Konflikte · Rjasan

Ukrainische Drohnen lösen Brände auf Industriegeländen in Rjasan aus, darunter ein gemeldeter Raffineriebrand

In der Nacht zum Donnerstag, 5. November, erklärte der Gouverneur von Rjasan, Pavel Malkov, mehr als 200 Drohnen hätten Brände und Stromausfälle verursacht. Aufnahmen deuten auf einen Brand in der Rosneft-Raffinerie hin, den die Behörden bislang nicht bestätigt haben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, De Morgen, Focus und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rjasan · Russland
Wie es dazu kam
  1. 29.08.Drohnenangriff auf das Wildberries-Lager stoppt dessen Betrieb kurzzeitig
  2. 15.10.Drohnenangriff löst einen Brand in der Raffinerie Rjasan aus und legt eine Primärverarbeitungseinheit vorübergehend still
  3. Ende Oktober 2026Die Ukraine setzt die Angriffe auf Raffinerien zwei Wochen lang aus, Berichten zufolge unter US-Druck
  4. 5. November 2026, gegen 2 UhrIn der Region Rjasan wird vor dem nächtlichen Drohnenangriff Luftalarm ausgelöst

Nächtlicher Angriff auf Rjasan

Drohnen haben in der Nacht zum Donnerstag, 5. November, die Region Rjasan im Westen Russlands angegriffen; der Gouverneur der Region, Pavel Malkov, bezifferte ihre Zahl auf mehr als 200. Herabfallende Trümmer, so schrieb er in einem Telegram-Beitrag, hätten an mehreren Industrieanlagen Brände ausgelöst und Stromleitungen beschädigt, sodass Teile der Stadt Rjasan ohne Strom blieben. Eine Person wurde verletzt. Malkov erklärte später, die Stromversorgung sei wiederhergestellt und die Brände seien gelöscht oder unter Kontrolle gebracht, nannte die betroffenen Objekte jedoch nicht. Das ukrainische Militärportal Militarnyi berichtete, in der Region sei gegen 2 Uhr Luftalarm ausgelöst worden.

Raffinerie und Lagerhalle

Die ukrainischen Telegram-Kanäle Exilenova+ und Supernova+ erklärten, Drohnen hätten das Industriegebiet der Raffinerie Rjasan erreicht, und Astra, ein unabhängiges russisches Medium, verifizierte Aufnahmen eines Brandes in der Anlage, die zu Rosneft gehört. Malkov bestätigte keine Schäden an der Raffinerie. Laut oko.press liefert die Anlage Flugzeugtreibstoff und Diesel an die russische Armee, und mehrere Berichte beziffern ihre Kapazität auf 17 bis 18 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Astra meldete unter Berufung auf Anwohner zudem einen Brand in einem Logistikzentrum von Wildberries; die Anlage umfasst rund 173.000 Quadratmeter im Industriepark Rjasanski bei dem Dorf Tyushevo. Militarnyi erklärte, das Lager sei Ziel gewesen, doch die vorliegenden Informationen zeigen nicht, ob es beschädigt wurde. Ein früherer Drohnenangriff auf dasselbe Lager am 29. August hatte den Betrieb kurzzeitig gestoppt.

Pause und frühere Raffinerieangriffe

Die Ukraine setzte die Angriffe auf russische Raffinerien Ende Oktober zwei Wochen lang aus – eine Pause, die sie laut De Morgen auf Druck des US-Präsidenten Donald Trump einlegte. Trump hatte einen Energie-Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland verkündet und laut De Morgen erklärt, die Angriffe hätten die globalen Kraftstoffpreise in die Höhe getrieben. Kiew hat die Angriffe inzwischen wieder aufgenommen, und Militarnyi zufolge war die Raffinerie Rjasan die sechste russische Raffinerie, die in dieser Woche angegriffen wurde, während De Morgen sie als fünften Angriff auf eine russische Raffinerie binnen weniger als einer Woche zählte – die beiden Zählungen weichen also voneinander ab. Die Raffinerie Rjasan war bereits am 15. Oktober getroffen worden, als ein Feuer ausbrach und eine ihrer Primärverarbeitungseinheiten vorübergehend stillgelegt wurde.

Weitere Angriffe in der Ukraine und in Russland

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, seine Streitkräfte hätten ein Terminal von Nova Poshta bei Charkiw, ein 330-Kilovolt-Umspannwerk in der Region Dnipropetrowsk und ein Trockenfrachtschiff im Schwarzen Meer getroffen, doch ukrainische Behörden hatten den Angriff auf das Postterminal und das Schiff zunächst nicht bestätigt. Der Gouverneur von Charkiw, Oleh Syniehubov, sagte, Russland habe die Stadt und 17 Siedlungen am Vortag mit mehr als 80 Drohnen angegriffen, sechs Menschen seien verletzt worden, darunter ein Kind. In Donezk meldete Gouverneur Vadym Filashkin vier getötete und fünf verletzte Zivilisten bei russischen Angriffen am Mittwoch. In der Nacht brachen zudem Brände im Bezirk Butscha bei Kiew aus, wo ein Logistikzentrum Ziel war und eine Person verletzt wurde. In den russischen Regionen Rostow und Woronesch meldeten die Gouverneure etwa 50 bzw. 48 abgefangene oder zerstörte Drohnen; Angaben zu Opfern stehen noch aus oder fehlen.

Offene Fragen

Malkov hat die betroffenen Industrieanlagen nicht benannt, und kein russischer Vertreter hat Schäden an der Raffinerie bestätigt. Erste Aufnahmen des Raffineriebrandes stammten laut Focus aus Videos und Telegram-Kanälen, die zunächst nicht unabhängig überprüft werden konnten. Die Opferzahlen für Rjasan und die anderen Regionen sind weiterhin vorläufig.

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