Sicherheit · Den Haag und Rotterdam
Prozess in Den Haag um Explosion am Tarwekamp 2024 mit sechs Toten eröffnet
Vier Männer mussten sich in Den Haag wegen der Explosion am Tarwekamp vom 7. Dezember 2024 vor Gericht verantworten. Der Hauptverdächtige erklärte vor Gericht, er habe sich missbraucht gefühlt und sich finanziell an seiner Ex-Freundin rächen wollen, der Inhaberin des Brautmodengeschäfts.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Telegraaf, NRC, de Volkskrant und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Bezirksgericht Den Haag eröffnete das Verfahren am Mittwoch, 4. November 2026; neun Verhandlungstage sind über mehrere Wochen verteilt geplant. Die Explosion vom 7. Dezember 2024 tötete sechs Menschen.
Der 35-jährige Moshtag B. sagte vor Gericht, er habe sich missbraucht gefühlt und sich finanziell rächen wollen. Laut AD überwies er rund 16.000 Euro an seine Ex-Freundin, von denen etwa 7.000 Euro zurückgezahlt wurden.
Der Plan begann als Diebstahl von Brautkleidern und wurde zum Brandanschlag mit Benzin. Die Verdächtigen trafen sich ab August 2024 in wechselnden Gruppen; der 7. Dezember wurde gewählt, nachdem ein früherer Versuch gescheitert war.
Moshtag B. sagt, er sei von den Männern, die er ins Spiel gebracht habe, mitgerissen worden. Die Richter verweisen auf unzählige WhatsApp-Nachrichten unter den vier Verdächtigen, die ihn als Anstifter zeigen.
- März 2024Moshtag B. beginnt, seine Freundin des Fremdgehens zu verdächtigen
- August 2024Konkrete Vorbereitungen für den Anschlag beginnen
- 7.12.Explosion am Brautmodengeschäft am Tarwekamp tötet sechs Menschen
- 4.11.Prozess in Den Haag beginnt, neun Verhandlungstage geplant
Auftakt in Den Haag
Am Mittwoch, 4. November 2026, eröffnete das Bezirksgericht Den Haag das Strafverfahren wegen der Explosion am Tarwekamp vom 7. Dezember 2024, bei der sechs Menschen starben. Vier Männer stehen vor Gericht, das Gericht hat neun Verhandlungstage über mehrere Wochen verteilt angesetzt. Der Hauptverdächtige Moshtag B., 35, wird beschuldigt, den Anschlag in Auftrag gegeben zu haben; die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn zudem, seine Ex-Freundin gestalkt, bedroht und misshandelt zu haben. Etwa 100 Bewohner des betroffenen Gebäudes verfolgten die Verhandlung aus dem Saal oder aus Videoräumen, für die Angehörigen der Toten gibt es einen eigenen Raum. Laut Volkskrant umfasst die Polizei- und Gutachterakte rund 9.500 Seiten. Die Explosion brachte einen Teil des Gebäudes über dem Brautmodengeschäft zum Einsturz und machte Wohnungen unbewohnbar.
Das mutmaßliche Motiv
Moshtag B. sagte vor Gericht, er habe seine Freundin des Fremdgehens verdächtigt, und dieser Verdacht sei gewachsen, nachdem sie seinen Fragen ausgewichen sei. Er habe ihr ein Mobiltelefon gegeben, das er geklont habe, wodurch er mehr als neun Monate lang ihre WhatsApp-Nachrichten, SMS, E-Mails und Social-Media-Inhalte habe mitlesen können, berichtet der Volkskrant. Laut AD überwies er ihr während der Beziehung rund 16.000 Euro, von denen etwa 7.000 Euro zurückgezahlt wurden. Er bezeichnete das Geld als Darlehen, das er zurückhaben wollte, und sprach von finanzieller Rache. Er habe zudem notiert, mit wem sie Kontakt hatte, und vor einer möglichen Hochzeit einen Lügendetektortest geplant. Die Richter konfrontierten ihn mit Nachrichten, in denen er detaillierte Anweisungen gab, darunter Dutzende Benzinkanister. Er bestreitet, die Fäden gezogen zu haben, und sagt, er sei von den Männern, die er ins Spiel gebracht habe, mitgerissen worden; die Richter verweisen dagegen auf unzählige WhatsApp-Nachrichten unter den vier Verdächtigen, die ihn als Anstifter zeigen.
