Wahlen · Madrid
PSOE verliert fast fünf Punkte in erster CIS-Umfrage nach Zapatero-Anklage und Ferraz-Razzia, behält aber knappen Vorsprung vor PP
Die regierenden Sozialisten verloren im Juni-Barometer des CIS 4,9 Prozentpunkte – die erste Erhebung nach der Anklage gegen Ex-Regierungschef Zapatero und der UCO-Durchsuchung der Parteizentrale –, liegen aber weiterhin 4,2 Punkte vor der PP.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, EL PAÍS, LaVanguardia und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Sozialisten fallen im Juni-CIS-Barometer auf 31,3 % geschätzte Stimmen, nach 36,2 % im Mai, nach der Zapatero-Anklage und der Ferraz-Razzia.
Die Volkspartei gewinnt 2,2 Punkte hinzu und erreicht 27,1 %, womit sich der Vorsprung der PSOE von 11,3 auf nur 4,2 Punkte verringert.
Die rechtsextreme Partei verliert vier Zehntel eines Punktes auf 15,8 %, ein Minus von drei Punkten seit Februar.
Zum 18. Mal in Folge ist Wohnen das am häufigsten genannte Problem (41,5 %), gefolgt von Wirtschaftskrise (19,2 %) und Einwanderung (18,9 %).
Die Umfrage wurde nach Zapateros Anklage im Plus-Ultra-Rettungsfall und der UCO-Durchsuchung der PSOE-Zentrale im Leire-Díez-Ermittlungsverfahren durchgeführt.
Die Sozialistische Partei (PSOE) hat im jüngsten Barometer des spanischen Zentrums für Soziologische Forschung (CIS), das am Donnerstag veröffentlicht wurde, einen starken Rückgang der Wählerunterstützung erlitten. Die zwischen dem 1. und 4. Juni mit 4.024 Interviews durchgeführte Umfrage ist die erste, die die öffentliche Reaktion auf zwei Korruptionsermittlungen erfasst, die die Partei direkt betreffen: die Anklage gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero im Fall Plus Ultra und die Wiederaufnahme des sogenannten „Leire-Díez-Falls“, bei dem Beamte der Guardia Civil die PSOE-Zentrale in der Ferraz-Straße betraten.
Die rechnerische Mehrheit
Die PSOE würde eine Parlamentswahl immer noch mit 31,3 % der geschätzten Stimmen gewinnen, was jedoch einen Rückgang um 4,9 Punkte gegenüber den 36,2 % im Mai-Barometer bedeutet. Die konservative Volkspartei (PP) unter Alberto Núñez Feijóo legte um 2,2 Punkte auf 27,1 % zu und verringerte den Abstand zwischen den beiden großen Parteien von 11,3 auf nur 4,2 Punkte. Vox blieb auf Platz drei, verlor aber vier Zehntel eines Punktes auf 15,8 % und setzte damit einen Abwärtstrend fort, der die rechtsextreme Partei seit Februar um drei Punkte hat fallen lassen.
„Die gerichtliche Untersuchung gegen den ehemaligen Präsidenten Zapatero hat die PSOE wie eine Rakete getroffen.“
Die Koalition und die kleineren Parteien
Sumar, der kleinere Partner in der Regierungskoalition, legte um sieben Zehntel eines Punktes auf 6,4 % zu, während Podemos um drei Zehntel auf 2,8 % zulegte. Die rechtsextreme Partei SALF unter der Führung des EU-Abgeordneten Luis 'Alvise' Pérez erreichte 1,9 %. Unter den regionalen Kräften führte ERC mit 1,9 %, gefolgt von EH Bildu mit 1,2 %, Junts mit 1,0 % und der galicischen BNG mit 1,0 %. Die baskische PNV stand bei 0,6 %.
Die Korruptionsfälle hinter der Verschiebung
Die Feldarbeit für das Juni-Barometer fiel mit zwei bedeutenden Entwicklungen zusammen. Am 19. Mai klagte der Richter am Nationalen Untersuchungsgericht, José Luis Calama, den ehemaligen Ministerpräsidenten Zapatero wegen mutmaßlicher Einflussnahme und damit zusammenhängender Straftaten an, darunter kriminelle Vereinigung, im Zusammenhang mit der staatlichen Rettungsaktion für die Fluggesellschaft Plus Ultra in Höhe von 53 Millionen Euro während der Pandemie. Der Richter beschrieb Zapatero als Anführer einer „hierarchischen und stabilen“ Organisation, die angeblich seine Kontakte und seinen Zugang zu hochrangigen Beamten genutzt habe, um unrechtmäßige Vorteile zu erlangen.
