Entdeckungen · Cape Canaveral und Cerro Paranal

Danuri-Orbiter liefert erste Aufnahmen des Falcon-9-Absturzes auf dem Mond

Eine Oberstufe einer Falcon 9 ist am 5. August mit rund 8.700 km/h auf dem Mond eingeschlagen, und Südkoreas Orbiter Danuri hat Vorher-Nachher-Aufnahmen des frischen Kraters veröffentlicht. Der Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA soll die Stelle nächste Woche überfliegen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Digi24, BBC, ANSA.it und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Cape Canaveral, Cerro Paranal · Vereinigte Staaten, Chile
Wie es dazu kam
  1. 5.08.Oberstufe schlägt um etwa 08:34 Uhr spanischer Festlandzeit auf dem Mond ein
  2. 6.08.KARI veröffentlicht Danuri-Vorher-Nachher-Aufnahmen; IAA teilt 14-sekündiges Video der Auswurfwolke
  3. Nächste WocheLunar Reconnaissance Orbiter der NASA soll die Absturzstelle überfliegen

Einschlag und Entdeckung

Eine Oberstufe einer Falcon 9, rund 12 Meter lang und 4 Meter breit bei einer Masse von etwa 4.000 Kilogramm, ist am 5. August um etwa 08:34 Uhr spanischer Festlandzeit auf dem Mond eingeschlagen. Die Aufprallgeschwindigkeit wurde von SpaceX mit 8.700 km/h angegeben, das chinesische Raumfahrtunternehmen ATmoto Technology nennt 8.712 km/h. Bei dem Einschlag wurde Energie freigesetzt, die drei Tonnen TNT entspricht. Die Absturzstelle liegt nahe dem Einstein-Krater auf der sonnenbeschienenen Seite des Mondes, weshalb der erste Blitz von der Erde aus nicht zu sehen war.

Die Oberstufe gehörte zu einer Falcon 9, die am 15. Januar 2025 vom Cape Canaveral gestartet war und zwei private Mondlander an Bord hatte: Blue Ghost von Firefly Aerospace, der im März 2025 erfolgreich landete, und Hakuto-R von ispace, der im Juni 2025 den Kontakt verlor und abstürzte. Anders als die wiederverwendbaren Erststufen werden die Zweitstufen der Falcon 9 im Orbit zurückgelassen. SpaceX bestätigte, dass Sonnenaktivität und Gravitationskräfte die Flugbahn der Stufe allmählich in Richtung Mond verschoben.

Bill Grays Vorhersage

Der unabhängige Astronom Bill Gray wusste seit September 2025, dass die Oberstufe wahrscheinlich auf Kollisionskurs mit dem Mond war. Gray sagte, der Einschlag stelle für niemanden eine Gefahr dar, verwies jedoch auf eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit zurückgelassener Raumfahrthardware. Gray rechnete damit, dass der Blitz selbst vermutlich nicht zu sehen sein würde: Mit 2,43 Kilometern pro Sekunde ist die Stufe weit langsamer als ein typischer Meteoroid, und Bill Cooke vom Meteoroid Environment Office der NASA weist darauf hin, dass bei einem langsameren Einschlag weniger Energie als sichtbares Licht freigesetzt wird. Die Auswurfwolke bot die bessere Aussicht auf Beobachtung.

Beobachtungen aus dem All

Südkoreas Mondorbiter Danuri, betrieben vom Korea Aerospace Research Institute (KARI), begann etwa 30 Minuten vor dem Einschlag mit den Beobachtungen und führte acht fotografische Durchgänge über der Stelle durch. KARI hatte Monate zuvor die Information erhalten, dass die Oberstufe auf dem Mond einschlagen könnte, und nach der Bestätigung, dass für Danuri kein Risiko besteht, die Bildkampagne geplant. Moon-Jin Jeon, ein mit dem Danuri-Betrieb befasster KARI-Forscher, erklärte, dass Raketentrümmer anders als ein operationeller Satellit keine Signale aussenden, sodass ihre Flugbahn durch optische Beobachtungen geschätzt werden muss.

Die am 6. August veröffentlichten Aufnahmen zeigen deutlich dunkleres Gelände, wo die Rakete einen Krater ausgehoben und Staub und Gestein verstreut hat. Das Andalusische Institut für Astrophysik (IAA) teilte zudem ein 14-sekündiges vorläufiges Video, das die Wolke ausgeschleuderten Materials zeigt – bislang das einzige Material von einem Ereignis, das den Teleskopen am Boden entgangen ist. Auch Chinas erst im vergangenen Monat gestarteter Satellit Gande-1 01 führte eine Aufklärung über der Stelle durch, mit einer hochauflösenden Kamera und einem KI-gestützten Computer, um Zeitpunkt, Ort und Umstände des Einschlags zu bestimmen. ATmoto Technology, das in Peking ansässige Unternehmen, das den Satelliten entwickelte, nannte das Ereignis ein hervorragendes Fenster, um die operativen Fähigkeiten seines weltraumgestützten Lagebildsystems zu testen.

Entdeckung von der Erde aus

Das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile entdeckte chemische Spuren, die auf Natrium- und Lithiumgas in einer über mehrere zehn Kilometer reichenden Wolke aus Mondstaub hindeuten. Carl Schmidt von der Boston University sagte, Lithium- und Natriumemissionen seien mindestens fünf bis zehn Minuten nach dem Einschlag mehrere Kilometer weit in den Weltraum getragen worden, was das Ereignis bestätigte, obwohl der Moment des Aufpralls selbst nicht sichtbar war.

Wie es weitergeht

Eine Preprint-Studie sagte voraus, dass der Krater etwa 27 Meter breit und bis zu 5 Meter tief sein würde – zu klein, um von der Erde aus selbst mit einem guten Teleskop gesehen zu werden. Messungen des neuen Kraters wurden bislang nicht veröffentlicht.

Vorhergesagte KratermaßeMeter
Breite
27 Meter
Tiefe
5 Meter

Daten aus dem Artikeltext

Der Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA soll die Absturzstelle nächste Woche überfliegen, um die Folgen zu beobachten. Benjamin Fernando vom Los Alamos National Laboratory sagte, ein Grund für das Interesse sei die Frage, wie groß die Gefahr durch einen Trümmereinschlag für künftige Astronauten ist. Näher an der Erde zählte das Space Debris Office der Europäischen Weltraumorganisation zum 31. Juli etwa 46.420 Objekte, die von den Weltraumüberwachungsnetzen regelmäßig verfolgt werden, funktionierende Satelliten eingeschlossen, und bezifferte die Gesamtmasse aller Weltraumobjekte im Erdorbit auf mehr als 17.000 Tonnen.

  • Eine frühere Fassung gab die Zahlen der Europäischen Weltraumorganisation zu Objekten im Erdorbit falsch wieder: Sie umfassen alle erfassten Objekte einschließlich aktiver Satelliten, nicht nur Weltraumschrott.
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