Wie sich der Plan veränderte
Der Plan begann als Diebstahl von Brautkleidern aus dem Geschäft und endete in Brandstiftung mit Benzin. Nach eigenen Angaben der Verdächtigen trafen sie sich ab August 2024 in wechselnden Gruppen, um den Plan zu besprechen. NOS berichtet, der Hauptverdächtige habe sich zunächst an Mourad B. gewandt, den er aus Roosendaal kannte, und Mourad B. habe dann die anderen angeworben. Laut Trouw führte Mourad B. den Anschlag gemeinsam mit einem Cousin aus, während ein vierter Verdächtiger nur an den Vorbereitungen beteiligt war. Die genannten Benzinmengen weichen voneinander ab: NOS nennt etwa 175 Liter, Volkskrant und NRC nennen 200 Liter. Die Telegraaf berichtet, ein früherer Versuch sei gescheitert und der Anschlag auf den 7. Dezember gelegt worden, weil die Ladeninhaberin am folgenden Montag Kameras installieren lassen wollte. Die Ladeninhaberin war damals in London. Laut Telegraaf hielt sich der Hauptverdächtige als Alibi ebenfalls dort auf, während Trouw berichtet, er habe ein Zimmer im selben Hotel gebucht. Vor Gericht sagte er, er habe erwartet, dass die Feuerwehr rechtzeitig eintreffen würde, um das Feuer zu löschen und die Bewohner zu warnen.
Die vier Angeklagten
Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Mourad B., Ilias B., Adil A. und Moshtag B., den Anschlag geplant und ausgeführt zu haben. Drei der vier sind wegen Mordes oder Totschlags angeklagt – für die sechs Todesfälle und die Versuche an anderen Bewohnern. Adil A. war bei der Explosion nicht anwesend, steht aber wegen seiner Beteiligung an den Vorbereitungen vor Gericht. Die Richter werden die Schuldfrage über die neun Verhandlungstage abwägen; ein Urteil ist noch nicht ergangen.
Wie es weitergeht
Am 4. und 5. November wird das Gericht die Polizeiakte mit den vier Angeklagten durchgehen und ihnen Gelegenheit geben, ihre Rolle zu erläutern. Da die neun Tage über mehrere Wochen verteilt sind, finden die Verhandlungen nicht in einem Block statt. Bewohner und Angehörige werden den Fall weiterhin aus dem Saal und den Videoräumen verfolgen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- TelegraafRacheplan gegen Ex steht am ersten Tag des Tarwekamp-Prozesses im MittelpunktWraakplan tegen ex staat centraal op eerste dag Tarwekamp-proces · Original auf Niederländisch
- NRCUmfassende Kontrolle durch einen eifersüchtigen Partner und dann eine verheerende Explosion am Tarwekamp. Aber: Wer hat was getan?Allesomvattende controle van een jaloerse partner en toen een vernietigende explosie aan de Tarwekamp. Maar: wie deed wat? · Original auf Niederländisch
- de VolkskrantStrafverfahren wegen Tarwekamp-Explosion beginnt: „Schau, was ich mit deinem Laden mache, bald hast du ihn nicht mehr“Strafzaak over explosie Tarwekamp van start: 'Kijk wat ik met je winkel ga doen, binnenkort heb je die niet meer' · Original auf Niederländisch
- NOSTarwekamp-Verdächtige: Plan entwickelte sich vom Diebstahl von Brautkleidern zur BrandstiftungVerdachten Tarwekamp: plan ging van stelen bruidsjurken tot brandstichten · Original auf Niederländisch
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