KI-generiert·Mehr erfahren
© ANSA.it
Sicherheit·vor 3 Std.

14-jähriges Radtalent Adele Cobelli bei Frontalzusammenstoß während des Trainings im Trentino getötet; Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr untersucht

Die 14-jährige Offroad-Radsportlerin Adele Cobelli starb am Samstag nach einem Frontalzusammenstoß mit einem Auto während einer Trainingsfahrt nahe ihres Wohnorts Pressano im Trentino. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Der Unfall

Am Samstag kurz vor 13 Uhr war die 14-jährige Adele Cobelli mit ihrem Fahrrad auf der via Sant'Antonio in Pressano, einem Ortsteil von Lavis nördlich von Trient, bergab unterwegs, als ein in die Gegenrichtung fahrendes Auto auf ihre Spur geriet und sie frontal erfasste. Der Aufprall schleuderte sie über die Leitplanke; sie erlag ihren Verletzungen, bevor die Rettungskräfte eingreifen konnten. Das Auto, gefahren von einem jungen Einheimischen mit zwei Insassen, wurde von der Polizei beschlagnahmt.

Ein aufstrebendes Offroad-Talent

Cobelli startete für das Team ASD Bike Movement Trentino Erbe und war auf Offroad-Disziplinen spezialisiert. Im vergangenen Jahr wurde sie Provinzmeisterin in der Kategorie Esordienti, und im Mai belegte sie den dritten Platz in der Kategorie Allieve (erstes Jahr) beim nationalen Rennen „Tutta l'Italia XCO“ in Torreano (Udine). Ihr Verein schrieb in den sozialen Medien: „R.i.p. nostra piccola grande Atleta. Non abbiamo proprio parole.“ Im Dezember wäre sie 15 Jahre alt geworden.

Ermittlungen laufen

Die Staatsanwaltschaft Trient hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr gegen den Fahrer eingeleitet. Die Polizei von Lavis und die Carabinieri sammeln Zeugenaussagen, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren. Der Zusammenstoß ereignete sich in einer Kurve, die vor Ort als „Pressano-Parkkurve“ bekannt ist.

Reaktionen des Verbandes und der Politik

Adele Tod erfüllt uns mit Bestürzung und tiefer Trauer. Wir brauchen konkrete Maßnahmen gegen dieses Blutbad auf unseren Straßen.

Der Präsident des Italienischen Radsportverbandes, Cordiano Dagnoni, forderte dies nach dem Todesfall. Der Verband ordnete vor allen Sonntagsrennen eine Schweigeminute an.

Was passiert ist, lässt uns fassungslos zurück: Für das Trentino ist dies eine weitere inakzeptable Straßentragödie, erneut mit einem jungen Radfahrer als Opfer.

Wir haben gerade zwei Tragödien hinter uns, den Tod von Matteo Lorenzi im Jahr 2024 und den von Sara Piffer Anfang 2025. Nun ein weiterer schwerer Schlag, ein weiteres vorzeitig beendetes Leben.

Renato Berger, Leiter der Trentiner Sektion des Verbandes, erinnerte an die früheren Todesfälle.

Debatte über Verkehrssicherheit neu entfacht

Die Serie tödlicher Zusammenstöße mit jungen Radfahrern in der Region hat die Forderungen nach sichereren Straßen verstärkt. Dagnonis Ruf nach „konkreten Maßnahmen“ verstärkt eine seit langem von Radsportaktivisten in Italien erhobene Forderung.

Pressano

8 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Gesellschaft & Wissenschaft