Sicherheit · Paris, Lyon und Marseille

Jugendproteste in Frankreich und Deutschland eskalieren: 565 Festnahmen und Plünderungen in Frankfurt

Die französische Polizei nahm am 31. Oktober 565 Menschen fest, als der dritte Wochenendprotest der Jugend gewaltsam eskalierte. In Frankfurt zerschlugen Randalierer Schaufenster und plünderten die Zeil, eine der belebtesten Einkaufsstraßen Deutschlands.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Trouw, de Volkskrant, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Lyon, Marseille, Toulouse · Frankreich, Deutschland, Niederlande

Beteiligung in ganz Frankreich

Jugenddemonstrationen gegen Kürzungen im Bildungswesen und steigende Lebenshaltungskosten füllten am 31. Oktober zum dritten Wochenende in Folge die Straßen in ganz Frankreich. Das Innenministerium bezifferte die landesweite Beteiligung auf 320.000 Menschen, die Organisatoren der Jugendverbände sprachen von fast 500.000 Teilnehmenden. Die größte Kundgebung fand in Paris statt, wo die Polizei etwa 70.000 Menschen zählte. Das Ministerium erklärte, die Züge seien weitgehend geordnet verlaufen, die Polizei habe jedoch „radikale Elemente“ stoppen müssen, die in mehreren Städten Vandalismus und Plünderungen hätten auslösen wollen.

Beteiligung an den Protesten in Frankreich am 31. Oktober 2026Personen
Paris (Polizei)
70000 Personen
Frankreich (Innenministerium)
320000 Personen
Frankreich (Organisatoren, fast)
500000 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Zusammenstöße in Paris und anderen französischen Städten

Nachdem der Pariser Zug seinen Endpunkt erreicht hatte, bewarfen vermummte, schwarz gekleidete Personen die Bereitschaftspolizei mit Pflastersteinen und einem Molotowcocktail, die Polizei antwortete mit Tränengas. Das Innenministerium und die Pariser Polizeipräfektur teilten gegen 21:00 Uhr Ortszeit mit, in Paris seien vier Polizisten und ein Gendarm verletzt worden. Zu diesem Zeitpunkt waren landesweit 565 Menschen festgenommen worden, nach mindestens 290 bei einer früheren Zählung. Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete den Molotowcocktail, der auf einen Gendarmen geworfen wurde, als versuchte Tötung und sagte, die Demonstrationen seien trotz einer aus seiner Sicht beispiellosen Gewalt von Randalierergruppen gut verlaufen. Er erklärte, es seien Aufrufe verbreitet worden, am Halloween-Abend zu plündern, zu verwüsten und öffentliche Gebäude anzugreifen, und die Behörden in allen Städten blieben wachsam. BFM TV zeigte Polizeieinsätze mit Tränengas in Lyon und Marseille sowie in Paris, auch in Toulouse, Rennes und Nantes kam es zu Zusammenstößen. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung war es in der Hauptstadt wieder ruhig.

Krawalle in deutschen Städten

In etwa dreißig deutschen Städten zogen Jugenddemonstrationen, die friedlich begannen, Zehntausende Menschen an, die deutsche Polizei zählte rund 5.000 Demonstranten in Berlin und Köln. Tagesschau berichtete, Randalierer hätten sich gezielt unter die Demonstranten gemischt, und die Ausschreitungen hätten sich nach dem Ende der Züge verschärft. In Berlin, Frankfurt und Hamburg wurde die Polizei mit Feuerwerkskörpern beworfen. In Frankfurt wurden nach Angaben der örtlichen Behörden mehrere Beamte verletzt, die Polizei setzte dort einen Wasserwerfer ein, um den Protest zu beenden.

Plünderungen in Frankfurt

In Frankfurt gingen die Proteste anschließend in Plünderungen über: Scheiben wurden eingeschlagen, Geschäfte geleert und Beamte angegriffen. Die Polizei sperrte die Zeil für weitere Besucher und forderte Passanten zum Verlassen auf, während dpa-Journalisten sahen, wie Menschen in Geschäfte drängten und Sportschuhe sowie andere Waren stahlen. Die Frankfurter Polizei teilte auf X mit, sie habe 100 Menschen festgenommen, und korrigierte damit die 30 Festnahmen, die sie gegen Mitternacht gemeldet hatte. Die Frankfurter Allgemeine berichtete, ein Schaufenster eines Waffengeschäfts sei zertrümmert und zwei Schusswaffen entwendet worden. Ein Polizeisprecher sagte, die Waffen seien am Tatort gefunden worden, eine Person sei festgenommen worden.

Gemeldete Festnahmen am 31. Oktober 2026Personen
Frankreich, landesweit (Innenministerium)
565 Personen
Frankfurt (Polizei, auf X)
100 Personen
Köln (örtliche Behörden)
5 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Köln, Den Haag und Brüssel

In Köln griffen Randalierer nach der Demonstration Polizisten im Zentrum an, rund 200 Menschen waren an Ausschreitungen nahe dem Dom beteiligt, wo Flaschen und Fahrräder geworfen wurden. Die örtlichen Behörden teilten mit, am 31. Oktober seien fünf Menschen festgenommen und eine Person verletzt worden. Die Polizei löste die am Dom versammelte Menge auf, um zu deeskalieren, kleinere Gruppen zogen bis in den Abend durch die Innenstadt. Der Kölner Polizeipräsident sagte, es sei traurig und sehr bedauerlich, dass Jugendliche, die friedlich demonstrieren wollten, von Extremisten unterwandert worden seien. In Den Haag war ebenfalls ein Protest angekündigt worden, es blieb relativ ruhig, obwohl Dutzende Menschen festgenommen wurden. In Brüssel verteidigte die Polizei die Beschlagnahme von Schwimmbrillen, Skibrillen, Augenserum und medizinischen Gesichtsmasken bei einer Demonstration, die nicht genehmigt, von der Stadt aber geduldet war. Die Polizei erklärte, die Gegenstände seien legal, hätten aber genutzt werden können, um die öffentliche Ordnung zu stören, und verwies auf Artikel 30 des Polizeigesetzes. Später versuchte ein spontaner Marsch in Richtung Saint-Gilles und Bahnhof Midi, die Zentrale der Partei MR zu erreichen, es folgte eine kurze Auseinandersetzung mit der Polizei, bei der Pfefferspray eingesetzt wurde.

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