaltung 2028 wieder in den Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft aufzunehmen.

