Wahlen · Urda, Madrid und Valencia
Óscar Puente tritt nach dem Zugunglück von Urda als Verkehrsminister zurück und verändert Spaniens Wahlkampf
Óscar Puente ist am Abend des 3. November als Spaniens Verkehrsminister zurückgetreten, nach dem Zugunglück von Urda, bei dem 69 Menschen starben. Carlos Cuerpo hat seine Aufgaben übernommen, und die Sozialisten hoffen, mit diesem Schritt ihren Wahlkampf vor der Parlamentswahl am 29. November wiederzubeleben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaVanguardia, EL PAÍS, El Confidencial und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Óscar Puente verließ das Verkehrsministerium am Abend des 3. November, nachdem er am Mittag noch erklärt hatte, er bleibe im Amt. Das Zugunglück von Urda tötete 69 Menschen, Carlos Cuerpo hat seine Aufgaben übernommen.
Von El País zitierte sozialistische Führungskräfte nennen den Rücktritt eine politische Lektion ersten Ranges und verweisen auf die US-Zwischenwahlen als Zeichen der Wende. Sánchez sagt, die Ultrawelle hinter Feijóo und Abascal breche zusammen.
Pilar Bernabé und die PSPV stellen Puentes Abgang dem Verhalten von Carlos Mazón gegenüber, der weiterhin Abgeordneter in den Corts ist. Die sozialistische Fraktion forderte die Rückzahlung von 1.933,44 Euro an Fahrtkostenzuschüssen.
Von El Confidencial zitierte sozialistische Quellen berichten, eine informelle CIS-Schätzung habe der PSOE 93 bis 95 Sitze gegeben, ein Rückgang um rund 600.000 Stimmen. Die Parlamentswahl findet am 29. November statt.

- 7.11.Sánchez hält eine Kundgebung in Tarragona ab
- 8.11.Sánchez hält eine Kundgebung in Bilbao ab
- 29.11.Parlamentswahl (29-N)
Der Rücktritt
Óscar Puente gab sein Amt als Verkehrsminister am Abend des Dienstags, 3. November, gegen neun Uhr auf, nachdem er am Mittag noch angedeutet hatte, er werde nicht zurücktreten. Er war zugleich Spitzenkandidat der Sozialisten (PSOE) für Valladolid, und obwohl sein Name auf dem Stimmzettel bleibt, ist die nächste Kandidatin Ana Redondo, die Gleichstellungsministerin. Carlos Cuerpo, erster Vizepräsident und Wirtschaftsminister, hat Puentes Aufgaben übernommen. Dem Rücktritt vorausgegangen war das Zugunglück von Urda in Toledo, bei dem 69 Menschen starben und das der zweite tödliche Unfall im Hochgeschwindigkeitsverkehr binnen neun Monaten war. Eine Kolumne in El País merkte an, die erste Reaktion der Regierung habe darin bestanden, einem einzelnen Bahnmitarbeiter die Schuld zu geben, obwohl viele Experten auf Mängel in den Sicherheitssystemen des Netzes hingewiesen hätten.
Die Sozialisten suchen die Wende
Von El País zitierte sozialistische Führungskräfte sagen, Puentes Abgang habe die Stimmung in der Parteizentrale und in der Moncloa gehoben, und sie bezeichnen ihn als politische Lektion ersten Ranges. Sie verweisen zudem auf die US-Zwischenwahlen, die El País als erdrückende Niederlage für Donald Trump beschreibt, als Beleg dafür, dass ein Comeback möglich ist. Pedro Sánchez fasste den Moment ähnlich:
„Die Ultrawelle, auf der Feijóo und Abascal reiten wollen, wächst nicht mehr: Sie bricht zusammen.“
Laut von El Confidencial zitierten sozialistischen Quellen ergab eine informelle CIS-Schätzung für die PSOE 93 bis 95 Sitze, ein Rückgang um rund 600.000 Stimmen und unter der Marke von 100 Sitzen, die die Partei als Minimum betrachtet, damit Sánchez sie weiter führen kann. Sánchez habe sich zunächst geweigert, Puente zu entlassen, und dessen Rücktritt erst akzeptiert, nachdem diese Zahlen vorlagen. Das Medium berichtet außerdem, die Partei habe ihren Vorwahlkampf auf eine emotionale Botschaft gebaut, mit lachenden, tanzenden Kandidaten in T-Shirts, bevor das Unglück dies durchkreuzte.
