Sicherheit · Huntingdon und Cambridge
Geschworene hören Notruf im Prozess um Messerattacken im Zug bei Huntingdon
Anthony Williams, 33, bestreitet zehn Anklagepunkte des versuchten Mordes wegen eines Angriffs auf einen LNER-Zug nach London, der am 1. November 2025 außerplanmäßig in Huntingdon hielt. Das Gericht hat erklärt, dass unbestritten ist, dass er die Attacken ausführte; die Geschworenen müssen daher entscheiden, ob er töten wollte.
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Kurz gefasst
Anthony Williams, 33, bestreitet zehn Anklagepunkte des versuchten Mordes wegen des Angriffs auf einen LNER-Zug nach London, der am 1. November 2025 außerplanmäßig in Huntingdon hielt.
Das Gericht hat erklärt, dass unbestritten ist, dass Williams die Attacken ausführte. Richter Mr Justice Calver belehrte die Geschworenen, dass sie entscheiden müssen, ob er töten wollte.
Ein Mann, der im Küchenbereich des Zuges arbeitete, griff zu einer Bratpfanne und wurde niedergestochen. In einem Polizeiverhör vom 16. Dezember 2025, das dem Gericht am Freitag, 6. November, vorgespielt wurde, sagte er, er habe versucht, das Messer zu treffen.
Die Geschworenen hörten den 999-Notruf eines Fahrgasts, der am Kopf niedergestochen wurde und nach Weihnachtseinkäufen in Newark-on-Trent in Nottinghamshire auf dem Heimweg war.
- 1.11.Angriff auf einen LNER-Zug nach London; der Zug hält außerplanmäßig in Huntingdon
- 16.12.Mitarbeiter gibt per Video aufgezeichnetes Polizeiverhör
- 6.11.Zeugenverhör den Geschworenen am Cambridge Crown Court vorgespielt
Die Anklagepunkte und die Frage für die Geschworenen
Anthony Williams, 33, bestreitet zehn Anklagepunkte des versuchten Mordes wegen eines Angriffs auf einen LNER-Zug nach London, der am 1. November 2025 außerplanmäßig in Huntingdon hielt. Der Prozess wird am Cambridge Crown Court geführt. Er bestreitet zudem vier weitere Anklagepunkte des versuchten Mordes im Zusammenhang mit früheren Vorfällen in Peterborough und London. Das Gericht hat erklärt, dass unbestritten ist, dass Williams die Attacken ausführte. Damit bleibt den Geschworenen eine engere Frage zu entscheiden: ob er töten wollte. Der Prozess läuft noch, ein Urteil ist nicht gefallen.
Ein 999-Notruf aus dem Waggon
Die Geschworenen haben die Aufnahme eines 999-Notrufs eines Mannes gehört, der im Zug am Kopf niedergestochen wurde. Er war nach Weihnachtseinkäufen in Newark-on-Trent in Nottinghamshire auf dem Heimweg. In dem Anruf beschrieb er den Angreifer als „außer Rand und Band“ und sagte der Notrufzentrale, er „tropfe vor Blut“. Die Aufnahme wurde der Jury als Beweismittel im Prozess vorgespielt. Den Geschworenen wurde außerdem berichtet, dass der Angreifer Fahrgäste zum Kampf aufforderte und fragte, wer Manns genug sei, es mit ihm aufzunehmen.
Mitarbeiter und Fahrgäste, die ihn aufzuhalten versuchten
Ein Mitarbeiter, der im Küchenbereich des Zuges arbeitete, griff zu einer Bratpfanne, als der Angreifer die Küche erreichte, nachdem ihm andere gesagt hatten, es sei ein Mann mit einem Messer unterwegs. In einem per Video aufgezeichneten Polizeiverhör vom 16. Dezember 2025, das am Freitag, 6. November, am Cambridge Crown Court abgespielt wurde, sagte er, sein Ziel sei gewesen, dem Angreifer das Messer aus der Hand zu schlagen. Er sagte, er sei während des Gerangels niedergestochen worden, habe Narben auf der Brust, und sein Zwerchfell und seine Milz seien verletzt worden. Er habe zu einem Kollegen gesagt: „Ich glaube, ich werde sterben.“ Bei dem Verhör trug sein linker Arm eine Schlinge. Er saß auf der Zuschauertribüne, während das Verhör den Geschworenen vorgespielt wurde.
Ein weiterer Fahrgast, der die Attacke miterlebte, aber nicht niedergestochen wurde, sagte in einem Videointerview, jemand habe ihm einen ziemlich großen Toaster gereicht. Er habe ihn gehalten, ohne recht zu wissen, was er damit tun solle, und sein Instinkt sei gewesen, zu handeln. Seine Schilderung fügt sich in das Bild von Fahrgästen, die behelfsmäßig zu Waffen griffen, während der Angreifer durch die Waggons zog.
Die Belehrung durch den Richter und die bisherige Beweislage
Richter Mr Justice Calver belehrte die Geschworenen am Cambridge Crown Court, dass nicht infrage stehe, ob Williams die Attacken ausführte. Sie müssten prüfen, ob er töten wollte – dies sei der zentrale Punkt des Verfahrens. Die bisher gehörten Beweise konzentrierten sich auf die Bratpfanne, die Verletzungen von Mitarbeitern und Fahrgästen sowie den 999-Notruf. Die Anklagepunkte zum Zug von Huntingdon bilden den größten Teil der Anklageschrift; die vier früheren Anklagepunkte werden gemeinsam mit ihnen verhandelt.
- Angriff auf den LNER-Zug in Huntingdon
- 10 Anklagepunkte
- Frühere Vorfälle in Peterborough und London
- 4 Anklagepunkte
Daten aus dem Artikeltext
Der Prozess dauert an, die Jury hat ihre Beratungen noch nicht begonnen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- BBC„Ich tropfe vor Blut”, sagt Zugopfer am Notruf 999'I'm dripping blood', train victim tells 999 · Original auf Englisch
- The TelegraphAngreifer von Huntingdon fragte „wer ist ein Mann genug, um es mit mir aufzunehmen?”, erfuhr das GerichtHuntingdon attacker asked 'who's man enough to take me on?', court told · Original auf Englisch
- The IndependentZugmitarbeiter versuchte während Messerattacke den Angreifer mit einer Bratpfanne abzuwehrenTrain worker tried to fight off knifeman with frying pan during stabbing attack · Original auf Englisch
- LBCMörder von den Bahngleisen, der nach dem Angriff auf einen Studenten prahlte, wird verurteiltTrain tracks killer who bragged after attacking student to be sentenced · Original auf Englisch
- Anthony Williams
- 33-jähriger Angeklagter im Verfahren am Cambridge Crown Court, der die Anklagepunkte des versuchten Mordes bestreitet
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