Gesundheit & Bildung · Lissabon und Torres Vedras
Portugals Gesundheitsministerin befürwortet Gebühr für Patienten, die Weiterversorgungsplätze ablehnen – Branche zweifelt
Gesundheitsministerin Ana Paula Martins sagte, die Regierung erwäge eine progressive wöchentliche Gebühr für Krankenhauspatienten, die nach klinischer Entlassung einen Platz im nationalen Netzwerk für kontinuierliche Pflege ablehnen – ein Vorschlag des Nationalen Ethikrates, der darauf abzielt, über 3.500 verzögerte Entlassungen zu reduzieren.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Observador, SAPO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ana Paula Martins sagte, die Regierung erwäge, von Krankenhauspatienten, die einen RNCCI-Platz ablehnen, eine Gebühr zu erheben, und bezeichnete dies als Sicherheits- und ethisches Problem, das eine breite Debatte erfordere.
SNS-Exekutivdirektor Álvaro Almeida meldete 1.358 Personen, die auf RNCCI-Aufnahme warten, 1.339 aufgrund fehlender sozialer oder familiärer Unterstützung und 513 in anderen Situationen.
Der CNECV empfiehlt, dass kein angebotener Platz weiter als 90 Minuten vom Wohnort des Patienten entfernt sein und die Gebühr niemals den Betrag übersteigen soll, den andere Netzwerknutzer zahlen.
ANCC-Präsident José Bourdain bezeichnete die Maßnahme als Stückwerk und argumentierte, dass die wahre Lösung mehr Betten und überarbeitete Zuzahlungsregeln seien; viele Familien hätten bereits Schulden bei Pflegeeinheiten.
Die Position der Ministerin
Gesundheitsministerin Ana Paula Martins bestätigte, dass die Regierung erwägt, von Krankenhauspatienten, die nach klinischer Entlassung einen Platz in der Rede Nacional de Cuidados Continuados Integrados (RNCCI) ablehnen, eine Gebühr zu erheben. Gegenüber Journalisten am Dienstag bei der Eröffnung einer privat geführten Familiengesundheitseinheit in Torres Vedras, Distrikt Lissabon, bezeichnete sie die Maßnahme als letztes Mittel.
„Wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind und das System ein Angebot unterbreitet, nämlich ein Angebot für einen Platz in der kontinuierlichen Pflege, ob kurz-, mittel- oder langfristig, in einem Pflegeheim, einer Seniorenresidenz, in der häuslichen Pflege, und die Person dennoch nicht aus dem Krankenhaus entlassen werden kann, müssen wir anfangen, auch solche Lösungen in Betracht zu ziehen.“
Martins bezeichnete verzögerte Krankenhausentlassungen sowohl als Sicherheitsproblem für Patienten als auch als ethische Frage und forderte eine breite öffentliche Debatte darüber.
Der Vorschlag des Ethikrates
Der Vorschlag stammt aus einem Gutachten (parecer) des Conselho Nacional de Ética para as Ciências da Vida (CNECV), das im Februar 2025 von der damaligen Staatssekretärin für Gesundheitsmanagement, Cristina Vaz Tomé, angefordert wurde. Der Rat empfiehlt eine progressive wöchentliche Gebühr, beschrieben als Maßnahme „im Interesse der Gerechtigkeit", die angewendet werden soll, wenn ein klinisch entlassener Patient die Verlegung in eine RNCCI-Einheit ablehnt.
CNECV-Präsidentin Maria do Céu Patrão Neves sagte gegenüber TSF, die Gebühr sollte das letzte Mittel sein, angewendet erst nachdem der Patient mehrfach über die finanziellen Auswirkungen, die soziodemografische Distanz informiert wurde und mehrere Alternativen vorgelegt wurden.
„Als letztes Mittel, wenn die Person weiterhin ablehnt, das Krankenhaus zu verlassen, und während des Übergangsprozesses, wird eine Gebühr erhoben.“
Sie betonte, das Modell sei progressiv, damit die Person sich anpassen und nachdenken könne, und der Endbetrag werde niemals den Betrag übersteigen, den andere portugiesische Bürger im Netzwerk zahlen. Der Rat empfiehlt außerdem, dass jeder angebotene Platz nicht weiter als 90 Minuten vom Wohnort des Patienten entfernt sein sollte, um familiäre Bindungen zu erhalten.