Mazón und der Kontrast zu Valencia
Pilar Bernabé, PSOE-Kandidatin für den Kongress in Valencia, lobte Puente dafür, dass er sich der Verantwortung stellte, und stellte seine Entscheidung dem Verhalten von Carlos Mazón gegenüber, dem früheren Präsidenten der Region Valencia, der weiterhin Abgeordneter in den Corts ist. Parteistrategen sagen, der Vergleich helfe ihnen zu argumentieren, dass Valencias eigene Tragödie, die Dana-Überschwemmungen mit 234 Toten, ohne Konsequenzen bewältigt worden sei. Die sozialistische Fraktion in den Corts forderte das Präsidium der Kammer auf, Mazón zur Rückzahlung von 1.933,44 Euro an Fahrtkostenzuschüssen zu verpflichten. Parteivertreter erwarten zudem, dass der Fall eher die eigenen Wähler mobilisiert als Anhänger des anderen Lagers zu gewinnen. Sánchez kehrt mit einer Kundgebung am Freitag, 6. November, in Valencia zum Vorwahlkampf zurück.
Kritische Kommentare
Mehrere Meinungsbeiträge schlugen einen scharf kritischen Ton an. Eine Kolumne in El País beschrieb den Rücktritt als Zündschnur und argumentierte, es sei schwer vorstellbar, dass er ohne die Wahl am 29. November erfolgt wäre; sie merkte an, die Entscheidung sei etwa sechs Stunden gefallen, nachdem Puente erklärt hatte, er bleibe im Amt. Eine Kolumne in La Razón argumentierte, der Austausch des Ministers beantworte die Fragen zu Wartung, Investitionen, Sicherheit und Aufsicht nicht. Eine Kolumne in El Confidencial warf regierungsnahen Medien vor, Puente als Helden und Märtyrer darzustellen, während Iván Redondo den Rücktritt als reparierenden Schritt für die Demokratie beschrieb. Diese Kritik richtet sich auf den Umgang der Regierung mit den Unfällen von Adamuz und Urda und nicht allein auf den Rücktritt.
Wie es weitergeht
Carlos Cuerpos Rolle im Wahlkampf wird nach Angaben von El Confidencial überprüft; das Medium berichtet, er habe noch nie eine Kundgebung angeführt. Quellen im Wirtschaftsministerium sagten dem Medium, seine Rolle bleibe unverändert und einige Termine seien bereits geplant gewesen, bevor er Puentes Aufgaben übernommen habe. Sánchez setzt die Vorwahlkampftermine mit einer Kundgebung am Freitag, 6. November, in Valencia fort, gefolgt von Tarragona am Samstag, 7. November, und Bilbao am Sonntag, 8. November. Die Parlamentswahl findet am 29. November statt, gut drei Wochen nach dem Rücktritt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaVanguardiaDer Rücktritt von Óscar Puente gibt der PSPV im Wahlkampf Hoffnung: „Es ist eine Chance“La dimisión de Óscar Puente da esperanza al PSPV en la campaña: "Es una oportunidad · Original auf Spanisch
- EL PAÍSPSOE-Führer klammern sich an Puente's „politische Lektion“ und Trumps Niederlage, um den Wahlkampf neu zu startenDirigentes del PSOE se aferran a la "lección política" de Puente y la derrota de Trump para relanzar la campaña · Original auf Spanisch
- EL PAÍSÓscar Puente ist nur eine SicherungÓscar Puente solo es un fusible · Original auf Spanisch
- El ConfidencialPSOE überprüft die Rolle von Cuerpo im Wahlkampf nach dem Ende von Puente's KarriereEl PSOE revisa el papel de Cuerpo en la campaña electoral tras el final de la carrera de Puente · Original auf Spanisch
- Óscar Puente
- Ehemaliger Verkehrsminister, der nach dem Zugunglück von Urda zurücktrat und PSOE-Spitzenkandidat für Valladolid war.
- Pedro Sánchez
- Spanischer Ministerpräsident und PSOE-Vorsitzender, der vor der Parlamentswahl am 29. November Wahlkampf macht.
- Carlos Mazón
- Ehemaliger Präsident der Region Valencia, der weiterhin Abgeordneter in den Corts ist und Gegenstand der Fahrtkostenbeschwerde der PSPV ist.
- Carlos Cuerpo
- Erster Vizepräsident und Wirtschaftsminister, der Puentes Aufgaben übernommen hat.
- Ana Redondo
- Gleichstellungsministerin und nächste Kandidatin auf der PSOE-Liste für Valladolid.
- Iván Redondo
- Von El Confidencial zitierter Kommentator, der den Rücktritt als reparierenden Schritt für die Demokratie beschrieb.
- Alberto Núñez Feijóo
- PP-Vorsitzender, dessen Partei Sánchez mit der Ultrawelle verbindet, die laut ihm zusammenbricht.
- Santiago Abascal
- Vox-Vorsitzender, dessen Partei Sánchez mit der Ultrawelle verbindet, die laut ihm zusammenbricht.
- Orte
- Urda, Madrid, Valencia, Valladolid
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen