Regierung · Paris
Französische Medienaufsichtsbehörde Arcom erteilt Radio France formelle Verwarnung wegen Unterrepräsentation des Rassemblement National tagsüber
Die französische Audiovisual-Regulierungsbehörde hat Radio France eine formelle Verwarnung erteilt, nachdem sie festgestellt hatte, dass fast 60 % der Sendezeit des Rassemblement National auf France Inter und über 70 % auf Franceinfo zwischen Januar und März 2026 nachts ausgestrahlt wurden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Mediapart, Ouest France und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Arcom stellte Radio France am 11. Juni 2026 unter mise en demeure wegen der Unterrepräsentation des Rassemblement National in den tagsüber ausgestrahlten Programmen von Januar bis März 2026.
Fast 60 % der RN-Sendezeit auf France Inter und über 70 % auf Franceinfo wurden im Untersuchungszeitraum zwischen Mitternacht und 5:59 Uhr ausgestrahlt.
Radio France sagte, eine Softwareumstellung im Januar habe Tag und Nacht nicht unterschieden; ein Sprecher bestätigte, der Fehler sei behoben.
Die formelle Verwarnung ist der letzte Schritt vor einer möglichen finanziellen Sanktion, falls Radio France erneut gegen seine Pflichten verstößt.
Die Feststellungen der Regulierungsbehörde
Die französische Audiovisual-Regulierungsbehörde Arcom gab am Donnerstag, den 11. Juni 2026, bekannt, dass sie Radio France eine formelle Verwarnung (mise en demeure) wegen der „Unterrepräsentation“ des Rassemblement National (RN) in den tagsüber ausgestrahlten Programmen erteilt habe. Der untersuchte Zeitraum erstreckte sich vom 1. Januar bis zum 31. März 2026 und umfasste den Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 15. und 22. März.
„Fast 60 % der den RN-Vertretern auf France Inter eingeräumten Sendezeit wurden zwischen Mitternacht und 5:59 Uhr morgens ausgestrahlt, und mehr als 70 % auf Franceinfo vom 1. Januar bis 31. März.“
Die Regulierungsbehörde erklärte, dass dieses Muster „Verstöße gegen die Regeln des politischen Pluralismus“ darstelle. Arcom wies auch darauf hin, dass ähnliche Beobachtungen zur nächtlichen RN-Sendezeit bereits 2025 und 2026 zu einer Erinnerung an Radio France an seine Pflichten geführt hatten.
Die Reaktion von Radio France
Radio France führte das Ungleichgewicht auf einen technischen Fehler zurück. Der öffentlich-rechtliche Sender erklärte, dass er im Januar seine Software zur Sendezeitverfolgung geändert habe und das neue System nicht zwischen Tag- und Nachtübertragungen unterschieden habe.
„Der Fehler wurde behoben.“
Die formelle Verwarnung ist der letzte Schritt in Arcoms Durchsetzungsskala vor einer möglichen finanziellen Strafe, falls der Sender erneut gegen seine Pflichten verstößt.
Der weitere pluralistische Kontext
Die Frage des politischen Pluralismus im französischen Rundfunk ist angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahl 2027 und nach einer parlamentarischen Untersuchung zur „Neutralität“ und „Finanzierung“ der öffentlichen audiovisuellen Medien besonders sensibel. Arcom betonte, dass die Beachtung der Pluralismusregeln „für den öffentlichen Dienst mit einer besonderen Anforderung aufgrund seiner Pflicht zur Vorbildlichkeit und Unparteilichkeit gilt“.
Bereits im April hatte Arcom sowohl France Télévisions als auch Radio France gerügt, nachdem ein Journalist des Programms „Questions politiques“ während der Befragung des Vorsitzenden von La France Insoumise, Manuel Bompard, kontroverse Bemerkungen über den neu gewählten Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, und die Anschläge vom 7. Oktober gemacht hatte.
Was als Nächstes kommt
Eine weitere Entscheidung von Arcom wird in Kürze bezüglich des Nachrichtensenders CNews erwartet, der zum Medienkonglomerat des konservativen Milliardärs Vincent Bolloré gehört. Reporter ohne Grenzen (RSF) reichte im Januar eine Beschwerde bei der Regulierungsbehörde ein und forderte sie auf, CNews wegen „flagranter Versäumnisse“ in Bezug auf den Pluralismus zu sanktionieren.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La Libre.beL'Arcom met en demeure Radio France pour "sous-représentation" du RN en journée
- MediapartL'Arcom met en demeure Radio France pour " sous-représentation " du RN en journée
- Ouest FranceL'Arcom met en demeure " Radio France " pour " sous-représentation " du Rassemblement national en journée
- Le SoirL'Arcom met en demeure Radio France pour " sous-représentation " du RN
- Vincent Bolloré
- Konservativer Milliardär, dessen Medienkonglomerat CNews umfasst, der einer separaten Pluralismusbeschwerde ausgesetzt ist.
- Manuel Bompard
- Vorsitzender von La France Insoumise, der in einem früheren Vorfall, der zu Arcom-Rügen führte, in 'Questions politiques' befragt wurde.
- Zohran Mamdani
- Neu gewählter Bürgermeister von New York, auf den im April im Rundfunkvorfall Bezug genommen wurde.
- Alix Bouilhaguet
- Journalistin, die während der Sendung 'Questions politiques' kontroverse Bemerkungen machte, die zu früheren Arcom-Maßnahmen führten.
- Orte
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