Das Ausmaß der verzögerten Entlassungen
Das Problem ist jährlich gewachsen und besonders akut in der Region Lissabon und Tejotal. Ende Mai teilte der Exekutivdirektor des Nationalen Gesundheitsdienstes (SNS), Álvaro Almeida, dem Parlament mit, dass 3.536 Personen verzögerte Entlassungen hätten. Davon warteten 1.358 auf Aufnahme in die RNCCI, 1.339 verblieben im Krankenhaus wegen fehlender sozialer oder familiärer Unterstützung, und 513 befanden sich in anderen Situationen.
Ein Krankenhausaufenthalt kostet etwa 383 Euro pro Tag, während ein RNCCI-Tagessatz je nach Typologie zwischen 87 und 120 Euro liegt.
Die Branche wehrt sich
Die Associação Nacional de Cuidados Continuados (ANCC) lehnte den Gebührenvorschlag ab und argumentierte, dass er die Ursachen nicht angehe. Präsident José Bourdain sagte gegenüber Lusa, die wahren Probleme seien ein Mangel an Betten und chronische Unterfinanzierung der Einheiten.
„Es löst das Problem nicht. Ich würde mir sehr wünschen, dass unsere Führungskräfte den Dingen auf den Grund gehen und wirklich einschätzen, worum es geht. Nicht solche Stückwerkmaßnahmen, die nichts zur Lösung der Probleme beitragen.“
Bourdain erklärte, dass viele Ablehnungen auftreten, weil verfügbare Plätze weit entfernt von den Wohnorten der Patienten sind oder weil Familien die erforderliche Zuzahlung in mittel- und langfristigen Einheiten nicht bezahlen können. Rekonvaleszenz- und Palliativpflegeeinheiten sind kostenlos, aber in anderen Typologien wird die soziale Komponente von den Nutzern entsprechend einer Bedürftigkeitsprüfung durch die Sozialversicherung bezahlt. Er schlug vor, dass der Staat erwägen könnte, die mittelfristige Pflege kostenlos zu machen und nur für die Langzeitpflege eine Zahlung in einer Höhe zu erheben, die Familien tatsächlich leisten können.
Strukturelle Engpässe
Abel Paiva, Koordinator der von der derzeitigen Regierung ernannten Koordinierungskommission der RNCCI, wies auf Fehler bei der Verwendung europäischer Mittel hin, die zu einer Unterauslastung geführt hätten. Der festgelegte Baupreis sei zu niedrig gewesen, was private Betreiber von Neubauten abgeschreckt habe, insbesondere in der Region Lissabon und Tejotal, wo Grundstücks- und Baukosten hoch seien. Hinzu kämen Ausschreibungen, die über Jurys der inzwischen aufgelösten Regionalen Gesundheitsverwaltungen abgewickelt wurden, was die Auftragsvergabe beeinträchtigte.
Am Montag promulgierte Präsident António José Seguro den Rechtsrahmen für das Programm „Voltar a Casa" (Nach Hause zurückkehren), das im Juni vom Parlament verabschiedet wurde. Das Programm schafft Übergangswohnungen für bis zu zwei Jahre, um nichtklinische Krankenhausaufenthalte zu bewältigen, und priorisiert häusliche und wohnortnahe Lösungen.
- Warten auf RNCCI-Aufnahme
- 1358 Personen
- Fehlende soziale/familiäre Unterstützung
- 1339 Personen
- Andere Situationen
- 513 Personen
Daten aus dem Artikeltext
- Krankenhaus-Tagessatz
- 383 EUR
- RNCCI-Tagessatz (Untergrenze)
- 87 EUR
- RNCCI-Tagessatz (Obergrenze)
- 120 EUR
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Notícias ao MinutoCuidados continuados rejeitam taxa admitida pela ministra da Saúde
- ObservadorQuem recusar vaga em cuidados continuados pode ter de pagar taxa -- mas há 3 mil à espera de vaga
- SAPOGoverno admite taxar utentes que neguem cuidados continuados
- Jornal ExpressoMinistra da Saúde admite aplicar taxa a quem recusar vaga nos cuidados continuados
- Ana Paula Martins
- Portugiesische Gesundheitsministerin, die einräumte, dass die Regierung eine Gebühr für Patienten erwägt, die die Übernahme in die Weiterversorgung ablehnen.
- António José Seguro
- Staatspräsident Portugals, der am Montag den Rechtsrahmen des Programms Voltar a Casa promulgierte.
- Orte
- Lissabon, Torres Vedras
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