Sicherheit · Bukarest
Sechs Angeklagte, darunter Gasnetzbetreiber Distrigaz, wegen Explosion in Rahova vor Gericht
Die Bukarester Staatsanwaltschaft hat am 4. November 2026 zwei Unternehmen und vier Personen wegen der Explosion vom 17. Oktober 2025 in Rahova, bei der vier Menschen starben, vor Gericht gebracht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von HotNews.ro, Digi24, Ziare.com und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Zwei Unternehmen und vier Personen sind wegen fahrlässiger Zerstörung, die eine Katastrophe verursacht hat, am 4. November 2026 vor Gericht gebracht worden.
Der erste Anruf wegen Gasgeruchs ging am 16. Oktober 2025 um 07:08 Uhr ein, die Explosion folgte am 17. Oktober 2025 um 09:08 Uhr.
Die beschlagnahmten Vermögenswerte werden auf mehr als 68 Millionen Euro sowie 6,5 Millionen Lei geschätzt; 297 Zivilparteien sind dem Verfahren beigetreten.
Elektrische Fehler in Erdkabeln erhitzten und durchlöcherten die Polyethylenleitung am 16. Oktober 2025 zwischen etwa 06:15 und 07:00 Uhr an zwei Stellen.
- 17.10.Strafverfahren eröffnet
- 20.10.Tatortuntersuchung bis zu diesem Datum durchgeführt
- 4.11.Sechs Angeklagte vor Gericht gebracht
Die Vorwürfe
Am 4. November 2026 hat die Staatsanwaltschaft beim Berufungsgericht Bukarest sechs Angeklagte – zwei Unternehmen und vier Personen – wegen fahrlässiger Zerstörung, die eine Katastrophe verursacht hat, nach Artikel 255 des Strafgesetzbuchs vor Gericht gebracht. Das Verfahren betrifft die Explosion vom 17. Oktober 2025 in einem Wohnblock im Bukarester Stadtteil Rahova im Sektor 5, bei der vier Menschen starben. Zu den Angeklagten gehören nach Unterlagen, die G4Media vorliegen, der Betreiber des Gasverteilnetzes in dem Gebiet, die Distrigaz Sud Rețele SRL, sowie zwei ihrer Netzmonteure, die als Notdienst im Einsatz waren. Das andere Unternehmen, die Amproperty Construct SRL, ist von der Energieregulierungsbehörde ANRE zugelassen, Gasinstallationen zu prüfen und zu warten; auch ihre beiden Monteure sind angeklagt. Die Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, dass jeder Angeklagte durch seinen eigenen schuldhaften Beitrag nicht eingegriffen habe, nachdem das Gasleck aufgetreten war.
„In allen sechs Fällen entstand das Ergebnis durch das Unterlassen von Eingriffs- und Sicherheitspflichten.“
Drei Personen wurden während der Ermittlungen festgenommen, darunter ein Distrigaz-Mitarbeiter; sie wurden später unter richterlicher Kontrolle freigelassen.
Wie das Gas in das Gebäude gelangte
Laut Staatsanwaltschaft erhitzten elektrische Fehler in Erdkabeln am Morgen des 16. Oktober 2025 zwischen etwa 06:15 und 07:00 Uhr die Polyethylenleitung, die den Block 32 versorgt, an zwei Stellen und durchlöcherten sie. Gas entwich in den Boden, breitete sich über einen unterirdischen Wärmekanal bis in den Keller des Treppenhauses 2 aus und stieg über den Aufzugsschacht und andere technische Hohlräume nach oben. Es sammelte sich vor allem in den oberen Stockwerken und entzündete sich am 17. Oktober 2025 um 09:08 Uhr in den Stockwerken 5 und 6, ausgehend von einer Wohnung im fünften Stock. Wahrscheinlichste Zündquelle war ein Funke an einem elektrischen Schalter. Das Absperren der Gaszufuhr zum Gebäude stoppte das Leck nicht, weil seine Ursache weiter oben in der beschädigten Verteilleitung lag.
