KI & Tech · San Francisco
Pokémon-Go-Scans wurden genutzt, um KI zu trainieren, die Militärdrohnen steuern könnte, wie ein Bericht enthüllt
Ein von Niantic ausgegliedertes KI-Unternehmen nutzte 30 Milliarden reale Scans von Pokémon-Go-Spielern, um Modelle zu entwickeln, die nun Militärdrohnen helfen, ohne GPS zu navigieren – was Datenschutzbedenken aufwirft.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von newsORF.at, Ziare.com, der Standard und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Niantic sammelte ab 2021 freiwillige Scans öffentlicher Wahrzeichen und trug so einen riesigen Datensatz mit präziser Geolokalisierung zusammen.
Niantic Spatial trennte sich vom Spielegeschäft und trainierte georäumliche KI auf den Scans.
Im Dezember 2025 schloss sich Niantic Spatial mit Vantor zusammen, um GPS-freie Navigation für Drohnen zu entwickeln.
Beide Firmen erklärten, dass die ursprünglichen Scans nicht weitergegeben wurden; nur die darauf trainierten KI-Modelle wurden verwendet.
Die Spieler erwarteten nicht, dass ihre Spieldaten Militärdrohnentechnologie ermöglichen würden, was Bedenken hinsichtlich der Einwilligung aufwirft.
- Mai 2025Niantic Spatial ausgegliedert; trainiert KI auf 30 Milliarden Bildern
- Dezember 2025Niantic Spatial und Vantor geben Navigationspartnerschaft bekannt
- Juni 2026Guardian-Bericht enthüllt Militärdrohnen-Anwendung für mit Pokémon Go trainierte KI
Der Datenschatz
Pokémon Go, der Augmented-Reality-Hit von 2016, ermutigte Spieler, reale Orte zu erkunden, um virtuelle Kreaturen zu fangen. Im Jahr 2021 fügte Niantic eine optionale Funktion hinzu, die Nutzer dafür belohnte, öffentliche Sehenswürdigkeiten wie Statuen und Brunnen mit ihren Handykameras zu scannen. Als das Unternehmen seine KI-Abteilung ausgliederte, hatte es rund 30 Milliarden Bilder von städtischen Umgebungen angesammelt, die jeweils mit Standort- und Orientierungsmetadaten versehen waren.
Vom Spielplatz zum Schlachtfeld
Niantic Spatial, das im Mai 2025 vom Spieleentwickler abgespaltene KI-Unternehmen, nutzte diese Scans, um „große georäumliche Modelle“ zu trainieren, die physische Räume erkennen können. Im Dezember 2025 ging es eine Partnerschaft mit Vantor ein, einem Rüstungskonzern, der früher als Maxar Intelligence bekannt war, um Navigationssysteme für Drohnen zu entwickeln, die in Gebieten operieren, in denen GPS gestört oder gefälscht wird. Das kombinierte visuelle Positionierungssystem vergleicht Kamerabilder mit 3D-Geländemodellen und ermöglicht es Drohnen und Bodeneinheiten, Koordinaten ohne Satellitensignale auszutauschen. Vantors Produktdirektor Peter Wilczynski betonte die Dringlichkeit für das Schlachtfeld.
„Das moderne Schlachtfeld wird aus verschiedenen Systemen bestehen, und man wird sie schnell aktualisieren wollen – neue Hardware schneller online bringen als neue Software.“
Die Verteidigung der Unternehmen
Sowohl Niantic Spatial als auch Vantor bestanden darauf, dass die rohen Pokémon-Go-Scans niemals an den Rüstungskonzern weitergegeben wurden. Ein Sprecher von Niantic Spatial sagte gegenüber Ars Technica, dass die Grundlagenmodelle „das Produkt dieses Trainings sind, keine Kopie oder ein Mittel zum Zugriff auf die zugrunde liegenden Scans“. Die Daten, so argumentieren die Unternehmen, wurden nur verwendet, um KI-Systeme beizubringen, räumliche Orientierungspunkte zu erkennen – ein Schritt entfernt von den Aufnahmen, die die Spieler hochgeladen haben.
„Die Modelle sind das Produkt dieses Trainings, keine Kopie oder ein Mittel zum Zugriff auf die zugrunde liegenden Scans, die von öffentlichen Sehenswürdigkeiten wie Statuen und Brunnen stammten.“
Datenschutz und Präzedenzfall
Die Enthüllung hat erneut Bedenken hinsichtlich der Zweckentfremdung von nutzergenerierten Daten geweckt. Obwohl Niantic seit 2019 offenlegte, dass Scans seine Technologie verbessern könnten, scannten viele Spieler ihre Umgebung, manchmal in ihren Häusern, ohne eine militärische Nutzung zu erwarten. Die Geschichte spiegelt Debatten darüber wider, ob Technologieunternehmen einschränken sollten, wie Trainingsdaten verwendet werden, sobald sie die Verbraucher-App verlassen, insbesondere wenn sie autonome Waffen versorgen könnten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- newsORF.atBrisanter Bericht: Pokemon Go als KI-Training für Drohnen
- Ziare.comDate colectate prin Pokémon Go au fost folosite pentru antrenarea unei inteligențe artificiale care ar putea ajuta dronele să navigheze în zone de război
- der StandardPokémon Go: Spielerdaten werden zur Navigation von Militärdrohnen genutzt
- JNDados do "Pokémon Go" treinaram inteligência artificial que pode ajudar drones militares
- Peter Wilczynski
- Produktdirektor von Vantor, einem auf Drohnennavigationssoftware spezialisierten Rüstungskonzern
- Orte
- San Francisco
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