Sicherheit · Bukarest

Sechs Angeklagte, darunter Gasnetzbetreiber Distrigaz, wegen Explosion in Rahova vor Gericht

Die Bukarester Staatsanwaltschaft hat am 4. November 2026 zwei Unternehmen und vier Personen wegen der Explosion vom 17. Oktober 2025 in Rahova, bei der vier Menschen starben, vor Gericht gebracht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von HotNews.ro, Digi24, Ziare.com und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bukarest · Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 17.10.Strafverfahren eröffnet
  2. 20.10.Tatortuntersuchung bis zu diesem Datum durchgeführt
  3. 4.11.Sechs Angeklagte vor Gericht gebracht

Die Vorwürfe

Am 4. November 2026 hat die Staatsanwaltschaft beim Berufungsgericht Bukarest sechs Angeklagte – zwei Unternehmen und vier Personen – wegen fahrlässiger Zerstörung, die eine Katastrophe verursacht hat, nach Artikel 255 des Strafgesetzbuchs vor Gericht gebracht. Das Verfahren betrifft die Explosion vom 17. Oktober 2025 in einem Wohnblock im Bukarester Stadtteil Rahova im Sektor 5, bei der vier Menschen starben. Zu den Angeklagten gehören nach Unterlagen, die G4Media vorliegen, der Betreiber des Gasverteilnetzes in dem Gebiet, die Distrigaz Sud Rețele SRL, sowie zwei ihrer Netzmonteure, die als Notdienst im Einsatz waren. Das andere Unternehmen, die Amproperty Construct SRL, ist von der Energieregulierungsbehörde ANRE zugelassen, Gasinstallationen zu prüfen und zu warten; auch ihre beiden Monteure sind angeklagt. Die Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, dass jeder Angeklagte durch seinen eigenen schuldhaften Beitrag nicht eingegriffen habe, nachdem das Gasleck aufgetreten war.

„In allen sechs Fällen entstand das Ergebnis durch das Unterlassen von Eingriffs- und Sicherheitspflichten.“

Staatsanwaltschaft beim Berufungsgericht Bukarest

Drei Personen wurden während der Ermittlungen festgenommen, darunter ein Distrigaz-Mitarbeiter; sie wurden später unter richterlicher Kontrolle freigelassen.

Wie das Gas in das Gebäude gelangte

Laut Staatsanwaltschaft erhitzten elektrische Fehler in Erdkabeln am Morgen des 16. Oktober 2025 zwischen etwa 06:15 und 07:00 Uhr die Polyethylenleitung, die den Block 32 versorgt, an zwei Stellen und durchlöcherten sie. Gas entwich in den Boden, breitete sich über einen unterirdischen Wärmekanal bis in den Keller des Treppenhauses 2 aus und stieg über den Aufzugsschacht und andere technische Hohlräume nach oben. Es sammelte sich vor allem in den oberen Stockwerken und entzündete sich am 17. Oktober 2025 um 09:08 Uhr in den Stockwerken 5 und 6, ausgehend von einer Wohnung im fünften Stock. Wahrscheinlichste Zündquelle war ein Funke an einem elektrischen Schalter. Das Absperren der Gaszufuhr zum Gebäude stoppte das Leck nicht, weil seine Ursache weiter oben in der beschädigten Verteilleitung lag.

Warnungen und die Rolle der einzelnen Angeklagten

Anwohner riefen siebenmal wegen Gasgeruchs bei den benachbarten Blöcken 32 und 33 an; der erste Anruf wurde am 16. Oktober 2025 um 07:08 Uhr registriert. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Zeitraum zwischen diesem Anruf und der Explosion auf 26 Stunden und den zwischen der Feststellung von Lecks durch Monteure des zugelassenen Betreibers – trotz abgesperrter Versorgung – und der Explosion auf 16 Stunden. Den Umgang des Verteilers mit den Meldungen fasste die Staatsanwaltschaft in eigenen Worten zusammen.

„Die Quelle des Lecks wurde nicht ermittelt und nicht abgesperrt.“

Staatsanwaltschaft beim Berufungsgericht Bukarest

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verließen die Trupps des Verteilers den Bereich, bevor der Defekt gefunden war, und das im Auftrag der Wohnungseigentümergemeinschaft tätige Unternehmen habe den Verteiler nicht über das Problem informiert. Die zugelassenen Monteure stellten am Nachmittag des 16. Oktober Gas im Block 32 fest, prüften laut Staatsanwaltschaft aber nicht den Keller, alarmierten den Verteiler nicht und lüfteten die betroffenen Bereiche nicht. Den Monteuren werde nicht vorgeworfen, die unterirdische Leitung nicht repariert zu haben – das sei Aufgabe des Verteilers gewesen.

Opfer und Schäden

Die Explosion tötete vier Menschen und verletzte acht. Sie zerstörte 54 Wohnungen in dem betroffenen Block oder machte sie unbewohnbar und zerstörte oder beschädigte 45 Autos. Weitere 96 Wohnungen in benachbarten Treppenhäusern wurden ebenfalls beschädigt. Das Gebäude wurde später abgerissen.

Opfer und Schäden der Explosion vom 17. Oktober 2025
Tote
4
Verletzte
8
Zerstörte oder unbewohnbare Wohnungen
54
Zerstörte oder beschädigte Autos
45
Beschädigte Wohnungen in benachbarten Treppenhäusern
96

Daten aus dem Artikeltext

Beschlagnahmen und Zivilklagen

Die Staatsanwaltschaft ordnete die Beschlagnahme beweglicher und unbeweglicher Vermögenswerte der Angeklagten bis zu mehr als 68 Millionen Euro und 6,5 Millionen Lei an, dem voraussichtlichen aktualisierten Wert des Schadens. Die Beschlagnahme wurde am Sitz von Distrigaz vollstreckt und umfasst 15.306 Quadratmeter Grundstücksfläche innerhalb der Stadtgrenzen sowie neun Gebäude, dazu Ausrüstung eines der Notdienst-Monteure. Der geschätzte Wert der beschlagnahmten Vermögenswerte liegt über 68 Millionen Euro. Insgesamt 297 natürliche und juristische Personen sind dem Verfahren als Zivilparteien beigetreten, und vier Anwälte wurden von Amts wegen bestellt, um Gruppen von Opfern und Zivilparteien gemeinsam zu vertreten.

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Quellen und Kontext

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