
Polizei sucht nach mutmaßlichem Puma nahe dem Flughafen München nach Sichtung in Oberding
Die bayerischen Behörden setzten Hubschrauber und Drohnen ein, um das 147 Hektar große Naturschutzgebiet Notzinger Moos zu durchsuchen, nachdem ein Anwohner in der Nacht eine große Raubkatze gesichtet haben soll.
Sichtung im Notzinger Moos
Die Behörden in Bayern gaben am Mittwoch öffentliche Sicherheitswarnungen heraus, nachdem ein Zeuge berichtet hatte, einen entlaufenen Puma nahe dem Flughafen München gesehen zu haben. Die Sichtung ereignete sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Notzinger Moos, einem 147 Hektar großen Naturschutzgebiet, das sich über die Gemeinden Oberding und Moosinning erstreckt. Nach dem Bericht zog das Landratsamt Erding das regionale Veterinäramt hinzu, um die Lage einzuschätzen. Die Beamten erhielten ein Foto des Tieres, doch nach Angaben des Landratsamts konnte das Bild nicht sofort veröffentlicht werden. Die Sprecherin des Landkreises Erding, Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, bestätigte, dass erste Expertenuntersuchungen eher auf einen Puma als auf eine heimische Wildkatze hindeuteten.
Nach erster fachlicher Einschätzung könnte es sich um einen Puma handeln.
Suchaktion der Polizei
Die Einsatzkräfte starteten am Mittwochnachmittag eine koordinierte Suchaktion im Gebiet um Oberding. Die Polizei setzte mehrere Streifenwagen am Boden sowie Drohnen und einen Hubschrauber ein, um das Moorgebiet und das dichte Unterholz aus der Luft zu überprüfen. Eine Polizeisprecherin bestätigte, dass die Suchmaßnahmen liefen, und wies darauf hin, dass die Beamten das Tier bislang nicht gefunden hätten. Thomas Schreder, der Vorsitzende des Jagdverbands im Landkreis Erding, riet den Anwohnern, Ruhe zu bewahren und die Suche den offiziellen Einsatzkräften zu überlassen. Schreder wies darauf hin, dass mehrere örtliche Jäger über Wärmebilddrohnen verfügten und die Polizei auf Anforderung der Behörden unterstützen könnten.
Bitte suchen Sie nicht aktiv nach dem Tier, sondern lassen Sie die Behörden ihre Arbeit machen.
- Ein Anwohner meldet die Sichtung eines mutmaßlichen Pumas im Naturschutzgebiet Notzinger Moos.
- Das Landratsamt Erding zieht Veterinäre hinzu und gibt öffentliche Sicherheitswarnungen heraus.
- Die Polizei startet Suchaktionen aus der Luft und am Boden mit Hubschraubern, Drohnen und Streifenwagen.
Sicherheitshinweise und Warnungen
Das Landratsamt Erding verbreitete Warnungen über mehrere Kommunikationskanäle, darunter Social-Media-Beiträge, und forderte die Anwohner auf, im gesamten Gebiet Vorsicht walten zu lassen. Hundehalter wurden angewiesen, ihre Tiere stets an der Leine zu führen; Schreder merkte an, dass frei laufende Hunde eine aggressive Reaktion des Raubtiers auslösen könnten. Die Verwaltung wies Eltern zudem an, kleine Kinder in den umliegenden Wohngebieten nicht unbeaufsichtigt draußen spielen zu lassen. Die Behörden rieten davon ab, nachts durch das Notzinger Moos zu gehen, und baten alle, die Hinweise oder neue Sichtungen haben, sich umgehend telefonisch unter 08122/968-0 bei der Polizeiinspektion Erding zu melden.
Tierprofil und Frage nach der Herkunft
Pumas sind in Nord- und Südamerika beheimatet und haben in Deutschland keinen natürlichen Lebensraum. Laut Wildtierdaten werden ausgewachsene Tiere bis zu 1,95 Meter lang, wiegen je nach Geschlecht zwischen 48 und 72 Kilogramm und tragen ein Fell, das von Gelbbraun über Rotbraun bis Silbergrau reicht. Die Herkunft des mutmaßlichen Tieres bleibt unklar; Polizei und Landkreisvertreter erklärten, es gebe keine Hinweise auf einen aktiven Zirkus in der Region. Während große Katzen ausgewachsene Menschen in der Regel meiden, wiesen Wildtierexperten darauf hin, dass Katzen bei extremem Hunger, Krankheit, Verletzung oder vermeintlicher Bedrohung des Reviers gefährlich werden können.

