Wahlen · Warschau

Polnische Umfragen zeigen Regierungskoalition ohne Mehrheit, Konfederacja nähert sich PiS

Im September 2026 durchgeführte Umfragen zeigen, dass die Regierungsallianz von Donald Tusk keine parlamentarische Mehrheit erreicht, während die Unterstützung für Recht und Gerechtigkeit fragmentiert und rechte Konkurrenten zulegen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wprost, www.gazetaprawna.pl, naTemat.pl und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen

Koalition führt bei Stimmen, verliert aber prognostizierte Mehrheit

Die Koalicja Obywatelska (KO) liegt in zwei landesweiten Umfragen vom 23. September 2026 bei den Wahlabsichten in Polen vorn, doch beide deuten darauf hin, dass die Regierungsallianz nicht über die Zahlen verfügt, um eine parlamentarische Mehrheit zu bilden. Eine IBRiS-Umfrage vom 18.–19. September im Auftrag von Rzeczpospolita mit 1.070 Befragten setzte die KO bei 30,9 %, ein Anstieg um 2,8 Prozentpunkte gegenüber August. Eine separate Research-Partner-Umfrage unter 1.040 Erwachsenen zwischen dem 18. und 21. September ergab 28,8 % für die KO, ein Rückgang um 2,7 Prozentpunkte gegenüber Juni. Eine Sitzsimulation für den Sejm von Dr. Maciej Onasz von der Universität Łódź weist der KO 190 Sitze und der Lewica 26 zu, sodass die derzeitige Regierungskoalition auf 216 Sitze kommt – 15 Sitze unter der für eine Regierungsmehrheit erforderlichen Schwelle von 231 Sitzen. Im Gegensatz dazu würden die Oppositionskräfte in diesem Modell 244 Sitze im 460 Sitze umfassenden Unterhaus kontrollieren.

Projizierte Sitzverteilung im Sejm nach Dr. Maciej OnaszSitze
Koalicja Obywatelska
190 Sitze
Zjednoczona Prawica
132 Sitze
Konfederacja
63 Sitze
Konfederacja Korony Polskiej
49 Sitze
Lewica
26 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Rechtes Lager zersplittert – Konfederacja verkürzt Abstand

Die Unterstützung für Prawo i Sprawiedliwość (PiS) ist in beiden Studien nach dem Start von Rozwój Plus, einer eigenen politischen Formation des ehemaligen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki, zurückgegangen. In der IBRiS-Umfrage fiel die PiS um 0,8 Prozentpunkte auf 17,3 % und liegt damit nur noch 2,0 Prozentpunkte vor der Konfederacja unter der Führung von Sławomir Mentzen und Krzysztof Bosak, die um 2,1 Prozentpunkte auf 15,3 % zulegte. Die Research-Partner-Umfrage verzeichnete die PiS bei 19,2 % (ein Rückgang um 6,1 Prozentpunkte) und die Konfederacja bei 11,2 %. Morawieckis Rozwój Plus erreichte in der IBRiS-Umfrage 6,4 % und in der Research-Partner-Umfrage 4,1 %. Grzegorz Brauns Konfederacja Korony Polskiej erzielte in der IBRiS-Umfrage 10,0 % (plus 1,2 Prozentpunkte) und in der Research-Partner-Umfrage 8,8 % (plus 2,1 Prozentpunkte).

Parteienunterstützung in der IBRiS-Umfrage vom September 2026%
Koalicja Obywatelska
30.9 %
Prawo i Sprawiedliwość
17.3 %
Konfederacja
15.3 %
Konfederacja Korony Polskiej
10 %
Lewica
7.7 %
Rozwój Plus
6.4 %
Polskie Stronnictwo Ludowe
4.4 %
Partia Razem
3.1 %
Polska 2050
0.2 %

Daten aus dem Artikeltext

Regierungspartner stehen vor der Fünf-Prozent-Hürde

Die Umfragedaten zeigen deutliche Rückgänge für kleinere Koalitions- und Linksfraktionen. In der IBRiS-Studie fiel die Polnische Volkspartei (PSL) mit 4,4 % unter die 5 %-Hürde, während Partia Razem 3,1 % und Polska 2050 0,2 % erreichten. Die Lewica sicherte sich 7,7 %, ein Anstieg um 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Die Research-Partner-Studie setzte die Nowa Lewica bei 6,8 % (minus 2,1 Prozentpunkte), Partia Razem bei 4,2 % und sowohl die PSL als auch die aus Polska 2050 hervorgegangenen Gruppen bei jeweils 1,9 %. Die erklärte Wahlbeteiligung erreichte in der IBRiS-Umfrage 58,9 %, während in der Research-Partner-Umfrage 73,3 % der Teilnehmer ihre Wahlabsicht bekundeten.

Wahlmechanik und Koalitionskonfigurationen

Universitätsexperten wiesen darauf hin, dass die Aufteilung der rechten und linken Listen den Ausgang der nächsten Sitzverteilung im Parlament bestimmen werde. Der Politikwissenschaftler Prof. Jarosław Flis von der Jagiellonen-Universität wies darauf hin, dass das derzeitige Regierungslager seine Mehrheit verlieren werde, wenn es nicht vor der Wahl die Listen konsolidiere. Flis skizzierte ein Szenario, in dem die Regierungskoalition auf drei gemeinsamen Listen antritt, die Nowa Lewica mit Razem und die PSL mit Polska 2050 vereint, was 231 Sitze ergeben könnte, wenn alle drei die Sperrklausel überwinden. Flis bewertete die politische Landschaft nach der Veröffentlichung der Zahlen.

„Die Umfrage zeigt, dass sich die Koalition vom 15. Oktober von der Macht verabschiedet. Es sei denn, sie hätte eine Einigung mit Mateusz Morawieckis Rozwój Plus erzielt, was schwer zu glauben ist, oder sie würde mit drei Listen in die Wahlen gehen, das heißt, die Linke ginge gemeinsam, und der Dritte Weg würde reaktiviert und die Hürde überschreiten. Tusks Koalition kann nur durch Konsolidierung gerettet werden. Rechte Parteien können die Macht übernehmen.“

Jarosław Flis

Flis merkte auch an, dass die um Karol Nawrocki versammelten rechten Fraktionen auf Zusammenarbeit angewiesen sein werden, um die Regierungsfähigkeit zu sichern, wenn sich die aktuellen Wählermuster halten.

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