Verkehr · Urda, Toledo und Adamuz

Zugunglück von Urda setzt Spaniens Minister Óscar Puente vor dem 29. November unter Druck

Pedro Sánchez hat Verkehrsminister Óscar Puente nach dem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Urda in der Provinz Toledo am 28. Oktober im Amt behalten; Berichte nennen 69 Tote. Die PP fordert vor der Parlamentswahl am 29. November politische Verantwortung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial und La Razón. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Junta de Andalucía, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. Unfall von Adamuz, rund neun Monate zuvorStreckenanomalie registriert, aber kein Alarm ausgelöst – laut einem Bericht der Guardia Civil
  2. 28.10.AVE- und Iryo-Züge stoßen in Urda, Provinz Toledo, zusammen
  3. 29.10.Feijóo besucht den Einsatzleitposten in Urda; die PP bestätigt den Tod von Fátima Báñez

Die Kollision von Urda

Ein AVE-Hochgeschwindigkeitszug und ein Zug des Anbieters Iryo stießen am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, in Urda in der Provinz Toledo zusammen. Nach der Darstellung der Ermittlungen, wie sie in der spanischen Presse veröffentlicht wurde, wies ein Steuerungsmitarbeiter von Adif den AVE-Fahrer an, mit normaler Reisegeschwindigkeit weiterzufahren, was den Zug auf 160 bis 200 km/h brachte, statt auf Sicht mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h zu fahren. Adif ist der öffentliche Infrastrukturbetreiber, untersteht dem Verkehrsministerium und ist seit 2005 unabhängig von Renfe.

Der Unfall von Adamuz rund neun Monate zuvor ist der erste der beiden Zusammenstöße. Ein Bericht der Guardia Civil besagt, dass das System die Anomalie auf der Strecke zwar registrierte, aber keinen Alarm auslöste, weil es nicht dafür konfiguriert war. Kritiker werten die beiden Unglücke als Versagen bei Infrastrukturmanagement und Wartung, andere legen das Gewicht auf das Betriebsmodell.

Opferzahl und Betroffene

Am 30. Oktober veröffentlichte Berichte nannten 69 Tote bei dem Unglück von Urda. Die Zahlen für beide Unglücke zusammen unterscheiden sich je nach Quelle und Datum: Eine Zählung nennt mehr als hundert, eine andere mindestens 120 in neun Monaten, eine dritte 115 Tote in zehn Monaten. Diese Summen wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhoben, keine davon ist eine endgültige Zahl. Unter den Opfern ist Fátima Báñez, deren Tod die PP am Donnerstag, dem 29. Oktober, bestätigte, kurz bevor Alberto Núñez Feijóo den Einsatzleitposten in Urda besuchte. Die Partei legte in ihrer Parteizentrale ein Kondolenzbuch aus.

Sánchez hält Puente im Amt

Pedro Sánchez entschied sich nach dem Unfall von Adamuz, Óscar Puente als Minister zu behalten, und tat dies auch nach Urda erneut. Die beiden telefonierten am Mittwoch mehrfach, und am Donnerstag nahmen beide an einer Cecopi-Sitzung in Toledo teil, bevor sie mehr als zwei Stunden gemeinsam im Kontrollzentrum von Adif verbrachten. Die Präsidentschaft im Moncloa-Palast argumentiert, eine Entlassung Puentes käme einem Eingeständnis der Regierungsverantwortung gleich, was sie bestreitet, räumt aber ein, dass sein Verbleib die Regierung zermürben könnte. Puente ist nicht zurückgetreten und sagte:

„Ich denke nicht an mich. Ich denke daran, die Ursachen des Unfalls aufzuklären.“

Óscar Puente, Spaniens Verkehrsminister

Innerhalb der PSOE halten mehrere Funktionäre die Behauptung, Puente treffe keine Schuld, für nicht glaubwürdig. Sánchez' jüngste Erklärung, abgegeben ohne Fragen, ließ jeden Hinweis fallen, der Puentes Verbleib infrage stellen könnte. Manche Sozialisten lesen das Vorgehen der Regierung als Versuch, sich die Autorität des Ministerpräsidenten von Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, zunutze zu machen.

Opposition und Wahlkampf

Feijóo besuchte den Einsatzleitposten in Urda am Donnerstagmittag und bat um Respekt und Gedenken. Die PP setzte ihren Wahlkampf aus und verlangte, Sánchez solle kurzfristig vor dem Kongress erscheinen und Rechenschaft über das Unglück ablegen. Feijóo sagte:

„Politische Verantwortung lässt sich nicht übernehmen, wenn eine Untersuchung endet.“

Alberto Núñez Feijóo, PP-Vorsitzender

Feijóo vermied es, Puente direkt zu nennen, sagte aber, was er als Ministerpräsident tun würde: handeln bei der Ernennung, während der Amtszeit des Ministers und nach den wiederholten Zwischenfällen im Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die PSOE fürchtet, das Unglück könnte sich am 29. November auf ihr Ergebnis auswirken, und im Moncloa-Palast wird die Strategie rund vier Wochen vor der Wahl überprüft.

Die Liberalisierungsdebatte

Die Debatte über die Struktur des Sektors läuft parallel zum politischen Streit. Renfe wurde durch ein königliches Dekretgesetz von 2012 in vier kommerzielle Gesellschaften aufgeteilt, nach EU-Vorgaben von 2007 und 2012, die eine Öffnung des Personenverkehrs für andere Betreiber verlangten. Ouigo nahm im Mai 2021 den Betrieb auf, Iryo folgte, sodass heute vier Betreiber auf denselben Hochgeschwindigkeitsstrecken fahren. Die Regulierungsbehörde CNMC meldet 44,5 Millionen Fahrgäste im Fernverkehr auf Hochgeschwindigkeitsstrecken im vergangenen Jahr, 12 % mehr als im Vorjahr, auf 3.974 km Streckennetz. Kommentatoren sind sich über die Ursache der Unglücke uneinig: Einige machen die Trennung von Streckenmanagement und Zugbetrieb verantwortlich, andere verweisen auf Management- und Wartungsversagen.

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Quellen und Kontext

Urda, Toledo, Adamuz, Madrid · Spanien

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