Warnungen und die Rolle der einzelnen Angeklagten
Anwohner riefen siebenmal wegen Gasgeruchs bei den benachbarten Blöcken 32 und 33 an; der erste Anruf wurde am 16. Oktober 2025 um 07:08 Uhr registriert. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Zeitraum zwischen diesem Anruf und der Explosion auf 26 Stunden und den zwischen der Feststellung von Lecks durch Monteure des zugelassenen Betreibers – trotz abgesperrter Versorgung – und der Explosion auf 16 Stunden. Den Umgang des Verteilers mit den Meldungen fasste die Staatsanwaltschaft in eigenen Worten zusammen.
„Die Quelle des Lecks wurde nicht ermittelt und nicht abgesperrt.“
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verließen die Trupps des Verteilers den Bereich, bevor der Defekt gefunden war, und das im Auftrag der Wohnungseigentümergemeinschaft tätige Unternehmen habe den Verteiler nicht über das Problem informiert. Die zugelassenen Monteure stellten am Nachmittag des 16. Oktober Gas im Block 32 fest, prüften laut Staatsanwaltschaft aber nicht den Keller, alarmierten den Verteiler nicht und lüfteten die betroffenen Bereiche nicht. Den Monteuren werde nicht vorgeworfen, die unterirdische Leitung nicht repariert zu haben – das sei Aufgabe des Verteilers gewesen.
Opfer und Schäden
Die Explosion tötete vier Menschen und verletzte acht. Sie zerstörte 54 Wohnungen in dem betroffenen Block oder machte sie unbewohnbar und zerstörte oder beschädigte 45 Autos. Weitere 96 Wohnungen in benachbarten Treppenhäusern wurden ebenfalls beschädigt. Das Gebäude wurde später abgerissen.
- Tote
- 4
- Verletzte
- 8
- Zerstörte oder unbewohnbare Wohnungen
- 54
- Zerstörte oder beschädigte Autos
- 45
- Beschädigte Wohnungen in benachbarten Treppenhäusern
- 96
Daten aus dem Artikeltext
Beschlagnahmen und Zivilklagen
Die Staatsanwaltschaft ordnete die Beschlagnahme beweglicher und unbeweglicher Vermögenswerte der Angeklagten bis zu mehr als 68 Millionen Euro und 6,5 Millionen Lei an, dem voraussichtlichen aktualisierten Wert des Schadens. Die Beschlagnahme wurde am Sitz von Distrigaz vollstreckt und umfasst 15.306 Quadratmeter Grundstücksfläche innerhalb der Stadtgrenzen sowie neun Gebäude, dazu Ausrüstung eines der Notdienst-Monteure. Der geschätzte Wert der beschlagnahmten Vermögenswerte liegt über 68 Millionen Euro. Insgesamt 297 natürliche und juristische Personen sind dem Verfahren als Zivilparteien beigetreten, und vier Anwälte wurden von Amts wegen bestellt, um Gruppen von Opfern und Zivilparteien gemeinsam zu vertreten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- HotNews.roSechs Angeklagte, darunter Distrigaz, nach der Explosion in Rahova mit vier Toten vor Gericht gestelltȘase inculpați, inclusiv Distrigaz, trimiși în judecată după explozia din Rahova soldată cu patru morți · Original auf Rumänisch
- Digi24Was war die Ursache der Explosion in Rahova. Die Staatsanwaltschaft rekonstruierte die Chronologie der 26 Stunden von der ersten Meldung bis zur DetonationCare a fost cauza exploziei din Rahova. Procurorii au reconstituit cronologia celor 26 de ore de la prima sesizare până la deflagrație · Original auf Rumänisch
- Ziare.comChronologie der Explosion des Wohnblocks in Rahova, enthüllt von der Staatsanwaltschaft. Von der ersten Meldung bis zur Explosion vergingen 26 StundenCronologia exploziei blocului din Rahova, dezvăluită de procurori. De la prima sesizare până la explozie au trecut 26 de ore · Original auf Rumänisch
- G4Media.roDie Explosion im Wohnblock in Rahova: Distrigaz Sud Retele, die Firma Ampropertyconstruct und je zwei Mitarbeiter der beiden Firmen wegen fahrlässiger Zerstörung mit Katastrophenfolge angeklagt / Vier Menschen starben bei der ExplosionExplozia din blocul din Rahova: Distrigaz Sud Rețele, societatea Ampropertyconstruct și câte doi angajați ai celor două firme, trimiși în judecată pentru distrugere din culpă care a avut ca urmare un dezastru / Patru persoane au murit în urma exploziei · Original auf Rumänisch
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