
17-jähriger polnischer Tourist ertrinkt in Palanga, Litauen, nachdem starke Strömung drei Kinder in der Nähe der Mole erfasst
Ein 17-jähriger polnischer Tourist ist am Samstagabend im Ostseebad Palanga in Litauen ertrunken, nachdem eine starke Strömung drei Kinder einer Familie erfasst hatte, die in der Nähe der Mole ins Meer gegangen war.
Was geschah
Ein 17-jähriger Tourist aus Polen ist am Samstagabend im Ostseebad Palanga an der litauischen Westküste ertrunken. Die Familie, die mit drei Kindern unterwegs war, beschloss, nach 20 Uhr Ortszeit in der Nähe der Mole zu schwimmen. Kurz nachdem alle ins Wasser gegangen waren, erfasste eine starke Strömung alle drei Kinder. Der Vater zog ein junges Mädchen selbst aus dem Wasser, und Retter brachten einen etwa 13-jährigen Jungen an Land, nachdem die Strömung ihn in Richtung der Brücke getrieben hatte, wo er sich an den Stützen festhalten konnte. Der 17-Jährige wurde fast sofort unter die Oberfläche gezogen.
Bürgermeister Šarūnas Vaitkus erklärte, die Rettungskräfte hätten den Notruf um 20:13 Uhr (19:13 Uhr polnischer Zeit) erhalten. Retter auf Jetskis erreichten den Ort innerhalb einer Minute, doch der Teenager war an der Oberfläche nicht mehr zu sehen. Taucher bargen seine Leiche nach etwa einer Stunde.
- Familie mit drei Kindern geht in der Nähe der Mole von Palanga ins Meer
- Rettungskräfte erhalten Notruf, dass eine Person in der Nähe der Mole ertrinkt
- Retter auf Jetskis treffen am Ort ein; der 17-Jährige ist an der Oberfläche nicht mehr sichtbar
- Taucher orten und bergen die Leiche des Teenagers aus dem Wasser
Unterschiedliche Darstellungen
Vaitkus merkte an, dass die Medien unterschiedliche Versionen des Vorfalls verbreitet hätten, einige berichteten, der Teenager sei von der Brücke gesprungen oder auf Felsen ausgerutscht. Er erklärte, die Familie habe einfach in der Nähe der Mole schwimmen wollen. Radio Zet berichtete unter Berufung auf Onet eine teilweise abweichende Version: Es sei von zwei ertrinkenden Teenagern die Rede, wobei der 17-Jährige etwa 50 Meter vom Ufer entfernt unter Wasser gefunden worden sei. Dem Bericht zufolge zogen Retter ihn heraus und transportierten ihn mit einem Jetski an Land, doch Wiederbelebungsversuche schlugen fehl. Die Lebensfunktionen der zweiten Person seien wiederhergestellt worden. Die genauen Ursachen und Umstände sollen von den Behörden geklärt werden.
Reaktion des Bürgermeisters
Vaitkus veröffentlichte am Sonntag eine emotionale Nachricht auf Facebook, in der er die Öffentlichkeit bat, nicht über das Ereignis zu spekulieren, und betonte den Respekt vor dem Verstorbenen und seiner Familie.
Wir sind schockiert. Es ist besonders schmerzhaft zu erkennen, wie schnell ein schöner Familienabend am Meer zur Tragödie werden kann. Nach dem Verlust eines Kindes gibt es keine Worte, die den unermesslichen Schmerz lindern könnten.
Er dankte den Rettungskräften, Ärzten und Umstehenden, die zu helfen versuchten, und bemerkte, dass Menschen eine Menschenkette bildeten, die sich an den Händen hielt, um so weit wie möglich ins Meer zu gelangen.
Appell des Retters
Der litauische Retter Kajus Piroznikas veröffentlichte ein Video der Rettungsaktion in den sozialen Medien und wandte sich direkt an die Eltern.
Schützen Sie Ihre Kinder. Lassen Sie sie nicht allein am Meer und lassen Sie sie nicht ohne Aufsicht eines Erwachsenen schwimmen. Das Meer kann gnadenlos sein, selbst wenn es ruhig erscheint.
Der Vorfall ereignete sich an einer beliebten Mole in Palanga, einem bekannten litauischen Ostseebad. Der 17-Jährige war nachweislich polnischer Staatsbürger. Die Behörden werden nun die genauen Ursachen und Umstände des Ertrinkens untersuchen.