„Der Richter stellt den ehemaligen Präsidenten als Anführer einer hierarchischen und stabilen Organisation dar, die unrechtmäßig Vorteile erlangte, indem sie seine Kontakte und den Zugang zu hochrangigen Verwaltungsbeamten nutzte.“
Eine Woche später, am 27. Mai, betrat die Zentrale Operative Einheit (UCO) der Guardia Civil die nationale PSOE-Zentrale in der Madrider Ferraz-Straße, gestützt auf einen Durchsuchungsbefehl des Richters am Nationalen Untersuchungsgericht, Santiago Pedraz. Die Durchsuchung diente der Suche nach Unterlagen über angebliche Zahlungen der Partei an ein Netzwerk, das Informationen über Richter, Staatsanwälte und Angehörige der Sicherheitskräfte sammelte. Diese Ermittlungen hatten bereits zu Anklagen gegen Leire Díez, eine ehemalige Parteibeamtin, die als „PSOE-Klempnerin“ bezeichnet wird, und den ehemaligen Organisationssekretär der Partei, Santos Cerdán, geführt. Als die Gerichtsakte veröffentlicht wurde, kamen Díez' Tagebücher ans Licht, die Hinweise enthalten, die den Skandal weiter anheizen.
Was die Spanier am meisten beunruhigt
Das CIS-Barometer erfasst auch, welche Themen die Spanier für die wichtigsten Probleme des Landes halten. Wohnen bleibt zum achtzehnten Mal in Folge das Hauptthema, genannt von 41,5 % der Befragten. Die Wirtschaftskrise folgt mit 19,2 %, die Einwanderung steigt mit 18,9 % auf den dritten Platz. Korruption und Betrug mit 18,4 % und politische Probleme allgemein mit 18,3 % runden die Top fünf ab – eine Rangliste, die die politische Brisanz der Ermittlungen unterstreicht, die nun die Regierungspartei erschüttern.
- PSOE (Mai)
- 36.2 %
- PSOE (Juni)
- 31.3 %
- PP (Mai)
- 24.9 %
- PP (Juni)
- 27.1 %
- Vox (Mai)
- 16.2 %
- Vox (Juni)
- 15.8 %
- Sumar (Mai)
- 5.7 %
- Sumar (Juni)
- 6.4 %
Daten aus dem Artikeltext
Trotz des starken Rückgangs behält die PSOE einen Vorsprung vor der PP, und der gemeinsame linke Stimmenanteil – PSOE, Sumar und Podemos – würde immer noch den rechten Block aus PP, Vox und SALF übertreffen. Aber der Einbruch des Vorsprungs gegenüber der PP um sieben Punkte, von 11,3 Punkten im Mai auf 4,2 Punkte im Juni, markiert den engsten Abstand, der seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode gemessen wurde, und bringt die Sozialisten in eine verletzlichere Position, während die Korruptionsfälle sich weiterentwickeln.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaSextaEl CIS de Tezanos desploma al PSOE casi cinco puntos en medio de los casos de corrupción, pero lo mantiene líder sobre el PP
- EL PAÍSEl PSOE cae casi cinco puntos tras la imputación de Zapatero y el sumario del 'caso Leire', según el CIS
- LaVanguardiaEl CIS recorta en siete puntos la ventaja de Sánchez a Feijóo tras la investigación a Zapatero
- El PeriódicoEl CIS publica su primera encuesta tras la imputación de Zapatero y la investigación de la trama de Leire Díez
- José Luis Rodríguez Zapatero
- Ehemaliger Ministerpräsident Spaniens, angeklagt im Fall Plus Ultra wegen mutmaßlicher Einflussnahme und krimineller Vereinigung.
- Pedro Sánchez
- Amtierender Ministerpräsident Spaniens und Vorsitzender der PSOE.
- Alberto Núñez Feijóo
- Vorsitzender der Volkspartei (PP).
- José Félix Tezanos
- Direktor des Zentrums für Soziologische Forschung (CIS).
- Leire Díez
- Ehemalige PSOE-Beamtin, die im Rahmen eines Falls mutmaßlicher Zahlungen für Informationen über Richter und Staatsanwälte untersucht wird.
- Santos Cerdán
- Ehemaliger PSOE-Organisationssekretär, angeklagt im Leire-Díez-Ermittlungsverfahren.
- Luis 'Alvise' Pérez
- EU-Abgeordneter und Vorsitzender der rechtsextremen Partei SALF (Se Acabó la Fiesta).
- José Luis Calama
- Richter am Nationalen Untersuchungsgericht, der den Fall Plus Ultra untersucht und Zapatero angeklagt hat.
- Santiago Pedraz
- Richter am Nationalen Untersuchungsgericht, der die UCO-Durchsuchung der PSOE-Zentrale im Fall Leire Díez angeordnet hat.
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