
Teilnehmer schlagen bei Trumps Rally in Ohio auf Protestierende ein – Trump nennt sie bezahlt und fett
Bei Trumps Wahlkampfveranstaltung am Montag, dem 12. Oktober, in Youngstown, Ohio, zerrten Teilnehmer an einer Protestierenden und schlugen auf sie ein, bevor die Polizei sie aus dem Saal begleitete. Trump verspottete von der Bühne aus ihr Gewicht und bezeichnete sie als bezahlte Protestierende.
Eine unterbrochene Rally in Youngstown
Am Montag, dem 12. Oktober, sprach Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Covelli Centre in Youngstown, Ohio, zur Unterstützung des republikanischen Senators Jon Husted vor den Midterms am 3. November. Während Trump über den demokratischen Senatskandidaten Sherrod Brown sprach, schwenkten die Kameras auf einen Tumult im Publikum, wo eine Person, offenbar eine Frau, aufstand und ein T-Shirt mit der Aufschrift „Release the Epstein Files“ zeigte. Mehrere Teilnehmer begannen, an ihrer Kleidung zu zerren, und ein Mann schien sie nach hinten zu stoßen. Dem Bericht des Independent über die Aufnahmen zufolge schlug ein weiterer Teilnehmer ihr offenbar ins Gesicht und zog an ihren Haaren, während die Menge „USA, USA, USA“ skandierte. Schließlich griff die Polizei ein und begleitete sie aus dem Saal, während Trump das Geschehen von der Bühne aus kommentierte.
Trumps Reaktion von der Bühne
Trump bezeichnete die Protestierende als bezahlte Unruhestifterin und verspottete ihr Gewicht, während die Kameras auf sie gerichtet waren. Über die Protestierende sagte er Folgendes.
Sie sind alle bezahlt. Sie werden von den Linken bezahlt, um unser Land zu zerstören. Sie sind Abschaum.
Er fügte hinzu, sie gehe jetzt zurück zu ihrer Mutter, sagte ihr, sie müsse schnell eine Diät machen, und nannte sie einen dicken Kerl. Trump sagte außerdem, alle müssten Diät machen, und fügte hinzu: „Wir alle.“ Als ein Reporter von TMZ die Frau fragte, warum sie sich zum Protest entschieden habe, gab sie eine vulgäre Antwort, die sich kritisch über Trump äußerte. Trumps Äußerungen fielen in eine Zeit, in der das Justizministerium und Trump seit Monaten unter Druck stehen wegen der Veröffentlichung weiterer Dokumente aus dem Fall von Jeffrey Epstein, dem verurteilten Sexualstraftäter, der in Haft starb.
Reaktionen im Netz und Forderungen nach Anklage
Clips des Vorfalls verbreiteten sich schnell in den sozialen Medien und erreichten laut dem Independent Millionen Aufrufe. Viele Kommentatoren forderten, die Teilnehmer, die auf sie eingeschlagen hatten, festzunehmen, und einige drängten sie, Anzeige zu erstatten oder zivilrechtlich wegen Körperverletzung zu klagen. Andere Kommentatoren beschuldigten sie, eine bezahlte Unruhestifterin zu sein, und verspotteten ihr Gewicht. Der politische Kommentator Keith Edwards fragte, warum sie von der Polizei hinausbegleitet wurde, nachdem sie von einer Gruppe Männer angegriffen worden war. Ein X-Nutzer schrieb, ein Witz über ihr Gewicht aus dem Mund von Trump sei bemerkenswert, und fragte, warum die Person, die sie angegriffen habe, nicht festgenommen worden sei.
Früherer Vorfall in Texas und die Bedeutung der Midterms
Der Vorfall in Youngstown ereignete sich weniger als eine Woche nach einer Rally in San Antonio, Texas, am 7. Oktober. Dort begann eine Person nahe der Bühne, offenbar eine Protestierende, zu schreien, während Trump zum Publikum sprach, und ein Mann packte die Person an den Haaren und riss sie zu Boden. Bei den Midterms am 3. November werden ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt, die beide derzeit von den Republikanern kontrolliert werden. 20 minutos berichtet, dass die Republikaner riskieren, ihre knappe Mehrheit in beiden Kammern zu verlieren. Eine weitere Protestierende, die ein Trikot der spanischen Fußballnationalmannschaft trug, wurde in derselben Woche aus der Veranstaltung in San Antonio entfernt.
- Trump-Rally in San Antonio, Texas, wo ein Mann eine Protestierende an den Haaren packte und zu Boden riss
- Rally in Youngstown, Ohio, wo Teilnehmer auf eine Protestierende einschlugen, bevor die Polizei sie hinausbegleitete
- Bei den Midterms werden ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt

