
Kaczyński und Woch stellen Senatswahlbündnis vor; Mentzen verspottet Partnerschaft mit 0,09-Prozent-Präsidentschaftskandidat
Jarosław Kaczyński und Marek Woch, dessen Präsidentschaftskandidatur 2025 0,09 % erzielte, gaben am Mittwoch ein gemeinsames Senatswahlvorhaben bekannt. Sławomir Mentzen verspottete das Bündnis, während andere rechte Persönlichkeiten zu einem breiteren Pakt drängten.
Die Ankündigung
Am Mittwoch, dem 15. Juli 2026, traten Jarosław Kaczyński und Marek Woch gemeinsam vor die Presse, um eine Kooperationsvereinbarung für die bevorstehenden Senatswahlen zu verkünden. Kaczyński betonte, dass die Rechte ein Problem der Einheit habe und ihre Zersplitterung drohe, die derzeitige Regierungskoalition an der Macht zu halten. Die genaue Form des Bündnisses steht noch nicht fest: entweder ein direkter Wahlpakt oder ein gesellschaftliches Komitee, das einen gemeinsamen Wahlkampf starten würde. Die PiS bevorzugt das Komitee-Modell, aber Kaczyński merkte an, dass auch andere Partner ein Mitspracherecht hätten.
Wir haben mit Herrn Vorsitzenden Woch vereinbart, dass wir gemeinsam für einen gemeinsamen Auftritt der rechten Formationen im Senat arbeiten werden.
Woch dankte Kaczyński für die Offenheit und wies darauf hin, dass die derzeitigen Regierungsparteien bei den letzten Parlamentswahlen einen ähnlichen Senatspakt genutzt hätten. Er fügte hinzu, dass Bezpartyjni Samorządowcy bereits bereit seien, unabhängig für den Sejm zu kandidieren, und den Senatspakt von der Basis aus organisierten. Woch erinnerte auch an die früheren Einigungsbemühungen seiner Bewegung, darunter einen Zusammenschluss mit der Stronnictwo Pracy, die er seit 2025 führt.
Mentzens Spott und die Gegenreaktion
Sławomir Mentzen, Co-Vorsitzender der Konfederacja, verspottete die Ankündigung sofort auf X. Sein Beitrag verglich das Abkommen mit dem Erwerb trivialer Gegenstände und deutete an, dass Kaczyński als Nächstes einen gebrauchten Reifen für einen Star-Lkw oder einen Duftbaum mit Kokosduft für einen Maluch besorgen würde. Der Spott rief eine scharfe Erwiderung des Kommentators Marek Wróbel hervor.
Die Tatsache, dass die Konföderierten dieses Abkommen verspotten, zeigt entweder ein Defizit an Vernunft oder ein Defizit an gutem Willen.
Wróbel argumentierte, dass der normalerweise unbedeutende Senat entscheidend werde, wenn eine Partei die Verfassung ändern wolle, und dass das Senatswahlsystem Blöcke erzwinge, wenn eine Mehrheit gewonnen werden solle. Mentzen änderte später seine Bedingungen für einen rechten Pakt und sagte, dass vier bedeutende Parteien nötig seien, nachdem die PiS am selben Tag eine Resolution verabschiedet hatte, die ihren Mitgliedern die Mitgliedschaft in politischen Vereinigungen untersagte.
Das breitere rechte Puzzle
Roman Fritz, Abgeordneter der Konfederacja Korony Polskiej, erinnerte am 16. Juli daran, dass seine Partei bereits im Dezember 2025 sowohl der PiS als auch der Konfederacja einen patriotischen Senatspakt vorgeschlagen hatte. Das Angebot wurde mit Schweigen beantwortet. Fritz warnte, dass ohne einen breiten rechten Block das linke Lager den Senat sicher gewinnen werde. Unterdessen äußerte der PiS-Europaabgeordnete Adam Bielan die Hoffnung, dass Präsident Karol Nawrocki im Herbst oder Winter 2026 konkrete Gespräche einleiten werde, und sagte, dass ohne einen Pakt die Oberkammer nicht zurückerobert werden könne. Bielan fügte hinzu, er könne sich angesichts des jüngsten Verhaltens von Grzegorz Braun von der Konfederacja Korony Polskiej keine Verhandlungen mit ihm vorstellen.
Es gab eine Einladung, und Schweigen war die Antwort, die wir erhielten, und das ist bis heute so.
Krzysztof Bosak, ein weiterer Konfederacja-Führer, sagte dem Radiosender Zet, dass seine Partei im Wahlkampf antreten werde, und fragte, warum sie einen Nichtangriffspakt mit ihren Rivalen unterzeichnen solle.
Interne PiS-Disziplin
Am selben Tag wie die Paktankündigung verabschiedete die PiS eine Resolution, die allen Mitgliedern, unabhängig von ihren Funktionen, strikt untersagt, Vereinigungen, Stiftungen, NGOs oder anderen juristischen Personen anzugehören, deren satzungsgemäßer oder tatsächlicher Zweck politische Aktivitäten sind. Mentzen deutete an, dass dieser Schritt eine Spaltung innerhalb der Konfederacja auslösen könnte, und passte seine früheren Bedingungen für einen rechten Senatspakt entsprechend an.
Was als Nächstes kommt
Kaczyński hat die Tür für andere rechte Gruppen offen gelassen, sich der Initiative anzuschließen, aber die unmittelbare Reaktion der Konfederacja-Führung war ablehnend. Die folgende Zeitleiste zeigt die wichtigsten Momente des Versuchs, einen rechten Senatsblock zu bilden.
- Die Konfederacja Korony Polskiej schlägt der PiS und der Konfederacja einen patriotischen Senatspakt vor, erhält jedoch keine Antwort.
- Marek Woch kandidiert für das Präsidentenamt und erhält 0,09 % der Stimmen (18.300 Stimmen), das niedrigste Ergebnis aller Kandidaten.
- Jarosław Kaczyński und Marek Woch geben die Zusammenarbeit für die Senatswahlen bekannt; die Einzelheiten müssen noch festgelegt werden.
- Die PiS verabschiedet eine Resolution, die ihren Mitgliedern die Mitgliedschaft in politischen Vereinigungen verbietet.
- Sławomir Mentzen verspottet den Pakt auf X und vergleicht ihn mit dem Kauf eines gebrauchten Reifens für einen Star-Lkw.
- Roman Fritz erinnert daran, dass Koronas früherer Vorschlag ignoriert wurde, und warnt, dass ohne einen breiten rechten Block die Linke den Senat gewinnen werde.


