
Richter lädt Quirón-Prevención-Manager wegen mutmaßlicher Bestechung im Fall des Ayuso-Partners vor
Richter Antonio Viejo hat Fernando Camino im Verfahren gegen Alberto González Amador, den Partner von Isabel Díaz Ayuso, als Beschuldigten vorgeladen. Die Aussage ist für den 3. Dezember angesetzt.
Ein neuer Verdächtiger im Fall des Ayuso-Partners
Richter Antonio Viejo vom Untersuchungsgericht Nr. 19 in Madrid hat Fernando Camino, einen Manager bei Quirón Prevención, im Verfahren gegen Alberto González Amador, den Partner der Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso, als Beschuldigten vorgeladen. Camino soll am 3. Dezember um 10.00 Uhr aussagen, wie EL PAÍS berichtet. Die Vorladung erging in einer Verfügung (providencia) vom 1. Oktober, über die zuerst elDiario.es berichtete und die Europa Press und EL PAÍS einsehen konnten. Der Richter räumte den Parteien fünf Tage ein, um ihre Stellungnahmen einzureichen. Quirónsalud, die Gesundheitsgruppe, zu der Quirón Prevención gehört, wollte sich gegenüber EL PAÍS nicht äußern.
- González Amador kauft Círculo de Belleza SL für 499.836,92 Euro
- Richter lehnt Beweisanträge von PSOE und Más Madrid ab
- Richter erlässt Verfügung, die Fernando Camino als Beschuldigten benennt
- Vorladung von elDiario.es, Europa Press und EL PAÍS gemeldet
- Camino soll aussagen
Der Unternehmenskauf von 2020
Die Ermittler konzentrieren sich auf González Amadors Kauf der Círculo de Belleza SL im Jahr 2020, eines Kosmetik- und Parfümunternehmens, das er später in Masterman umbenannte, für 499.836,92 Euro. Ein in den Artikeln zitierter Steuerprüfungsbericht stellte fest, dass das Unternehmen weder Immobilien noch Mitarbeiter besaß und sein Sachvermögen sich auf einen als „sin valor“ (wertlos) bezeichneten Laptop und drei Enthaarungs- und Körperformungsgeräte beschränkte. Verkäuferin war Gloria Carrasco, eine Apothekerin aus León, die mit Camino verheiratet ist. Nach Angaben von EL PAÍS lautet die These der Staatsanwaltschaft, dass der Kauf die Rückzahlung eines Gefallens an den Quirón-Manager gewesen sein könnte. elDiario.es beschreibt eine zweite Ermittlungslinie, wonach der Preis eine Bestechung im Zusammenhang mit dem Wachstum von González Amadors Abrechnungen mit Quirón Prevención gewesen sein könnte, während das Unternehmen selbst im Jahr vor dem Verkauf nur etwa 30.000 Euro abgerechnet hatte. elDiario.es berichtet zudem, dass Camino den Ermittlungen zufolge im Vorstand von Mape saß, einem galicischen Unternehmen, das Schutzausrüstung im Wert von 42 Millionen Euro von einer katalanischen Firma kaufte, die González Amador eine Provision von 4,5 % pro Verkauf zugesagt hatte.
- Kaufpreis, 2020
- 499836.92 EUR
- Abrechnung im Jahr vor dem Verkauf
- 30000 EUR
Getrenntes Verfahren und steuerliche Dimension
Der Richter eröffnete ein separates Verfahren durch eine Anordnung, mit der er einer Beschwerde von PSOE und Más Madrid, der Volksklage, gegen eine Entscheidung vom 31. Juli teilweise stattgab, die alle von ihnen beantragten Beweismaßnahmen abgelehnt hatte. Die neue Ermittlungslinie prüft, ob die Nutzung der Gesellschaft Materman SL zur Verschleierung von Einkünften, die Maxwell Cremona SL hätte erklären müssen, andere Straftatbestände erfüllen könnte. Die Anklage argumentiert, die Konstruktion könne, wie der Staatsanwalt angedeutet habe, eine „untreue Verwaltung“ darstellen oder Korruption im Geschäftsverkehr oder beides, angesichts der fast 500.000 Euro, die gezahlt wurden. PSOE und Más Madrid beantragten zudem die Hinzufügung eines Steuerdelikts, nachdem ein Bericht der Steuerbehörde (AEAT) festgestellt hatte, dass dem Unternehmen „die notwendigen Mittel fehlen würden“, um die Beratungsleistungen zu erbringen, die es Quirón Prevención in Rechnung stellte. Sie forderten weiterhin, dass das Vermögen von González Amador und seinen Unternehmen Maxwell und Masterman ab 2016 analysiert wird, als er begann, Dienstleistungen für Quirón Prevención zu erbringen.
Nächste Schritte
Caminos Aussage ist für den 3. Dezember angesetzt, und die Parteien haben fünf Tage ab der Verfügung Zeit, um Stellungnahmen zur Vorladung einzureichen. Der Richter forderte die Parteien zudem auf, innerhalb von fünf Tagen auf einen Antrag zu reagieren, die Verwaltungsverfahren auszusetzen, die die Steuerbehörde gegen Camino, Quirón Prevención und Helios Healthcare Spain eingeleitet hat, nachdem der strafrechtliche Weg eröffnet wurde. Das separate Verfahren gegen Materman SL läuft auf Anordnung des Richters weiter. Die Vorwürfe bleiben Verdachtsmomente im Rahmen der Ermittlungen, und die Artikel berichten, dass noch keine Anklage beschlossen wurde.


