Nach Zwangsräumung: Brand in besetztem Gebäude in Valencia zwingt 80 zur Evakuierung, 70 in Hotels
Ein Brand, der am Donnerstag im Keller eines kürzlich zwangsgeräumten besetzten Gebäudes im Valencianer Stadtteil Benicalap ausbrach, zwang rund 80 Bewohner zweier Häuser zur Evakuierung. 70 Menschen verbrachten die Nacht in Hotels. Verletzte gab es nicht.
Eine morgendliche Räumung, ein nachmittäglicher Brand
Gegen 16:00 Uhr brach am Donnerstag im Keller eines Gebäudes in der Calle Picayo im Valencianer Stadtteil Benicalap ein Feuer aus – nur Stunden nachdem eine gerichtlich angeordnete Räumung die besetzten Räumlichkeiten geräumt hatte. Bis zu zehn Familien hatten fünf Jahre lang im Keller gelebt, doch am Morgen waren nur noch wenige dort, als die Polizei die gerichtliche Anordnung vollstreckte. Das Feuer erzeugte eine turmhohe schwarze Rauchsäule, die im gesamten Viertel sichtbar war und Erinnerungen an den tödlichen Campanar-Brand im Jahr 2024 weckte, bei dem zehn Menschen ums Leben kamen.
- Gerichtlich angeordnete Räumung der Hausbesetzer aus dem Keller in der Calle Picayo
- Brand bricht im Keller aus
- Einsatzkräfte treffen ein; Evakuierung der Bewohner beginnt
- Bürgermeisterin Catalá besucht den Ort, bestätigt, dass der Brand unter Kontrolle ist
- Rund 70 Bewohner in drei Hotels untergebracht
Brandbekämpfung und Evakuierung
Feuerwehrleute der Wachen Campanar, West und Süd trafen innerhalb weniger Minuten ein und brachten die Flammen unter Kontrolle. Das Feuer griff nicht auf die oberen Stockwerke über, aber dichter Rauch drang in die darüber liegenden Wohnungen ein und erzwang die vorsorgliche Evakuierung von rund 80 Bewohnern der Hausnummern 23 und 25. Bürgermeisterin María José Catalá, die den Ort um 18:00 Uhr aufsuchte, betonte, dass die Einsatzkräfte auch zurückgelassene Haustiere retteten.
Wir retten Haustiere. Die Nachbarn sagen uns, dass sie sich möglicherweise in beiden Wohnblöcken befinden. Wir kümmern uns um alle Bewohner.
Ermittlungen und Vermutungen
Die Brandursache wird noch von der Nationalpolizei untersucht. Catalá räumte ein, dass es „verschiedene Hypothesen“ gebe, äußerte sich aber nicht zu Spekulationen. Einige Nachbarn vermuteten Brandstiftung durch die geräumten Bewohner, doch Isabel, eine frühere Bewohnerin des Kellers, wies die Anschuldigungen zurück. Sie zeigte dieser Zeitung ein Handyvideo, das offenbar Arbeiter zeigt, die kurz vor Brandausbruch mit einem Schweißbrenner die Kellereingänge versiegelten.
Mehrere Zeugen hörten eine Explosion.Sofort hieß es, wir, die Zigeuner, seien schuld, aber das stimmt nicht. Und wir haben ein Video.
Unterbringung und Erholung
Am Abend richtete der städtische Sozialdienst eine spezielle Hilfseinheit (SAUS) ein, um Familien zu unterstützen, die nicht zurückkehren konnten. Die Bewohner der Nummer 23 durften nach Hause zurückkehren, während rund 70 Menschen aus der Nummer 25 in drei Hotels in der ganzen Stadt untergebracht wurden. Es wurden keine Verletzten oder Rauchvergiftungen gemeldet, und die Standsicherheit des Gebäudes wurde bestätigt; der Brand war auf den Keller beschränkt.


