Wirtschaft · Galați

Beschäftigte von Liberty Galați protestieren gegen ausstehende Löhne, während Stromsperre und Aussetzung drohen

Rund 2.200 Beschäftigte von Liberty Galați stehen ab dem 1. November vor einer vorübergehenden Aussetzung. Am Freitag, 30. Oktober versammelten sich Arbeiter vor der Präfektur Galați und forderten die Zahlung von sechs Monaten rückständiger Löhne sowie einen schnelleren Verkauf des Werks.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, Ziare.com, Stirile ProTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Galați · Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Die Unternehmensführung legt ihre Mandate auf den Tisch und warnt vor extremen Gefahren für die Plattform
  2. 30.10.Stahlarbeiter beginnen mit Protesten vor der Präfektur Galați
  3. Gegen Mittag, 30. OktoberDelegation von 11 Stahlarbeitern trifft den Präfekten und übergibt ein Memorandum
  4. 1.11.Rund 2.200 Beschäftigte sollen in vorübergehende Aussetzung gehen, nur Bewachungspersonal bleibt

Protest vor der Präfektur Galați

Am Freitag, 30. Oktober 2026, versammelten sich Stahlarbeiter von Liberty Galați ab etwa 10:00 Uhr auf dem Platz vor der Präfektur Galați. Die Angaben zur Teilnehmerzahl schwankten je nach Medium und Zeitpunkt: ProTV nannte etwa 300, Libertatea in seiner jüngsten Aktualisierung etwa 250, während frühere Berichte von Digi24 und Ziare.com von mehr als hundert sprachen. Die Arbeiter erklärten, seit Mai keine Löhne mehr erhalten zu haben; ein Walzwerkarbeiter sagte gegenüber News.ro, der Garantiefonds müsse die ausstehenden sechs Gehälter abdecken. Die Demonstranten fordern zudem einen schnelleren Verkauf des Werks an einen Investor, der es wieder in Gang bringen kann. Laut Libertatea übergab eine Delegation von 11 Stahlarbeitern ein Memorandum an Präfekt George Toderașc, der erklärte, die Forderungen würden nach dem Ende des Treffens gegen Mittag direkt an die Regierung weitergeleitet.

Sechs Monate ausstehender Löhne

Der Kern der Beschwerde ist der ausbleibende Lohn. Cartel ALFA, ein nationaler Gewerkschaftsdachverband, erklärte in einer Pressemitteilung vom September, die letzten vollständig gezahlten Gehälter seien die für April gewesen, für Mai seien nur Teilzahlungen geleistet worden. Das nun auf das Unternehmen angewandte vorbeugende Konkordatsverfahren verpflichte nicht zur Zahlung laufender Löhne, was die Beschäftigten ohne Lohn, ohne Arbeitslosengeld und ohne Bankkredit für die Lebenshaltungskosten zurücklasse. Die Gewerkschaft forderte die Regierung auf, Gewerkschaften, Geschäftsführung und die zuständigen Institutionen zusammenzurufen, um einen konkreten Plan zur Begleichung der Rückstände und zum Weiterbetrieb des Werks zu vereinbaren. In ihrer Erklärung hieß es:

„Wir können nicht über den Schutz eines Betriebs von strategischer Bedeutung sprechen, während die Menschen, die ihn am Leben halten, ohne Einkommen dastehen.“

CNS Cartel ALFA

Bei der Protestaktion sagte ein Arbeiter, der Verkauf habe bisher nicht schneller vorangehen können, weil es keine Regierung gegeben habe – und jetzt gebe es eine.

Stromvertrag und das Risiko der Abschaltung

Der im Februar für sechs Monate unterzeichnete und danach noch einmal verlängerte Liefervertrag mit Electrica ist ausgelaufen. Electrica verlängerte ihn wegen unbezahlter Schulden nicht, sodass das Werk vorübergehend über den Day-Ahead-Markt versorgt wird. Ein Vertreter des Unternehmens sagte gegenüber News.ro, eine Abschaltung sei eine Frage von Tagen. In einem von 26 Direktoren unterzeichneten offenen Brief warnte die Geschäftsführung:

„Eine mögliche Abschaltung des Kombinats von der Stromversorgung würde innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums von wenigen Stunden den Zusammenbruch aller seiner Systeme verursachen.“

Geschäftsführung von Liberty Galați

Die Geschäftsführung schätzte, dass ein Neustart der Plattform bis zu 50 Tage dauern könnte, und schloss Ungleichgewichte im nationalen Stromsystem nicht aus; auch die Abteilung für geschweißte Rohre, die einzige noch mit voller Kapazität laufende Einheit, wäre betroffen. Präfekt George Toderașc erklärte, er habe die Regierung über das Risiko informiert:

„Ich habe der Exekutive das Risiko einer Energieunterbrechung mitgeteilt, das mit bestimmten sozialen und sogar technologischen Risiken einhergeht.“

George Toderașc

Electrica und Liberty hatten im Februar ein gemeinsames Photovoltaikprojekt von bis zu 500 MW angekündigt.

Technische Arbeitslosigkeit ab 1. November

Die Unternehmensführung legte am Donnerstag, 29. Oktober, ihre Mandate auf den Tisch und warnte vor extremen Gefahren für die Plattform. Ab dem 1. November sollen rund 2.200 Beschäftigte nach dem Arbeitsgesetzbuch in vorübergehende Aussetzung gehen, sodass nur noch Personal für Bewachung und Erhaltung der Schlüsselanlagen vor Ort bleibt. ProTV berichtete unter Berufung auf Agerpres, die Aussetzung betreffe auch Beschäftigte von Liberty Tubular Products, und das Unternehmen verweise auf finanzielle und operative Schwierigkeiten sowie auf Energie- und Transportprobleme. Die Arbeiter warnten, dass die Abschaltung von Versorgungsleistungen und die Reduzierung des Personals auf ein Minimum Maschinen im Wert von Millionen Euro irreversibler Beschädigung und Vandalismus aussetzen würden. Die Arbeiter haben die Regierung um dringendes Eingreifen gebeten, um eine Abschaltung der Versorgung zu verhindern.

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